Unterricht für alle nur mit Schutzmaske

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Das Land NRW plant ab dem 15.06.2020 alle Grundschüler wieder regulär zu beschulen. Die anderen Schulformen sollen nach den Sommerferien folgen. 

Während im ÖPNV, in Geschäften und an anderen Orten Abstandsregeln einzuhalten sind und ggf. Schutzmaskenpflicht gilt, sollen NRWs Grundschulen Presseberichten zufolge jedoch ohne diese Schutzmaßnahmen auskommen. Geplant ist anscheinend Unterricht in vollen Klassenräumen - ohne Abstand und ohne Masken.  

Dies stellt eine nicht hinzunehmende Gefährdung sowohl der Schülerinnen und Schüler als auch der Lehrerinnen und Lehrer dar.

Dass man gezielt optimale Bedingungen für eine Clusterbildung in Kauf nimmt (30 Personen im engen geschlossenen Raum, Expositionsdauer von 4-5 Stunden, rege mündliche Kommunikation in einer der Gruppenstärke angemessenen Lautstärke, keine Gewährleistung von ständigem Luftaustausch) mag man angesichts  der momentan geringen Infektionsrate in NRW, der gegebenen Nachverfolgbarkeit und des auf 2 Wochen begrenzten Zeitraums als mutigen, risikobereiten Schritt verantworten können. Bietet es doch der Wissenschaft die Chance, eine bisher sehr fragmentarische Datenbasis zu verstärken.

Dass dabei die Maskenpflicht bei Nichteinhaltung des Mindestabstands nicht gelten soll, ist jedoch in jeder Hinsicht unverantwortlicher Leichtsinn.

Diese flächendeckende obrigkeitliche Anordnung von Ordnungswidrigkeiten wird sich vermutlich mit unabsehbaren Folgen viral in allen gesellschaftlichen Bereichen auswirken.

Wenn Unterricht für alle stattfinden soll, so muss auch im Unterricht gelten, was - von KITAS abgesehen - anderswo in Deutschland gilt: Bei der Unterschreitung des Mindestabstands von 1,50m muss im Sinne der Gesundheit aller ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.