Gentrifizierung in Berlin: Solidarität mit dem Café Sorgenfrei und das Alte Büro

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Seit mehr als 10 Jahren sind Gunter und Christoph das „Café Sorgenfrei“ und geben der Goltzstraße ihre individuelle Prägung – ebenso wie Mimi, Pikilia, die Hutgalerie, Hobby-Rüther, Winterfeldt-Schokoladen, Café Roberta, Der kleine Laden, Meyan, die Secondhand Läden und viele andere nette Geschäfte und besondere Gastro-Betriebe. Das Alte Büro wurde seit über 15 Jahren von Eduardo betrieben und hat die Goltzstraße zu einem Geheimtipp für den besonderen Büromöbelkauf gemacht.

Café Sorgenfrei und Das Alte Büro haben jetzt Mieterhöhungen erhalten, die in ihrer Wirkung einer Kündigung gleichkommen. Das Alte Büro soll 100 Prozent mehr Miete zahlen, das Café Sorgenfrei wird mit 60 Prozent zur Kasse gebeten. Beide Läden können das nicht leisten. Damit ist entschieden, dass sie räumen werden. Bereits zum September zieht in die Räume beider Läden die Filiale einer Gastro-Kette ein.

Gewerbetreibende sind schutzlos, wenn Vermieter beschließen, an profitablere Gewerbetreibende zu vermieten. In diesem Fall ist Vermieterin eine private Eigentümergemeinschaft.
Solange das Gewerbemietrecht nicht Klauseln enthält, die Vermieter zwingen, Veränderungen sozialverträglich zu gestalten, kann es jeden der Läden in der Goltzstraße treffen. Es ist wahrscheinlich, dass eine der Wirkung in der Nachahmung bestehen wird, wenn die Veränderungen erst einmal sichtbar werden und weitere Immobilienbesitzer
nach zahlungskräftigeren Mietern suchen. Nachfolger der beiden Läden soll eine Kette sein.

Es bleibt nicht viel zu tun, außer ein Band der Solidarität zu knüpfen, Betroffenheit auszudrücken und den Vermietern der Goltzstraße zu spiegeln, dass ein solches Vorgehen öffentlich wahrgenommen wird und seine Wirkung auf das ganze Kiezmilieu und seine Bewohner hat. Dies in der Hoffnung, dass andere Vermieter ihr Handeln überdenken mögen und Veränderungen im Kiez sozial verträglich und behutsam gestalten – zum Wohle der Gewerbetreibenden, der Anwohner, der Besucher und der Immobilienbesitzer.

Wir sind eine Initiative von Anwohnern im Kiez, denen die Veränderungen zu Herzen gehen und die ihrer Mitbetroffenheit Ausdruck geben wollen.

Bitte unterzeichnet und macht mit, wenn es euch geht wie uns! DANKE!



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