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Petitioning Wiesbaden Stadtverordnetenversammlung der Stadt Wiesbaden

Zirkus-Wildtierverbot beschließen


Bereits 23 Kommunen (Stand Juli 2013), darunter u.a. München, Stuttgart,  Köln und sechs hessische Kommunen, haben bereits ein Wildtierverbot für Zirkusse auf ihren städtischen Flächen beschlossen. In Wiesbaden gastierte vom 26. Juli bis 6. August 2013 der Zirkus Krone mit 6 Elefanten, über 30 Löwen, einem Nashorn, Kamele, Zebras, Lamas, 5 Seelöwen, ca. 60 Pferden usw. - in den sozialen Netzwerken haben sich Wiesbadener_innen weitgehend negativ dazu geäußert. Leider wurden diese Meinungen bisher in der Lokalpresse nicht gehört.

Damit die Stimmen aus der Bevölkerung gehört werden und dies das letzte Gastspiel eines Zirkus mit Wildtieren in Wiesbaden wird, sollte der Stadtpolitik ein deutliches Zeichen gesetzt werden, dass Wiesbaden sich bei den Kommunen einreihen soll, die solche Zirkusvorstellungen nicht dulden. Dazu sollte die Stadtverordnetenversammlung der Landeshauptstadt Wiesbaden einen Beschluss fassen.

Orientieren könnte sich die Stadt beispielsweise an diesem Beschluss aus Hofheim am Taunus:

„Zur Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung, insbesondere des Schutzes der Bevölkerung vor Gefahren für Leben, Gesundheit und Eigentum und unter Zugrundelegung der vom Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft herausgegebenen Leitlinien für die Haltung, Ausbildung und Nutzung von Tieren in Zirkusbetrieben oder ähnlichen Einrichtungen in der neuesten Fassung sowie der darin enthaltenen ergänzenden Stellungnahme der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz und der Bundestierärztekammer sowie aktueller wissenschaftlicher Gutachten zu einzelnen Tierarten, wird das Mitführen auf dem überlassenen Gelände und der Auftritt der in der Anlage zu dieser Vereinbarung aufgeführten Tierarten ausgeschlossen."

Reisende Zirkusunternehmen erfüllen nicht einmal die Mindestanforderungen des Tierschutzes. Den Tieren stehen meist keine ausreichend strukturierten Freigehege zur Verfügung. Schwere Haltungsmängel und Verhaltensstörungen sind an der Tagesordnung.

Die Bundestierärztekammer (BTK) fordert ein generelles Verbot von Wildtieren im Zirkus auf Reisen. Eine artgemäße und verhaltensgerechte Wildtierhaltung ist praktisch nicht möglich, da reisende Zirkusse häufig ihren Standort wechseln und Gastspiele mitten in der Stadt durchführen: „Wildtiere sind im Zirkus heute nicht mehr akzeptabel, denn die Erkenntnisse über die Bedürfnisse von Wildtieren haben sich stark erweitert," betont Prof. Mantel, Präsident der Bundestierärztekammer.

Ein aktueller Artikel zu den Haltungsbedingungen der Krone-Elefanten findet sich hier.

Deshalb: Solange Deutschland noch nicht zu jenen Ländern gehört, die Wildtierhaltung grundsätzlich verbieten hilft nur ein Beschluss auf Stadtebene um Zirkusse, die Tierrechte missachten von Wiesbadener Flächen fernzuhalten. Diese Flächen sollten jenen vorbehalten werden, die Zuschauer_innen mit Clowns, Artist_innen und anderen tierleidfreien Darbietungen erfreuen.

Eine breite Unterstützung der Petition kann den Druck auf Stadtpolitik erhöhen, endlich zu handeln und nicht mehr wegzusehen!

Letter to
Wiesbaden Stadtverordnetenversammlung der Stadt Wiesbaden
Zirkus-Wildtierverbot in Wiesbaden beschließen