Gegen das Verbot von Microsoftprodukten an Schulen in Baden-Württemberg

Gegen das Verbot von Microsoftprodukten an Schulen in Baden-Württemberg

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Pascal Braun hat diese Petition an Hr. Dr. Stefan Brink (Landesdatenschutzbeauftragter) und gestartet.

Der Landesdatenschutzbeauftragte, Herr Brink, übergibt, nach einem Pilotprojekt, seine Empfehlung an das Kultusministerium. Diese Empfehlung richtet sich gegen Microsoft 365 und nun droht ein verbot der Software an Schulen in Baden-Württemberg.

Wir, Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Eltern und Ausbilder können ein Verbot von Microsoftprodukten an unseren Schulen nicht einfach so hinnehmen!

Dieses Verbot würde uns in unserem Schulalltag, im übertragenen Sinne, in die Steinzeit zurück werfen. Das können wir gerade zu den aktuellen Pandemie-Zeiten und darüber hinaus nicht akzeptieren. Wie die Vergangenheit gezeigt hat, haben die von Ihnen empfohlenen Produkte und Plattformen gänzlich versagt. Selbst das Kultusministerium hat empfohlen, die favorisierten Landesprodukte nicht flächendeckend zum Videostreaming zu nutzen, da schlicht und ergreifend die Kapazitäten fehlen.

Wir fordern!

Dass Microsoft Office 365 als professionelle Software in den Schulen erlaubt bleiben muss, um die Schülerinnen und Schüler angemessen auf das Arbeitsleben vorbereiten und einen reibungslosen Schulalltag gewährleisten zu können.

In den Anfangszeiten des pandemiebedingten Online-Unterrichts saßen nicht nur verzweifelte Schüler, sondern auch Lehrkräfte und Eltern vor dem Computer und versuchten, das Beste aus der Situation zu machen. Doch das Beste daraus zu machen, ist eben nicht die bestmögliche Bildung!

Nun gibt es Schulen, die es geschafft haben, mithilfe von pseudonymisierten Logins und E-Mail-Adressen, die personenbezogenen Daten der Schüler zu schützen. Die Schülerinnen und Schüler können mit Ihren Accounts am Online-Unterricht über das Microsoftprodukt Teams teilnehmen, ohne auch nur Ihren Namen preis zu geben. Deshalb können wir nicht verstehen, warum es zu flächendeckenden Verboten von Programmen kommen soll, wenn doch praxistaugliche Lösungen vorhanden sind. Viele Unternehmen und öffentliche Behörden setzen die genannten Produkte ebenfalls im Berufsalltag ein und vernachlässigen deswegen nicht den Datenschutz.

Wir können das vieldiskutierte Datenschutzproblem in Bezug auf die Produkte von Microsoft nicht verstehen und fordern Sie hiermit auf:

Das Verbot von Programmen an Schulen, die zum Erhalt des Schulalltags und der Bildungsqualität beitragen, in Anbetracht der Folgen für alle Beteiligten zu überdenken und Maßnahmen zu ergreifen, die uns in unserem Schulalltag nicht beeinflussen!

Datenschutz ist wichtig, muss aber mit Augenmaß betrieben werden. Schulen sollten mit praxistauglichen Auflagen arbeiten z.B. mit Pseudonymisierung oder flächendeckenden VPN-Lösungen.

Wir erhoffen uns mit diesem Brief und den gesammelten Unterschriften, dass die geleistete Arbeit, gerade im vergangenen Jahr, nicht zunichte gemacht wird und unser Unterricht ohne Systemwechsel weitergehen kann. Bitte bedenken Sie die aus einem Verbot resultierenden Nachteile für Schüler und Lehrkräfte und vor allem den Mehraufwand durch eine erneute Umstellung.

 

Mit freundlichen Grüßen

Die Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrkräfte und Ausbilder aus Baden-Württemberg

 

 

Text geschrieben von

Pascal Braun

Schüler der Fachschule für Technik der Heinrich-Hertz-Schule und Ausbilder

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