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Gut integrierte Ärztefamilie von Abschiebung am 10.10.2018 bedroht!!!!!

Diese Petition war mit 529 Unterstützer/innen erfolgreich!


Liebe Leute,

ich starte diese Petition, um die ukrainische Ärztefamilie Matsarenko zu unterstützen, damit sie in Deutschland bleiben kann. 

Ich ersuche dringend das Landesamt für Asyl in Ingolstadt um ein Bleiberecht für diese Familie. Nutzen Sie die neue Vereinbarung ("Spurwechsel" vom 01.10.2018) und helfen Sie bitte dieser Familie. 

Angesichts des Ärztemangels in ländlichen Gegenden und der guten Integration der Ärztefamilie Matsarenko ist für mich das Ansinnen der Ausweisung dieser Familie unglaublich. Ende Oktober wäre sie 4 Jahre hier! Die Ausreise für das Ärzteelternpaar ist für den 10.10.2018 anberaumt. Dies würde auch für die Bevölkerung in Treuchtlingen sowie für das Krankenhaus das Leben sehr erschweren, zumal bereits 2 allgemeinmedizinische Praxen schlossen, weil sich keine Nachfolge fand!

Selbst der Bürgermeister Herr Baum und der Landrat Herr Wägemann in Weißenburg sind ratlos. Darum ersuchen wir auf diesem Weg das Landesamt für Asyl in Ingolstadt eindringlich um ein Bleiberecht für diese Familie. 

Hier schildert Familie Matsarenko die gesamte Geschichte selbst:

Unsere Familie braucht dringend Hilfe. Wir sind von Abschiebung am 10.10.2018 bedroht und suchen eine Möglichkeit ohne Ausreise in Deutschland ein friedliches  Leben führen zu können, um weiter arbeiten zu können und für unsere Kinder eine glückliche und sichere Zukunft anzubieten.

Ursprünglich kommen wir aus der Ukraine, die wir vor fast vier Jahren aufgrund des Kriegszustandes, Verfolgung und Körperverletzung verlassen haben und nach Deutschland fliehen mussten.

In Deutschland, direkt nach unserer Ankunft, wurde ein Asylantrag für die gesamte Familie, darunter Vater (Oleksii Matsarenko), Mutter (Tetiana Matsarenko), und drei Töchter: Jelyzaveta (im Alltag Lisa genannt; heute 19 Jahre alt), Polina (heute 9 Jahre alt) und Sofia (heute 6 Jahre alt) am 29.10.2014 gestellt. Nach der Antragsstellung wurden wir in einem Flüchtlingslager untergebracht bis uns eine Wohnung in Leutershausen zugeteilt wurde.

Im Dezember 2014 sind wir nach Leutershausen gezogen, wo anschließend in den nächsten zwei Tagen die Kinder in der Mittelschule bzw. dem Kindergarten aufgenommen wurden. Da keiner von uns Deutschkenntnisse hatte, musste die älteste Tochter die neunte Klasse an der Gustav-Weißkopf-Volksschule wiederholen. Diese hat sie mit einem Notenschnitt von 1,7 erfolgreich abgeschlossen.

Zu diesem Zeitpunkt wurden die Eltern, die von Beruf beide Ärzte sind, von Fr. Dr. Grützner, der damaligen Besitzerin einer Hausarzt-Praxis in Pappenheim, als ihre potenziellen Nachfolger gefunden. Von der Seite der Stadt Pappenheim wurden Sprachkurse organisiert um den Berufseinstieg zu beschleunigen. Während dieser Sprachkurse, die über die Sommerferien satt gefunden haben, wurde Jelyzaveta am Gymnasium der Senefelder-Schule in Treuchtlingen als Gastschülerin in die zehnte Klasse aufgenommen. Die zehnte Klasse wurde von ihr erfolgreich abgeschlossen und sie wurde offiziell am Gymnasium in die Oberstufe aufgenommen.

Zu Beginn des Schuljahres sind wir dann nach Pappenheim umgezogen. Die Tochter Polina wurde in diesem Jahr eingeschult. Im Laufe des nächsten Schuljahres bekam Tetiana eine Berufserlaubnis und durfte ihren Beruf ausführen, allerdings nicht in der Praxis in Pappenheim. Oleksii fing erst mit dem für die Berufserlaubnis benötigten Deutschkurs an, was aufgrund der mangelnden Kinderbetreuung nicht früher möglich war.

Leider gab es mehrere Komplikationen, die die schnelle Arbeitsplatzfindung nach der erfolgreichen Abschließung des Deutschkurses Niveau B2[2] und anschließender Erhaltung der Berufserlaubnis für Tetiana verhinderten, weswegen sie erst in diesem Jahr(2018) eine Arbeitsstelle als Assistenzärztin im Krankenhaus Treuchtlingen bekam. Bevor sie diese fand, arbeitete sie oft ehrenamtlich, machte Praktika und hospitierte an den Krankenhäusern im Landkreis.

Oleksii bestand die Deutschprüfung B2 und bereitete alle nötigen Unterlagen für die Erteilung einer Berufserlaubnis vor. Außerdem half er ehrenamtlich in der Praxis Pappenheim aus  und hospitierte.

Im Dezember 2016 mussten wir urplötzlich erfahren, dass unser Asylantrag bereits Anfang September 2016 abgelehnt wurde und der Rechtsanwalt beim Gericht in Ansbach in Berufung gegangen war. Diese Nachricht war wie ein Stoß ins kalte Wasser für die gesamte Familie. Im Sommer dieses Jahres (2018) fand auch der Gerichtsprozess in Ansbach statt, dieser war leider genauso wenig erfolgreich wie der gestellte Asylantrag. Wir wollten auf keinen Fall aufgeben, also wurde wiederum eine Berufung beantragt, die leider ebenfalls am 03.09.2018 abgelehnt wurde (in Kraft trat sie allerdings erst am 11.09.2018).

In diesem Jahr hat die älteste Tochter Jelyzaveta ihr Abitur mehr als erfolgreich bestanden. Mit einer Abiturnote von 1,2 besteht bei ihr die Möglichkeit, ihren Traum, Tierärztin zu werden zu verwirklichen. Im August bekam sie eine Zulassung für das Studium an der tierärztlichen Fakultät (Staatsexamen) in München. Unmittelbar danach wurde sie bei der Ludvig-Maximilians-Universität in München eingeschrieben. Von der Schulleiterin der Senefelder-Schule wurde sie außerdem für ein Stipendium bei der Studienstiftung des deutschen Volkes vorgeschlagen.Sie freut sich so sehr auf das so sehr gewünschte Studium.

Dieses Jahr wurde außerdem auch die jüngste Tochter Sofia eingeschult, während Polina mit der vierten Klasse angefangen hat. Beide Töchter haben endlich seit dem letzten Umzug wieder Freunde gefunden. Polina und auch Vater Oleksii spielen im Tischtennisverein und nehmen sehr gerne an den Turnieren und Wettbewerben teil[10]. Da Jelyzaveta eine sehr große Pferdeliebhaberin ist, hat sie in vielen Pferdehöfen ehrenamtlich bei der allgemeinen Stallarbeit aber auch bei der Ausbildung der jungen Pferde ausgeholfen. Während der Schulzeit hat sie öfters an Poetryslams und anderen Literaturwettbewerben teilgenommen, sowie auch Nachhilfestunden für ihre Klassenkameraden in Mathe gegeben.

Aufgrund des negativen Bescheides, der nur wenige Tage vor dem Studienanfang und wenige Wochen vor der Vollendung des vierten Jahres unseren Aufenthaltes in Deutschland wie aus heiterem Himmel eingetreten ist, stehen wir alle ratlos da und versuchen eine Lösung für Jelyzaveta und für die gesamte Familie zu finden…

1.       Aus verschiedenen persönlichen, moralischen und sogar psychischen Gründen ist eine Ausreise in die Ukraine vollkommen ausgeschlossen. Eine Option wäre die sehr zeitnahe Möglichkeit, eine Aufenthaltserlaubnis nach §25a für die älteste Tochter Jelyzaveta Matsarenko zu erteilen. Nach nahezu vierjährigem, ununterbrochenem Aufenthalt in Deutschland wären bereits Ende Oktober (es fehlen also nur noch wenigen Wochen) alle Voraussetzungen für die Aufenthaltserlaubnis erfüllt.

Außerdem würde die Ausreise bei Jelyzaveta unmittelbar zum Verlust des hart erkämpften Studienplatzes an der Universität führen, denn das Studium(mit der bundesweiten Zulassungsbeschränkung) kann für diese Fakultät nur im Wintersemester angefangen werden. Zusätzlich ist nicht zu vergessen, dass für die Beantragung eines Visums für Studienzwecke ein gesperrtes Konto mit über 8000 Euro vorgeschrieben ist, was in unserem Haushalt nicht von heute auf morgen aufgebracht werden kann.

Bei einer erzwungenen Ausreise würde auch der Traum der jungen Frau vollkommen zerstört, denn in der Ukraine sind alle Wege an eine Universität mit tiermedizinischer Fakultät gesperrt, da der in der Ukraine benötigte Schulabschluss mit den in der Ukraine vorgeschriebenen Fächern wie Ukrainische Sprache in Deutschland nicht erreicht werden konnte und auch in der Ukraine nicht mehr erreicht werden kann.

Folge einer erzwungenen Ausreise wäre für Jelyzaveta eine Eskalation ihrer ohnehin labilen und schwachen psychischen Verfassung - nach den bereits in der Ukraine erlebten Konflikten sowie dem sich ständig steigerndem Stress durch die negativen Entscheidungen, die sich nur durch die Freude auf einen Studienanfang zu verbessern schien[12].

 

Nicht nur Jelyzaveta wird durch die Ausreise einen starken seelischen Schaden erleiden, sondern auch ihre kleine Schwestern, die bereits fast seit vier Jahren in Deutschland leben und Bildungsinstitutionen besuchen.

Im Laufe der letzten Jahre fand die mittlere Tochter Polina viele Freunde in ihrer Umgebung in der Grundschule und auch in sportlichen Vereinen, die sie aufgrund der Ausreise verlieren muss.

Auch die Schwierigkeiten sich in der Ukraine wieder einzuleben sind vorauszusehen, da das Mädchen bereits in kürzester Zeit sich die deutsche Sprache gut und akzentlos angeeignet hat, so dass es ihr sehr schwer fällt in russischer Sprache einen korrekten Satz zu bilden. Dies würde außerdem zu starke Benachteiligung an einer ukrainischen Schule führen, vor allem weil in den meisten Schulen Ukrainisch als Unterrichtssprache verwendet wird. Auch die Wiederholung mehrerer Klassenstufen muss als Konsequenzen mit eingerechnet werden, was zu schweren Entwicklungsschäden und Stress führen wird.

 

Den größten Entwicklungsschaden erhält aber wohl die kleinste Tochter Sofia, die bereits bei der Flucht nach Deutschland einigen durch Stress verursachten Schaden ertragen hat. Nach der Einreise und Einzug in ein Flüchtlingslager hörte Sofia auf selber zu laufen und zu sprechen, was erst nach einem Jahr sich verbesserte. Die Trennung von den Eltern jeglicher Art (selbst bei einem banalen Toilettenbesuch) wurde sehr schlecht verkraftet und endete mit Trennen und Weinen, selbst nach drei Jahren sind die Folgen des Schadens deutlich zu spüren. Erst in Pappenheim fand Sofia Freunde, mit denen sie sich auch freuen und lachen kann. Diese wird sie leider durch die Ausreise zurücklassen müssen. Wann sie dann in der Ukraine neue Freunde findet ist fraglich, denn genauso wie bei Polina spricht Sofia fließend Deutsch und nur sehr stockend russisch. Auch das Ausmaß des erneuten psychischen Schadens für das Kind nach einer weiteren Ausreise lässt einen das Schlimmste befürchten.

 

Mehrere der oben genannten Gründe wurden bereits erlebt, als wir die Ukraine verlassen mussten. Allerdings waren die genannten Schäden begründet, da somit das Leben an sich gesichert werden konnte. Heute scheint dies aber umgekehrt zu sein, da die Gefahr ums Leben in der Ukraine immer noch aktuell ist. Und somit tragen die zusätzlichen Schäden zur Verschlechterung der Lebenssituation bei, die nur aufgrund der Starrheit der deutschen Gesetze und der politischen Position des Landes verursacht werden.

 

Zusätzlich wäre die Ausreise nicht nur für uns ein großer Nachteil, sondern auch die Region, in der wir im Moment wohnen, würde einen großen Schaden davontragen. Seit fünf Monaten ist die Mutter Tetiana als Assistenzärztin im Krankenhaus Treuchtlingen tätig. Das Krankenhaus wird leider im Dezember geschlossen, was dafür spricht, dass es unmöglich ist noch neue Mitarbeiter für das Krankenhaus, die bereit wären nur bis Dezember zu arbeiten, zu finden. Bereits jetzt besteht ein enormer Ärztemangel an diesem Krankenhaus, da viele Mitarbeiter nach neuen Arbeitsstellen suchen und das Krankenhaus verlassen. Doch die Patienten brauchen medizinische Unterstützung und das medizinische Personal und werden diese auch weiter bis Dezember brauchen. Somit ist das Krankenhaus auf jeden seinen Mitarbeiter und darunter auch Tetiana angewiesen und kann auf ihre Arbeit, die durch eine Ausreise unterbrochen werden muss, auf keinen Fall verzichten.

 2.       Im Laufe dieser fast vier Jahre haben wir auch einiges erreicht, was man auch behalten oder weiter aufrechterhalten möchte.

Jeder von uns hat seine Erfolge zu Ihrer Kenntnisnahme niedergeschrieben.

Die älteste Tochter Jelyzaveta ist ohne jegliche Kenntnisse in deutscher Sprache nach Deutschland gekommen. Im ersten Jahr wurde sie auch deswegen bei einer Hauptschule in die neunte Klasse aufgenommen, die sie nach einem halben Jahr mit einem erfolgreichen Qualifizierende Schulabschluss und einem Notendurchschnitt von 1,7 abgeschlossen hat.

Später gab es zwar einige Komplikationen bei der Suche einer weiteren Bildungseinrichtung um später den Traumberuf richtig nachgehen zu können, doch zum Glück wurde sie sehr warmherzig an der Senefelder-Schule im Gymnasium in die zehnte Klasse als Gastschülerin aufgenommen, wo sie ihren Schulalltag sehr genossen hat und ihre Fähigkeiten sowie die Sprachkenntnisse fördern konnte.

Nach den erfolgreich bestandenen Prüfungen am Schuljahresende wurde sie auch offiziell an der Schule in die Oberstufe eingeschrieben. Mit einem hervorragend bestandenen Abitur mit einem Notendurchschnitt von 1,2 endete ihr Schulweg dieses Jahr und es erfolgte eine weitere Bewerbung um einen Studienplatz für Tiermedizin, mit bundesweiter Zulassungsbeschränkung.

Mitte August kam die Zulassung für einen Studienplatz an der Universität in München und unmittelbar danach hat sie sich erfolgreich bei der Ludwig-Maximilians-Universität in München eingeschrieben. Die Freude auf den Studienplatz verbesserte auch den seit langem sehr schlechten psychischen Zustand der jungen Frau, sodass sogar ihr Psychotherapeut mit der Einweisung dieser in eine Klinik für die Behandlung der psychosomatischen Störungen nun abwarten wollte.

Auch die Schulbetreuung war von dem Mädchen sehr begeistert und fand sie geeignet um sie ins Ferienseminar für vielseitig begabte und interessierte Gymnasiasten zu schicken und nach dem Abitur bei der Studienstiftung des deutschen Volkes vorzuschlagen. Jelyzaveta befindet sich bereits in der Bewerbungsphase, dessen Ergebnisse werden erst in der Zeitspanne zwischen Oktober 2018 und März 2019 bekannt gegeben.

Nicht zu vergessen sind auch ihre außerschulische Leistungen und soziales Engagement. Jelyzaveta ist eine ausgesprochen große Tier- und vor allem Pferdeliebhaberin. Bereits am ersten Tag nach der Ankunft in Leutershausen hat sie einen Pferdehof der Familie Paulis aufgesucht und bei ihnen immer bereitwillig und mit großer Freude bei der alltäglichen Pferdepflege ausgeholfen. Dann nach dem Umzug nach Pappenheim half sie in mehreren Pferdeeinrichtungen ehrenamtlich aus. Im Sommer 2017 erfolgte auch ein Praktikum bei der Tierarztpraxis Dr. med. vet. Carolin Herzmoneit in Wettelsheim um ihren Traumberuf aus der Nähe kennen zu lernen.

In der schulfreien Zeit ging sie ihrer weiteren Passion nach – dem Ballett. Sie tanzt im Tanzraum Weißenburg in der Balletttruppe und nimmt stets bereitwillig an den Aufführungen teil. Das Schreiben ist zwar nicht immer fehlerfrei bei Jelyzaveta, doch dies hat sie nie davon abgehalten auch bei literarischen Wettbewerben und Poetryslams mitzumachen und den einen oder anderen Text oder ein Gedicht zu verfassen.

Zusätzlich kann Jelyzaveta nie jemanden die Hilfe vor allem beim Lernen ablehnen. So gab sie sehr gerne Nachhilfeunterricht im Fach Mathematik an ihre Klassenkameraden, die sie darum baten. Ihren Klassenkameraden lag sie sehr am Herzen.

Die kleineren Schwestern haben auch einiges vorzuweisen.

So lernte Polina in drei Jahren so gut die deutsche Sprache, das ihre ehemalige Grundschullehrerin Frau Strassburg von ihrer akzentfreien Aussprache immer begeistert war.  Die schulischen Leistungen des Mädchens sind auch makellos, vor allem die Note im Fach Mathe ist stets sehr gut. In der Grundschule nimmt Polina immer an allen Malwettbewerben und Projekten teil. Außerhalb der Schule spielt sie in einem Tischtennisverein, mit welchen sie auch regelmäßig an Tischtennisturnieren teilnimmt.

Was ihren weiteren Schulweg nach der vierten Klasse betrifft, so will Polina auf jeden Fall in die Fußstapfen der großen Schwester treten und am Gymnasium ihr Abitur machen.

 

Sofia dagegen hat sich bereits so sehr in die deutsche Gesellschaft eingelebt, dass sie sich auf einem akzentfreien Deutsch mit bayerischem Dialekt besser verständigen kann als in ihrer ursprünglichen Muttersprache. Im Kindergarten in Pappenheim hat Sofia auch ihren Platz in der Kindergesellschaft gefunden. Dort hat sie viele Freunde gefunden, mit welchen sie dieses Jahr auch eingeschult wurde. Im Kindergarten nahm Sofia bei alle Kindergartenaktionen und Konzerten teil.

Bereits seit einigen Monaten hat Sofia angefangen sich auf die erste Klasse und den Schulanfang zu freien. Nun geht sie jeden Tag mit einer enormen Begeisterung und Feuer in den Augen zur Schule.

 

Während die Kinder den Schulweg meistern, haben auch die Eltern sich für ihre Zukunft viel Mühe gegeben.

So haben beide erfolgreich die Sprachprüfung Niveau B2 bestanden. Vor allem aus zeitlichen Gründen hat zwar nur Mutter Tetiana ihre Berufserlaubnis bereits vor zwei Jahren bekommen, aber der Vater Oleksii bemüht sich im Moment auch sehr eine Berufserlaubnis zu bekommen, für die er aber leider seit der Änderung der Vorschriften auch einen Deutschkurs Niveau C1 machen muss. Der Deutschkurs fängt am 19.09.2018 an.

Seit einigen Monaten hat die Mutter auch ihren Arbeitsvertrag erhalten und ist seit vier Monaten in einem Krankenhaus in Treuchtlingen tätig, das im Moment an einem sehr starken Ärztemangel leidet. Somit kann sie also den Lebensunterhalt ihrer Familie sichern. Die Ausreise würde also auch für die Bevölkerung in Treuchtlingen sowie für das Krankenhaus das Leben sehr erschweren. Selbst der Bürgermeister Herr Baum und der Landrat Herr Wägemann in Weißenburg sind ratlos.

Bevor Tetiana ihren Arbeitsplatz in Treuchtlingen fand, machten sie und auch ihr Ehegatte Oleksii die Ehrenamtliche Aushilfe in der Praxis in Pappenheim, die eine neue Ärztin übernahm und Hospitationen an anderen Krankenhäusern im Landkreis. Leider aufgrund der vor kurzem veränderten Vorschriften für die Erteilung einer Berufserlaubnis war Oleksii nicht im Stande seine Berufserlaubnis früher zu erhalten. Auch die Tatsache, dass die Ausländerbehörden keine Weiterbildung mit der Erleichterung der Erhaltung einer Berufserlaubnis genehmigten, brachte immer mehr Schwierigkeiten auf dem Weg von Oleksii, weswegen er leider immer noch keine Berufserlaubnis hat, sich aber die größte Mühe gibt bald eine erhalten zu können. Am 19. September fängt er mit dem Deutschkurs Niveau C1 an, und nach der Vollendung dessen steht ihm eine Fachsprachprüfung bevor. Sobald Vater Olekseij die Berufserlaubnis hat, ist ihm eine Arbeitsstelle im Altenheim in Pappenheim in Aussicht gestellt.

Da die Mutter ihrem Beruf vollkommen nachgehen möchte, hat sie bereits eine Approbation beantragt und auch alle benötigten Unterlagen weitergeleitet.

 

3.       Unsere Familie möchte auf keinen Fall der deutschen Gesellschaft zur Last fallen oder jemandem Geld aus der Tasche holen.

Seitdem Tetiana arbeitstätig ist, zahlen wir alle Pflichtsteuern und sichern unseren Lebensunterhalt selber und nicht mehr aus öffentlichen Leistungen.

Auch bei der Krankenkasse AOK Bayern sind wir alle versichert und zahlen regelmäßig alle Gebühren.

Seit fast vier Jahren führen wir ein friedliches Leben, es gab keine Vorstrafen, wir haben unsere Identität nie geheim gehalten oder verfälscht durch Falschangaben.

Direkt nach der Landung des Flugzeugs in Deutschland haben wir uns auch als Asylbewerber an der Grenze zu erkennen gegeben, ohne den Einreisezweck vorzutäuschen.

 

 



Heute: Birgit verlässt sich auf Sie

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