Schulische Bildung von ihren schädlichen "Aus-Lese-Mustern" befreien

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Aus einer aktuellen Studie geht hervor:
Europas Jugend hält nicht viel von Demokratie
Jeder fünfte junge Europäer will raus aus der EU, zeigt eine aktuelle Studie.
Für viele ist sie eher Wirtschaftsraum denn Wertegemeinschaft – und die Demokratie nicht unbedingt die beste Staatsform. [04.05.2017, von JOHANNA DÜRRHOLZ]

Jugend hält nicht viel von Demokratie, weil wir sie innerhalb der schulischen Bildung vom politischen System entfremden

Mit der Entfaltung des Internets, werden sich die möglichen Sozialisations-bedingungen und die Erwartungen der Jugendlichen zukünftig völlig verändert.

Auch wenn viele Erwartungen, welche unter den alten "top-down" Strukturen als unrealistisch​ erschienen, heute durchaus zeitgemäß und machbar wären, verharren zu viele staatliche Institutionen (Schulen), Medien, NGO's, und politische Entscheidungsträger, entsprechen ihres "historisch" gewachenen Sozialisations-horizontes, in ihren alten Mustern.

Unseren Jugendlichen sollte die Chance eingeräumt werden, sich politischen Herausforderung stellen zu können; um sich gemeinsam, entlang von aktuellen Interessen der eigenen Alterskohorte(n), ihre Identität als Generation zu bilden.

„Wenn der Mensch von den Umständen gebildet wird,
dann muss man die Umstände menschlicher bilden“
Marx

Welche Rolle könnten "Fake News, Filter Bubbles und Hate Speech" noch spielen, wenn Jugendliche sozusagen ihr eigenes "5.0 Medium" bildeten und sich so selbst mit dem politischen System verbinden können.

"Es ist ein vernünftiger Schluß, daß eine mathematische Kultur, welche die räumlichen, visuellen, kinästhetischen und nichtverbalen Aspekte unseres Denkens ausdrücklich herunterspielt, sich damit den Weg verbaut, die Möglichkeiten des Gehirns voll auszuschöpfen." [Philip Davis, Reuben Hersh; Erfahrung Mathematik, Stuttgart 1986]

Durch den formalen Zwang, welchen wir mittels "unsere Schulen" auf Jugendliche ausüben, bevorzugt nur eine Gehirnhälfte zu schulen, werden durch die Unterforderung der anderen Gehirnhälfte, bleibende "Defizite" erzeugt.

Richard David Precht und Prof. Dr. Gerald Hüther;
Macht Lernen dumm?
https://www.youtube.com/watch?v=ZcvY_TsCVig

PSI-21
(Politik Schule Internet im Agenda21-Prozess) macht "Demokratie" zu einer "begreifbaren", (auto-)didaktischen Handlungs- und Bildungserfahrung für Jugendliche.
Der Schlüssel für vertrauensbildende und effiziente Innovations- und Transformationsprozesse liegt wohl in einer strukturellen Erweiterung der Kultur prägenden Formen schulischer Bildung, welche, über die "fremd bestimmten Verpflichtungen" hinaus, stärker zu einer selbst-verpflichtenden (und selbstbestimmteren) Verantwortungsübernahme bei Jugendlichen führen würde.
Die bisherigen schulischen Lernformen, welche auf offenen und versteckten Curricula basieren, sollen durch ein freies und gleichwertiges, "decurrikulares Lernsetting" ergänzt werden, welches selbst-wirksame Lernerfahrungen für Jugendliche auf politischer, wie (zivil-)gesellschaftlicher Ebene ermöglicht.

Mittels PSI-21 (Politik Schule Internet im Agenda21-Prozess) als demokratischen Initiationsritus, würde Bildung zu einem nachhaltigen, weil kultur-evolutionären, Lern- und Erkenntnisprozess von Jugendlichen und somit der Gesellschaft.

Das PSI-21-Prozedere
Gestaffelt nach Altersstufen der Schüler, stehen ihnen Politiker auf
den verschiedenen politischen Verantwortungsebenen gegenüber:
• den jüngsten (12-14-jährigen) Schülern Politiker auf kommunaler Ebene,
• den älteren (15-16-jährigen) Schülern Politiker auf Landesebene und
• den ältesten Schülern Politiker auf Bundesebene, oder perspektivisch
• sogar auf europäischer Ebene.

Projektablauf:
1. Die Schüler eines Jahrgangs wählen ihr „Haupt-Themengebiet“ aus, welches
z. B. einem Ressort der jeweiligen politischen Ebene entsprechen würde.

2. Das durch Mehrheitsentscheid festgelegte Thema wird den Fraktionen der
entsprechenden politischen Ebene mitgeteilt. Jede Fraktion stellt zwischen fünf
und zehn Fragen aus diesem „Haupt-Themengebiet“ die Schüler.

3. In jeder Klasse (bzw. Kurs) formieren sich Arbeitsgruppen entsprechend der Anzahl der vertretenen Fraktionen. Jede Gruppe hat nun die Aufgabe die vorliegenden Fragen der Fraktionen für die jeweils anderen Gruppen im Rahmen einer Präsentation verständlich zu machen.
Es sollen Begriffe erläutert werden und Hintergrund-Information zum besseren
Verständnis der komplexen Zusammenhänge geliefert werden.

4. Nun kann jeder Schüler eine „Schülerfrage“ stellen, welche im Internet veröffentlicht wird und von den beteiligten Mitschülern bewertet werden kann.
Gesucht werden die „Top Ten“ der Schülerfragen.

5. Zuletzt hat jeder Schüler die Möglichkeit, sich anonym einzuloggen, sich die Partei auszuwählen, welcher er sein Feedback geben möchte, sowie die „Schüler-Top Ten“ Fragen zu beantworten.

6. Die Auswertung der Feedbacks an die Fraktionen wird im Internet veröffentlicht.

7. Die Auswertungen der Feedbacks, auf die Schülerfragen, werden zu Anträgen
formuliert und den jeweiligen Gremien zur Entscheidung vorgelegt.
(Beispielhaft ist hier die SPD-Fraktion der BVV Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf,
welche dem Jugendparlament C-W volles Antragsrecht eingeräumt hat.)

Um die Gesellschaft zukunftsfähig zu machen, sollten wir lernen die Pubertät des Menschen als eine biologisch vorbestimmte Entwicklungsphase zu betrachten und diese kulturell zu respektieren.

Das biologische Konzept (der Pubertät) legt es Jugendlichen nahe, ihre Bewusstseinsbildung überwiegend durch eigenes Handeln statt unter Fremdbestimmtheit zu vollziehen. Im Kern des Konzeptes steht ein demokratischer Initiationsritus im Rahmen der schulischen Bildung.
Dieser sollte als eine gesetzlich verpflichtende Beteiligungsstruktur eingeführt werden, um Jugendlichen eine ihrer Entwicklungsphase förderliche, politische Gestaltungsrolle und Mitverantwortung einzuräumen.
Dabei soll konkretes, lösungsorientiertes und kooperatives Denken und Handeln mit der Erfahrung über die eigene Selbstwirksamkeit, auf den politischen Verantwortungsebenen, in Beziehung gesetzt werden.
Die Voraussetzungen, um uns kulturell von den einseitigen "Selbstbildern" einer "Risikogesellschaft" lösen zu können und in ein kollektives Bewusstsein einer "Resilienzgesellschaft" zu wechseln, liegen vor allem in den Sozialisations-erfahrungen, welch wir unseren Jugendlichen in der Schule, bezogen auf die politischen Ebenen, einräumen (oder nicht). 



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