Zahnmedizin- / Medizinstudenten werden durch neue Vergabesysteme benachteiligt.

0 haben unterschrieben. Nächstes Ziel: 100.


Seid 6 Jahren - 12 Semestern - warte ich nun auf einen Studienplatz in der Zahnmedzin. Ich habe jedoch nicht einfach nur gewartet. NEIN ! während der wartesemster habe ich eine fachbezogene Ausbildung zur Zahntechnikerin gemacht und arbeite bereits seid über 3 Jahren als solche.  

Nun war es wieder soweit. Meine letzte Chance und Hoffnung vor dem neuen Vergabeverfahren einen Studienplatz zu erhalten.  

Aber da der diesjährige Abijahrgang  bereits wieder ein Doppeljahrgang war, gab es natürlich einen großen Ansturm auf alle unis. Somit wurde die Grenze der zuletzt akzeptierten Studenten von ursprünglich 12 wartesemster auf 13 erhöht. 

Mein Pech.  Das ist aber nicht das schlimme. Bisher wusste man, dass man nach frühstens 12 maximal 15 wartesemster einen Studienplatz erhält. 

Aber nun. Das Ministerium hat beschlossen für 2020 neue "faire" regeln aufzustellen . Diese faire regeln führen dazu, dass uns keiner sagen kann, ob wir überhaupt jemals einen Studienplatz erhalten.  Dies führt dazu, dass wir 6 Jahre unseres Lebens umsonst gewartet und gehofft haben. Dies führt dazu, dass wir unsere Zukunft nicht planen können und unseren TraumJob möglicherweise hinter uns lassen müssen. 

Das Ministerium findet es nämlich fairer, dass die bisherige WartezeitQuote von 20% abgeschafft wird.  Statt dessen soll eine eignungsquote angeschafft werden. Bis hier hin alles gut. Aber diese Quote umfasst nur noch 10% der Bewerber.  Nur noch 10% werden danach ausgewählt.  

Von 20 auf 30% ist jedoch der Anteil der Abiturbesten Quote gestiegen. Jedoch soll nach der Neuregelung vermehrt auf die Talente und eignungen der Bewerber geachtet werden. Die abiturnote soll keinen hauptbestandtei ausmachen. In meinen Augen macht es dann absolut keinen Sinn die eignungsquote auf 10% abzu senken und die AbiturbestenQuote auf 30 % zu erhöhen

Zitat:' Mit der Neuordnung der"Regelungen fur das Zentrale Vergabeverfahren tragen die Länder der
Fo.rderung des Bundesverfassungsgerichts nach einer chancenoffenen eignungsorientierten
Studienplatzvergabe Rechnung. Unterstützt wird dies durch die Einbindung in das Dialogorientierte Serviceverfahren. Das neue Zulassungssystem knüpft an das vom Bundesverfassungsgericht bestätigte und auch bisher geltende Ziel, die Chancenoffenheit durch Quoten- und Kriterienvielfalt zu erreichen, an. Es ist als Gesamtsystem zu betrachten, das Studieninteressierten
ausgewogen Chancen eröffnet mit der Möglichkeit, sich über unterschiedliche Quoten und Kriterien insgesamt als geeignet fur den angestrebten Studiengang zu empfehlen. Neue einheitliche
Verfahrensgrundsätze stellen im dezentral mehrgleisigen System hinreichende Verfahrenstransparenz sicher.'
Aus Entwurf eines Staatsvertrages über die Hochschulzulassung
Zuleitung nach Maßgabe der Parlamentsinformationsvereinbarung
Vom Ministerium für
Kultur und Wissenschaft
des landes Nordrhein-Westfalen
Die Ministerin
Vom 15 Januar 2019


Viele Menschen die nun ihr Leben lang gewartet haben, stehen vor einer wichtigen frage: was passiert nun. Doch weder die universitäten noch die zentrale studienvergabe hochschulstart kann einem sagen, was passieren  wird Oder welche Faktoren in der eignungsquote beachtet werden. Doch eins konnten uns alle sagen: dieses Verfahren ist zum Nachteil aller Bewerber die schon länger warten. Es verletzt uns in unserem recht auf einen freien Studienplatz, dem Artikel 12 (I) des Grundgesetzes, in dem festgelegt ist, dass jeder Deutsche das Recht besitzt, seine Ausbildungsstätte frei zu wählen.

Dieses neue Gesetz hat nichts mit Fairness zu tun. Wir möchten, dass es überarbeitet wird oder abgeschafft wird. Die Langzeit wartenden sollen entsprechend belohnt und gestärkt werden für das lange warten und das ggf  vorbereiten auf das Studium.  

 

ZUSATZ : 

*Die Stichpunkte stammen aus*
https://www.vorsemester-medizin.de/neue-nc-regelung-medizinstudium/#Was_ist_das_Argument_der_Klaeger

  • "Das Bundesverfassungsgericht hat entschieden, dass die langen Wartezeiten nun zukünftig eine Obergrenze haben müssen."
    *--> das wäre super. Aber warum abschaffen und somit tausenden Bewerbern die bereits seid Jahren warten , jegliche Hoffnung nehmen.*
  • "Zudem wurden die bisher üblichen Ortspräferenzen bei dem Vergabeverfahren der Stiftung für Hochschulzulassung als verfassungswidrig erklärt. Bisher durften Bewerber maximal 6 Hochschulorte angeben. Einige Universitäten sortierten als Vorkriterium schon alle aus, die ihre Hochschule nicht als 1. Ortpräferenz nannten. Diese Ortswahl darf nun künftig nur noch ein Kriterium sein, wenn es an der Universität ein eigenes Auswahlgespräch gibt."
    *--> auch akzeptabel. Jedoch sollten studierende bzw Bewerber einen Ortsantrag stellen dürfen, falls sie verheiratet sind, Kinder haben oder pflegebedürftige Angehörige.*
  • "Die Universitäten sind zudem dazu aufgefordert, bei der Auswahl nach einem standardisierten und transparenten System vorzugehen. Dabei darf die Abiturnote nicht ausschließlich ausschlaggebend sein."
    *--> doch genau dies passiert.*
  • "Allerdings wird die Abiturnote bis heute als zuverlässiger Indikator dafür gesehen, wie erfolgreich jemand das Medizinstudium abschließt.
    Kriterien, die die Eignung zum Arzt berücksichtigen, müssen in das Hochschulverfahren mit aufgenommen werden. Dazu gehören soziale und kommunikative Fertigkeiten, schnelle Auffassungsgabe und emphatische Kompetenzen.
    Außerdem soll die Vergleichbarkeit der Abiturnoten aus verschiedenen Bundesländern erreicht werden.
    Ab 2020 soll eine Quote entstehen, für Abiturienten die sich verpflichten später auf dem Land zu arbeiten, da momentan eine Unterversorgung der ländlichen Regionen herrscht."

 

Durch diese petetion möchten wir erreichen,  das Menschen die 6 Jahre oder länger auf einen Studienplatz warten, nicht bestraft werden. Dass ihre Hoffnungen nicht zerstört werden und das sie das Recht erhalten endlich einen Studienplatz in der Medizin / zahnmedizin zu erhalten. 

 

Wir hoffen auf Unterstützung und vorallem dass wir etwas bewirken können, denn Leider ist die theorie nicht immer in der Praxis auch ausführbar. In der Praxis stehen nämlich hinter den einfachen Bewerbern Menschen mit Zielen, Träumen und Familien, die alle Energie und zeit auf dieses Studium fokussiert haben und hoffentlich nicht umsonst verschwendet haben.