Abiturprüfungen sollen aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie ausfallen

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Die jetzige Situation ist für alle schwer. Schüler der Abschlussklassen sind nun seit ca. 5 Wochen Zuhause und bereiten sich allein auf ihre Abiturprüfungen vor. Doch die selbst gesetzten Lernpläne müssen immer wieder verworfen werden. Mal heißt es, die Schule ginge bald wieder los und das Abitur würde verschoben... Dann heißt es, die Schule bliebe weiterhin geschlossen. Die Situation ist ernst und wird viele um ihre gute Note im Abitur bringen, weshalb Sie nun unterschreiben müssen! Die Lösung für das Problem ist hier der Entfall der Abiturprüfungen. Die Gründe hierfür sind vielfältig:

1. Die Schülerinnen und Schüler stehen unter psychischem Druck; es geht hierbei ganz klar um den Abschluss, der entscheidend für die weitere Laufbahn ist. Manche entscheiden sich für ihren Traum-Studiengang, der mit einem Numerus Clausus einhergeht. Andere hingegen leiden bereits ohne die jetztige Situation unter Prüfungsangst, das lange Warten und das immer wieder umgeworfene Konzept der Regierung verunsichert jeden.

2. Das Umfeld;  Trotz aller Motivation oder auch Druck fehlt den meisten zuhause das richtige Umfeld, um dauerhaft konzentriert und mit Motivation zu lernen. Auch der Tagesablauf und die Vorstellung von Zeit wurden seit der Schließung der Schulen vollkommen durcheinandergebracht. Dies beeinträchtigt das effektive Lernen ungemein und daraus ergibt sich ein Nachteil, der weitestgehend nur für diejenigen Klassen gilt, die in den "Coronaferien" für ihre Zukunft arbeiten und lernen.

3. Lernpläne; Seit der Schulschließung kommt es vor allem auf die Selbstorganisation an. Die Schülerinnen und Schüler müssen sich selbst ein Konzept erarbeiten, das ihnen zum Erfolg hilft, da nicht alle Schulen bzw. Lehrer über das technische Know-how verfügen. Oftmals werden nur einige wenige Übungsaufgaben in eine E-Mail gepackt und abgeschickt. "Was die Schüler damit anfangen ist deren Sache". Man kann gerade über das Internet schlecht kontrollieren ,wer wie viel arbeitet, was vermutlich der Hauptgrund für diese Einstellung ist. Dementsprechend muss jeder Schüler sich mühsam und kurzfristig einen eigenen Lernplan zurechtlegen, mit dem durch die dauernd wechselnde Situation Pingpong gespielt wird. Gerade zuletzt heißt es, die Schule bleibt noch länger geschlossen, doch was nun? Länger lernen? Mehr Übungen? Die Schüler sind hilflos überfordert und verunsichert.

4. Die Wiederholung, die es vor 2020 in jedem Jahrgang gab, fällt aus; Die Schulen schlossen spät, weshalb die meisten Schulen mit dem eigentlichen Stoff, der für die Abiturprüfungen relevant ist, bereits fertig waren. Jedoch galt ab hier: Wiederholung, das Klären von Fragen und die allgemeine Vorbereitung auf die Prüfungssituation. Diese entfällt dem Jahrgang 2020 im Gegensatz zu den Jahrgängen davor komplett. Auch hier entsteht also gerade eine riesiger Nachteil für die Abschlussklassen!

5. Die Themen, die in den Abiturprüfungen abgefragt werden, wurden bereits abgefragt; Nämlich in Form von Klausuren, die über die mehr als 3 Halbjahre geschrieben wurden. In diesen werden die Themen, die man bis dahin für das Abitur gelernt hat, abgefragt und somit bestehen bereits Noten, die verwendet werden können. So sollte man als Lösung lieber einen Durchschnitt aus den letzten drei Halbjahren als Abiturnote festlegen, als die Schüler dazu zu bringen, ihre bisher mühsam aufgebauten Noten und ihre Anstrengungen zunichte zu machen, weil sie aufgrund der oben genannten Argumente ihre Prüfungen womöglich schlechter abschließen werden, als ohne die Pandemie.

6. Die allgemeine Gefährdung der Gesundheit; Im Moment gibt es auch immer öfter bestätigte Fälle von jungen Menschen ohne Vorerkrankungen, die das Covid-Virus schwer getroffen hat. Mit der Öffnung der Schulen ab dem 4. Mai bildet sich erneut ein hohes Risiko zu erkranken und die Schulschließungen wären vollkommen umsonst gewesen! Die Schülerinnen und Schüler hätten dadurch nur unnötig an Zeit verloren und bleiben dennoch im Nachteil. Die restliche Zeit bis zu den Prüfungen reicht nicht aus, um wieder aufzuholen und eine große Lücke entsteht. Zudem können sie selbst im Krankenhaus landen! Nicht zuletzt sind Schülerinnen und Schüler Zuhause geblieben, um ihre Familie zu schützen und die Kurve abflachen zu lassen. Nun sollen Abschlussklassen gestresst und verunsichert wieder zur Schule, was so kurz vor dem Ende ihrer Schulzeit keinerlei Nutzen mehr hat und eventuell das Virus mit zu ihren Familien verschleppen?

Es gelten besondere Bedingungen und dementsprechend sollten auch besondere Maßnahmen getroffen werden und hierbei reicht die Versetzung der Termine der Prüfungen einfach nicht aus!! Die Nachteile sind hiermit nicht auszugleichen, weshalb die Unterstützung notwendig ist, dem Kultusministerium die Augen zu öffnen!