Aktion "FAIR-rentet" Ermäßigungen in Nürnberg

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Das kulturelle Angebot der Stadt Nürnberg ist sehr vielfältig, abwechslungsreich und bietet ansprechende Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung, zum Erwerb von unterschiedlichsten Kompetenzen und zur Weiterbildung genauso wie zum In-Kontakt-Kommen.

Die Stadt Nürnberg gewährt Ermäßigungen bei Veranstaltungen ausschließlich für Nürnberg-Pass-Inhaber/innen oder „…für Schüler/innen, Studierende, Inhaber/innen der Bayerischen Ehrenamtskarte und Bundesfreiwilligendienst…“ (Quelle: Stadt Nürnberg).

Menschen mit geringem Einkommen (z.B. Renten, sämtliche Einkommensersatz- und Transfer-Leistungen, etc.) bleiben davon ausgeschlossen, wenn sie weder der angegebenen Zielgruppe angehören, noch einen Nürnberg-Pass erhalten - beispielsweise, weil sie die Einkommenshöchstgrenzen um nur wenige Euro überschreiten.

Dies triff besonders hart zu auf (schwer-)behinderte Erwerbsunfähigkeits-Rentner/innen. Zuerst müssen die Lebenshaltungs- und Gesundheitskosten abgedeckt werden. Oft bleibt nur wenig bis gar kein finanzieller Spielraum für soziale und kulturelle Teilhabe, geschweige denn zur Entrichtung des vollen Eintrittspreises. Es entsteht ein Ungleichgewicht, welches diese Personen gegenüber den regulären Ermäßigungsempfängern stark benachteiligt. Oft bleibt oben angesprochenen Rentner/innen sogar weniger verfügbares Einkommen, als z.B. Studierenden oder ehrenamtlich Tätigen.

Salopp gesagt - gemäß dem Motto: „… zu wenig zum Leben - zu viel zum Sterben“.

Dieses Ermäßigungskonzept bildet nicht die Lebenswirklichkeit ab und widerspricht dem Leitbild der Stadt Nürnberg, in dem es u. a. heißt:

• Wir berücksichtigen die unterschiedlichen Lebensverhältnisse […] fördern die Gleichberechtigung.
• Wir setzen uns ein für die Integration aller in Nürnberg lebenden Menschen und ermöglichen ihre Mitwirkung am öffentlichen Leben.
• Unsere Arbeit dient der Sicherung der Lebensqualität und der Daseinsvorsorge.
• Wir […] schützen die sozial oder wirtschaftlich Schwachen.

Noch spezifischer ausgeführt stehen diese Ziele auch im Leitbild des Amtes für Kultur u. Freizeit (KUF):

• Bevölkerungskreisen, die beim Zugang zu kulturellen Angeboten besonders zu unterstützen sind, gilt unsere Aufmerksamkeit.
• Wir wollen die Teilhabe möglichst aller Bevölkerungsgruppen an allen kulturellen Angeboten ermöglichen. Zu unserem kulturellen Auftrag gehört es, auf gesellschaftliche Entwicklungen einzugehen, […] und damit den gesellschaftlichen Wandel zu gestalten.

Im Sinne eines fairen sozialen Ausgleichs sollten die Voraussetzungen für Ermäßigungen für sämtliche städtischen Einrichtungen (einschließlich Museen, KUF und Bildungscampus) neu bewertet und zumindest auf Rentner/innen mit (Schwer-)Behinderung ausgedehnt werden.

Wir fordern die Stadt Nürnberg auf, gemäß ihres Leitbildes zu handeln, in dem es auch heißt:
• Wir orientieren die städtischen Angebote am Bedarf der Bürgerinnen und Bürger.
• Im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten erschließen wir Handlungsspielräume im Interesse der Menschen.

Bitte unterstützen Sie die Aktion  "FAIR-rentet" Ermäßigungen in Nürnberg durch folgende Möglichkeiten:

• Unterschreiben Sie unsere Petition hier auf Change.org:  http://chng.it/rzJ4XLtN
• Besuchen Sie uns im Internet:   www.FAIRrentet.wordpress.com
Dort finden Sie auch weiterführende Informationen.
-> Laden Sie sich dort das vorbereitete Anschreiben herunter. Versenden Sie es oder mailen Sie es direkt an:  kulturreferat@stadt.nuernberg.de

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!