Kultur am Mittag - Inklusive Teilhabe!

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Barrierefreies Programmangebot durch Vor- und Nachmittagsvorstellungen
 
Menschen mit Behinderungen sind bei der Teilhabe am kulturellen Leben deutlich benachteiligt. Viele Veranstaltungen finden traditionell am Abend statt. Für Menschen mit Beeinträchtigungen ist der Besuch dann aber oft nicht möglich (wegen gesundheitlicher Probleme, fehlendem Begleitpersonal etc.). Zwar gibt es manchmal auch Veranstaltungen am Vor- oder am frühen Nachmittag, diese sind in der Regel, aber leider immer noch viel zu wenig.

Der Förderverein House of Life e.V. will das mit seinem von "Aktion Mensch" geförderten Projekt Kultur am Mittag - Inklusive Teilhabe! ändern. Wir möchten vor allem die Veranstalter von Theater-, Opernaufführungen und von Konzerten in Berlin dazu bewegen, neben den üblichen Abendterminen auch regelmäßig Veranstaltungen am Vor- oder am Nachmittag anzubieten. Unsere grundlegende Idee ist dabei, Kulturinteressierten aller Altersgruppen - mit Fokus auf Menschen mit Beeinträchtigungen - die Möglichkeit zu geben, am kulturellen Leben teilzunehmen. Gerade für Menschen, die sich ohnehin abgehängt und ausgeschlossen fühlen, ist das existentiell. Ihre Partizipationsmöglichkeiten wollen wir stärken.

Wir berufen uns dabei auf die UN-Behindertenrechtskonvention, welche das Recht von Menschen mit Behinderungen festschreibt, gleichberechtigt mit anderen am kulturellen Leben teilzuhaben.

Wir fühlen uns unterstützt von der Berliner Senatsverwaltung für Kultur, die sich der UN-Konvention ausdrücklich verpflichtet fühlt. Sie gibt aber auch zu bedenken, dies könne nur gelingen, wenn "die maßgeblichen Akteure in den weitgehend verselbständigten und daher eigenverantwortlich agierenden Einrichtungen entsprechend sensibilisiert sind".

Unsere Aufgabe sehen wir unter anderem in dieser Sensibilisierung. Wir wollen mit der Kampagne ein Netzwerk erstellen und ein breites Bündnis für Kultur am Mittag - inklusive Teilhabe! schaffen. Neben dem direkten Kontakt mit Kulturveranstaltern und Organisationen aus Berlin, die Menschen mit Beeinträchtigungen vertreten, wollen wir bundesweit Gehör finden. Mitstreiter*innen sind herzlich eingeladen, sich einzubringen. 
 
Das House of Life wurde im Januar 2006 in Berlin von der FSE Gruppe als Pflege- heim für Menschen von 25 bis 55 Jahren mit schweren Erkrankungen und Behinderungen eröffnet. Es ist ein offenes Haus. Ausstellungen und Konzerte stellen eine Schnittstelle zwischen der „Innenwelt“ der Einrichtung und der Welt „draußen“ dar; sie machen das Haus zu einem ganz besonderen Ort der Begegnung. So werden zum Beispiel zahlreiche Freizeitaktivitäten angeboten. Dafür engagiert sich auch der gemeinnützige Verein House of Life e.V.

Der Förderverein House of Life e.V. ergänzt Pflege und Betreuung durch zusätzliche Angebote. Hierzu gehören das hauseigene Café Bohne und die Betreuung eines Computeraums. Durch individuelle Begleitung wird den Bewohner*innen die Teilnahme am kulturellen Leben erleichtert. Die sogenannten Zeitschenker*innen und der Vorstand arbeiten ehrenamtlich. 

Unterzeichner dieser Petition unterstützen uns bei unserem Vorhaben und geben uns sowie vor allem den Menschen mit Behinderung eine noch lautere Stimme. Bitte teilen Sie die Petition mit Ihren Freunden, Bekannten und Ihrer Familie. 

 Kontakt: 

Marie Hoepfner und Antje Lange.                                                        Tel: 030 / 30 64 55 94 (AB); Mail: house-of-life@gmx.de