Wiedereröffnung der Gastronomie

Wiedereröffnung der Gastronomie

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Jens Schmidt hat diese Petition an Kreis und Stadt Bad Kreuznach und gestartet.

An die Politik in Stadt, Land und Kreis

Als Gastronom eines kleinen Lokals in Bad Münster am Stein wende ich mich an unsere Vertreter und Vertreterinnen in den örtlichen und überörtlichen Gremien, weil ich einfach nicht mehr weiter weiß:

Seit 3. November steht die Gastronomie an der Nahe mehr der weniger still. Die Restaurants in Bad Kreuznach liefern Essen „To-go“ aus, allerdings steht mir als Inhaber einer vorrangig auf persönliche Kontakte ausgerichteten Erlebnisgastronomie diese Option nicht offen. Die Räume des „Papperla-Pub“ sind als Raucherlokal angelegt, was eine Nutzung von Küche mit Speisenzubereitung nicht erlaubt.

Über einen Imbissstand konnte ich eine gewisse Zeit Essen anbieten, mit hohem finanziellem und personellem Aufwand. Durch das Ausschankverbot von alkoholischen Getränken sind uns die Umsätze leider stark eingebrochen, so dass sich ein Weiterbetreiben des Standes leider nicht mehr rentierte.

Wir haben das, was hygienisch möglich war, eingehalten – Toilettenreinigung nach 15 min, Handdesinfektion für die Gäste, Bevorratung von OP-Masken, Oberflächen-Desinfektion, spezielle Spülmaschinennutzung für Gläser – es hat uns viel gekostet, aber öffnen dürfen wir nicht.

Ich verstehe, dass alle Gastronomen in einem Boot sitzen. Allerdings musste ich durch die Ordnungsbehörde auch einige Einschränkungen hinnehmen, die mich in meinem Bestreben, mich nach Corona-konformen Regeln gastronomisch aufzustellen, dafür auch einiges zu investieren und letztlich für meine Gäste da zu sein, behindert haben. Um nicht zu sagen, ausgebremst haben.

Ich bin sicherlich nicht der einzige Gastronom mit Existenzangst, es geht nicht nur um die berufliche Perspektive, sondern ums reine Überleben. Neben Pacht inklusive Nebenkosten, Betriebsversicherungen, GEZ und GEMA laufen auch die privaten Kosten für Miete, Essen und des täglichen Bedarfs weiter, die durch die Überbrückungshilfe 1,2 und 3 nicht abgedeckt sind. Dazu animiert zu werden, Hartz IV zu beantragen, um private Kosten zu decken, empfinde ich als bisher selbständig und unabhängiger arbeitender Mensch als Hohn. Ich habe alles mit eigenen Händen erarbeitet und musste bisher noch nie staatliche Hilfe in Anspruch nehmen.


Meine Frage ist, wie geht es jetzt weiter?

1. Können wir uns zum Beispiel über mehr Testungen oder eine Impflicht für Gastronomen und Angestellte in der Gastronomie unterhalten?
 

2. Können wir wieder eröffnen unter den Voraussetzungen, die wir bereits vor sechs Monaten erfüllt haben, also Abstandsregelungen mit Einschränkung der Gästeanzahl, Erheben der Gästedaten, Maskenpflicht?
 

3. Was können wir tun, um die Nachverfolgung von Kontakten zu verbessern? Gibt es ggf. eine App?
 

4. Können wir einen lokalen Gastronomiegipfel initiieren, um gemeinsam mit der Oberbürgermeisterin, der Landrätin und allen lokalen politischen Akteuren sowie den Gesundheits- und Ordnungsbehörden nach umsetzungsfähigen Lösungen zu suchen?
Ich möchte konstruktive Lösungsvorschläge finden, die für beide Seiten akzeptabel sind.

Gez. Jens Schmidt

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