Kostenlose Verhütung

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Kondome sollten umsonst und einfach erhältlich sein!

Jedes Verhütungsmittel (z.B Kupferspirale, Kupferkette, Hormonring, Hormonspirale) sollte im gleichem Maße wie die Pille von der Kasse gefördert werden!

 


Ungewollt schwanger zu werden, ist keine Ausnahme. Dennoch wird ein Thema, welches den größten Teil der Bevölkerung hautnah betrifft, zur Privatsache erklärt. Ab einem gewissen Alter tritt regelmäßig Panik ein. Könnte es sein? Könnte es sein, dass jetzt im ungünstigsten Augenblick aller Augenblicke, mitten in der Ausbildung, in einer Beziehung, die nicht für Kinder ausgelegt ist, eine Schwangerschaft eintritt?

Die Frage der richtigen Verhütung ist dann kein vorübergehendes Problem von einer Woche, sondern eine permanente Angst, die noch durch Wartezeiten von bis zu einem halben Jahr auf einen Frauenarzttermin und durch die permanente Debatte über Schwangerschaftsabbrüche verstärkt wird.

Nimmt man dieses Problem beiseite, vergisst man für einen Moment, dass die Frage der Verhütung jeden direkt oder indirekt betrifft, dann sieht man sich mit rein praktischen Ungerechtigkeiten konfrontiert. Sollte man eine der Unglücklichen sein, für die die Pille nicht in Frage kommt, sind die gängigen Alternativen teuer. Entscheidet man sich beispielsweise für die Kupferkette Gynefix belaufen sich die Kosten laut dem Hersteller zwischen 250 und 450 Euro (1.) .

Ein weiterer Vorteil von kostenlosen Verhütungsmitteln ist, dass die freie Verfügbarkeit von Kondomen Geschlechtskrankheiten vorbeugt. In Entwicklungsländern ist dies Gang und Gebe, in Deutschland ist das Produkt Kondom in verschiedensten Sicherheitsabstufungen kostenpflichtig erhältlich. (Ist das nicht paradox, wenn eine Kondommarke mit Sicherheit wirbt? Sollten nicht alle Kondommarken sicher sein?). Die Anzahl an Menschen, die sich in den letzten Jahren an sexuell übertragbaren Krankheiten infiziert haben, ist wieder angestiegen (2.).

Dieses Problem wird sich erheblich verbessern, wenn hochwertige Kondome kostenlos erhältlich sind. Die Kupferspirale und -kette sollte gelegt werden, wenn sie sinnvoll ist und nicht wenn die Trägerin es sich leisten kann!

 

Quellen:

(1.) www.verhueten-gynefix.de

(2.) https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/97649/Experten-mahnen-mehr-Aufklaerung-ueber-Geschlechtskrankheiten-an