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Verhinderung der Zwangsräumung zur Wahrung des Kulturerbes des Metallkünstlers Fritz Kühn

Am 17. Februar droht dem Grundstück in Berlin-Bohnsdorf (Richterstraße 6, 12524 Berlin), auf dem der künstlerische Nachlaß des Metallbildhauers, Kunstschmieds und Fotografen Fritz Kühn – in der Obhut der Fritz-Kühn-Gesellschaft e.V. – gelagert ist, die Zwangsräumung. Fritz Kühn (1910 - 1967) gestaltete u. a. den Brunnen auf dem Strausberger Platz (»Schwebender Ring«) und die Fassade der Komischen Oper in Berlin, die Skulptur »Kosmische Kreise« in Hannover, den »Schwebenden Kristall«  in Düsseldorf und arbeitete für die Gedenkstätten in Buchenwald und Dachau. 1969 veranstaltete der Museumsbereich des Louvre eine Gedenkausstellung für ihn. Heute droht seinen Arbeiten die Schrottpresse.

Das Plenum des Berliner Abgeordnetenhauses überwies am 16. Januar 2014 einen Dringlichen Antrag zur »Sicherung des künstlerischen Nachlasses von Fritz Kühn« zur Beratung an den Kulturausschuss. Dort verweigerten aber die Koalitionsfraktionen am 20. Januar dessen Behandlung.

Spätestens hier ist die Berufung auf den Artikel 35 des Einigungsvertrages nötig, nach dem die von der DDR eingebrachte kulturelle Substanz keinen Schaden nehmen darf. Denn die Ignoranz der Kulturverwalter des Landes Berlin bremst auch eine Behandlung des Anliegens durch den Bund.

Wir fordern Klaus Wowereit auf, alles in seiner Macht Stehende zu tun, um die bevorstehende Zerstörung abzuwenden! Es geht darum, eine Zwangsräumung zu verhindern und perspektivisch den künstlerischen Nachlass dieses international renommierten Berliner Künstlers einer musealen Nutzung (Schaffung eines Skulpturenparks, Artikel in der Berliner Zeitung: Wohin mit der Kunst?) zuzuführen.

This petition was delivered to:
  • Der Regierende Bürgermeister
    Klaus Wowereit und Kulturausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses


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