Nachmittagsbetreuung in den KiTas Niederdorfelden während der Elternzeit!!!

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Ich bin Mutter einer gut funktionierenden Patchwork-Familie mit zwei gemeinsamen Kindern (5 Jahre und 2 Monate) und meinen zwei Stieftöchtern (15 und 17 Jahre) und ich lebe mit meiner Familie seit Anfang 2016 in Niederdorfelden. Mein mittlerweile 5-jähriger Sohn hat in den letzten vier Jahren zwei KiTas in Niederdorfelden besucht und hierbei begleitet mich ein Thema, das immer wieder bei einigen Eltern für Frustration gesorgt hat: Die eingeschränkte bzw. verkürzte Betreuungsmöglichkeit der älteren Geschwisterkinder, auch dann, wenn ein Elternteil sich lediglich in Elternzeit befindet.

Laut §2 Abs. 2 der "Kindergarten-Kostenbeitragssatzung Niederdorfelden" bedeutet  dies konkret nur noch einen Anspruch auf eine verkürzte Betreuung bis 12.30h ohne Mittagessen, wenn keine " ausreichende Beruftstätigkeit..." besteht. Ein Beschäftigungsnachweis ist zu erbringen. Die entsprechenden Kinder werden kurz vor dem Mittagessen gegen 11.45h von ihrer Gruppe getrennt und dann gemeinsam bis 12.30h individuell ohne Verpflegung betreut, während die anderen Kinder essen.

Unbestritten sind die ersten Monate mit einem Kind besonders schützenswert. Der Gesetzgeber ermöglicht hierfür die Elternzeit, die sogar mit Elterngeld in den ersten Lebensmonaten unterstützt wird. Diese anspruchsvolle und schützenswerte Zeit wird aber schnell zum absoluten Stress für den Elternteil, der mehr als nur ein Kind hat. Die ca. 4 Stunden Kindergartenbesuch bis 12.30h sind ein sehr kurzes Zeitfenster, um einen Säugling zu betreuen, Haushalt und Einkäufe zu erledigen und das Mittagessen vorzubereiten. Ich denke, in Zeiten in denen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf eine grosse gesellschaftliche Herausforderung ist, sollten auch die Kitas in unserem Ort ein flexibles Betreuungsmodell ermöglichen. Dies würde nicht zuletzt die Attraktivität unserer Gemeinde gerade auch für junge Familien weiter erhöhen. Viele Gemeinden rund um Niederdorfelden sehen dies genauso. So existieren zum Beispiel weder in Bad Vilbel noch in Nidderau Einschränkungen bzgl. Anspruch auf Nachmittagsbetreuung. 

Ich fordere hiermit unseren Bürgermeister Herrn Büttner auf, die o.g. Satzung kurzfristig so zu ändern, dass Familien in Niederdorfelden in ihrem Erziehungsauftrag unterstützt werden und zukünftig ebenfalls die Möglichkeit haben Nachmittagsbetreuung und Mittagessen in Anspruch zu nehmen.  

 

Stefanie Walz