Stoppen Sie jetzt die Pfarrstellenstreichung in den ESGn der EKHN

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Mit Entsetzen mussten wir als Studierendenrat der Evangelischen Studierenden Gemeinden (ESG) Darmstadt und Mainz feststellen, dass zum 31.12.2024 in den ESGn Darmstadt, Frankfurt, Gießen und Mainz je eine Pfarrstelle gestrichen werden soll. Innerhalb der ESGn ist dadurch großer Unmut entstanden, denn die Vielseitigkeit innerhalb der ESGn wird durch zwei Persönlichkeiten gewährleistet, die beide verschiedene Impulse setzen und verschiedene Blickwinkel haben.

Nachdem Anfang der 2000er Jahre die Anzahl der ESGn bereits von 8 auf 4 reduziert wurde, führt die erneut geplante Stellenstreichung zur Reduktion auf 1/3 der Stellen des Jahres 2000 (11,5 auf 4 Pfarrstellen) in den ESGn. Diese Entscheidung können wir nicht nachvollziehen, denn gerade jetzt ist es notwendig, in die junge Generation zu investieren, damit das Ergebnis der Freiburger Studie für 2060 (ca 22 Mio Christen in der Katholischen und Evangelischen Kirche) nicht eintritt. Die EKHN sagt, man müsse in die junge Generation investieren, plant aber mit dieser Entscheidung Gegensätzliches. Eine Stellenstreichung im einzigen flächendeckenden Angebot sendet gerade jetzt für 20 bis 35 jährige – oder dem Zeitpunkt des Elternwerdens – ein fatales Signal. Außerdem wurden in den vergangenen Jahren mehrere Millionen Euro in die ESG Standorte gesteckt. Warum investiert man erst und reduziert kurz darauf die Leistungen? Wir als ESG stehen für Multikulturelle Pluralität und sind offen für alle. Wir stehen ein für den offen geführten politischen sowie theologischen Diskurs mit anderen Religionen.

Wie wir erfahren haben, sollen die gestrichenen Stellen zur Einrichtung für eine junge Arbeitnehmer Seelsorge verwendet werden. Dafür fehlen ein Konzept, eine Infrastruktur sowie Räumlichkeiten. All das ist in den ESGn vorhanden. Wir stehen einer Profilerweiterung für junge Erwachsene bei gleichzeitiger Beibehaltung zweier Pfarrstellen offen gegenüber.

Wir fordern die Synode und Kirchenleitung auf, die Stellenstreichung zu überdenken und zu revidieren.

 

Folgende Gründe sprechen außerdem noch für unsere Forderung:

·Eine Stellenstreichung wirkt sich negativ auf das Gemeindeleben aus, da man bei bestimmten Problemen (z.B. in der Seelsorge) nicht mit einem bestimmten Geschlecht darüber reden kann

·Auslastung, Vertretung, Verwaltung der Räumlichkeiten und des Programmes ist nur mit zwei Pfarrstellen sinnvoll zu gewährleisten, da Gemeinschaftsarbeit und Unterstützung ausländischer Studierenden arbeitsaufwendig ist, wie zum Beispiel der Bildungsauftrag: Ausflüge, Vorträge, interreligiöser Dialog etc.

·Begeisterung für Kirche braucht Personal; bei Stellenstreichung werden einem die Argumente genommen, in der Kirche zu bleiben                         

·Bei Reduktion auf eine Pfarrstelle pro ESG, wird bei Neubesetzung eine Abwanderung von Interessierten und Ehrenamtlichen riskiert, da Arbeitsabläufe nicht kontinuierlich gewährleistet werden können