Keine Zwangszuweisung für Lugh! Freie Schulwahl für behinderte Kinder! Schulbeförderungskosten behinderter Kinder dürfen nicht von den Eltern getragen werden.

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Keine Zwangszuweisung für Lugh! Freie Schulwahl für behinderte Kinder! Schulbeförderungskosten behinderter Kinder dürfen nicht von den Eltern getragen werden.

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Danny Hauffe hat diese Petition an Hannelore Kraft (Ministerpräsidentin) und gestartet.

Sehr geehrte Frau Kraft,

unser Sohn Lugh ist 7 Jahre alt und ein frühkindlicher Autist („high functioning”). Leider kann er die Regelschule, die er bisher besuchte, in Zukunft nicht weiter besuchen. Die Schule kann die Bedingungen mit Blick auf seine Behinderung nicht optimal erfüllen. Im Oberbergischen Kreis, wo wir leben, gibt es leider keine Regelschulen, die ausreichend Erfahrung mit dieser Art der Behinderung haben.

Um meinen Sohn die bestmöglichen Chancen auf ein normales Leben zu bieten, haben wir eine geeignete Schule für ihn gesucht. Diese haben wir auch gefunden. Die Schule verfügt über 5 Sonderpädagogen, über Ruheräume, Computer, und spezielle Lehrmaterialien. Sie hat bereits jahrzehntelange Erfahrung mit autistischen Kindern gesammelt. Leider war unsere Freude verfrüht, denn die Schule befindet sich in Wermelskirchen, unserer Nachbargemeinde. Dort hat mein Sohn keinen Anspruch darauf, beschult zu werden. Nicht ein mal die Zustimmung der Schulleitung kann daran etwas ändern. Denn der Schulrat - also die Stadt Wermelskirchen - lehnte unseren Sohn ab. Die Begründung können wir nicht nachvollziehen: Man wolle die noch freien Inklusionplätze freihalten für Kinder aus Wermelskirchen, die „irgendwann” auf diese Plätze angewiesen sein könnten.

Jetzt wird Lugh einer Förderschule zwangszugewiesen, ohne, dass für jemanden aus der Gemeinde das Wohl des Kindes im Vordergrund steht! 

Ein Grund liegt offensichtlich in den Beförderungskosten. Dabei erklärten wir uns sogar dazu bereit, Lugh selbst zur Schule zu bringen. Denn ein Anspruch auf eine Beförderung nach Wermelskirchen haben wir nicht. Obwohl wir noch 3 weitere Kinder haben, sind wir bereit, diese zusätzliche finanzielle Belastung zu tragen. Denn aus unserer Sicht ist das die am besten geeignetste Schule für unseren Sohn. Sie ist ca. 9 km von unserem Wohnort entfernt. Würden wir Lugh auf eine andere Schule mit weniger optimalen Bedingungen schicken, z.B. nach Radevormwald (12 km von unserem Wohnort entfernt), dann würde die Stadt Hückeswagen die Beförderungskosten sogar mit einem Taxi übernehmen; und das nur weil Radevormwald zum Oberbergischen Kreis gehört und Wermelskirchen nicht.

Finden Sie das richtig, dass Gemeinden Kosten für die Beförderung zu Schulen übernehmen, die weiter entfernt sind, nur weil sie noch zur gleichen Gemeinde gehören; während bei nähergelegenen Schulen die Beförderungskosten auf die Eltern abgewälzt werden - nur weil die Schule in einer anderen Gemeinde liegt?


Selbst wenn die Stadt Wermelskirchen unseren Sohn genommen hätte, hätten wir die Kosten für die Beförderung alleine tragen müssen. Welche Familie kann sich das leisten, Frau Kraft? Denken Sie nicht Eltern behinderter Kinder hätten nicht genug andere Sorgen?

Frau Kraft, Kinder dürfen wegen ihrer Behinderung nicht benachteiligt werden. Wir fordern deshalb:

Kinder sollten sich die Schule aussuchen dürfen, die für ihre Behinderung am besten geeignet ist. Gemeindezugehörigkeit und andere Rahmenbedingungen dürfen keine Rolle mehr spielen! Zudem die Beförderungskosten nicht von den Eltern selbst getragen werden, nur weil die Schule in einer benachbarten Gemeinde steht. Kinder dürfen auch einer Förderschule nicht mehr zwangszugewiesen werden, nur weil Regelschulen nicht in der Lage sind, auf die Bedürfnisse behinderter Menschen einzugehen.


Setzen Sie sich dafür ein, dass Elternwille und das Kindeswohl im Vordergrund stehen!

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