Petition update

Kein Einzelfall! Auch Matthias Grombach wurde gezwungen im Heim zu leben

Ability Watch
Berlin, Germany

May 13, 2017 — Liebe Unterstützer,

Politiker und Verantwortliche sagen uns: Das sind doch alles nur Einzelfälle; kein Mensch wird in Deutschland gezwungen irgendwo zu leben.

Das ist falsch! Oft wird Menschen mit Behinderungen nur eine einzige Hilfe genehmigt: Das Leben im Heim. Andere Anträge, wie ambulantes Wohnen oder gar Assistenz werden abgelehnt, herausgezögert oder nur so bewilligt, dass sie den Hilfebedarf nicht decken.
Letzte Woche haben wir Euch schon von Markus Igel berichtet. Diese Woche möchten wir Euch die Geschichte von Matthias Grombach vorstellen. Matthias Grombach ist 40 Jahre alt und lebte 3 Jahre lang gegen seinen Willen in einem Seniorenheim. In dieser Zeit nahm sich Matthias Grombach einen Anwalt, ging in Widerspruch und vor Gericht. Er kämpfte sich durch 2 Instanzen und 2 gerichtlich geschlossene Vergleiche, bis er zu seinem Recht kam ein selbstbestimmtes Leben mit Unterstützung durch persönliche Assistenz in seiner eigenen Wohnung.

Er schrieb uns:
„Es hat mich viel Schweiß, Blut und Tränen gekostet, bis ich endlich selbstbestimmt leben konnte. Gerade im Nachhinein betrachtet, haben mir der Staat, das Land und dessen Ausführungsorgane aus Kostengründen sehr viel Lebenszeit gestohlen.

In erster Linie liegt mir dieses Thema am Herzen, weil ich leider selber die Erfahrung machen musste, wie mit Menschen mit Behinderungen,- selbst in einem reichen Land wie Deutschland -, ‚aus Kostengründen‘ umgegangen wird. Menschenrechte unter Kostenvorbehalt gestellt und damit ganze Leben zerstört werden.

Das Menschen mit Behinderungen kein selbstbestimmtes Leben führen können, d.h. u.a., keine Familie und keine Kinder haben zu können, immer in Abhängigkeit Leben zu müssen und vom Leben in der Gesellschaft ausgegrenzt zu sein. So kann man nie sein eigenes Leben führen, es wird einem geführt. Und das will niemand - wirklich.“
Helft uns und Menschen wie Matthias Grombach!

Schreibt folgenden kurzen Absatz mit Eurer eigenen Botschaft an die Parteien, die Ihr zur Bundestagswahl wählen würdet:

„Hallo CDU / SPD / Grüne / Linke / FDP,
ich überlege Euch zur Bundestagswahl zu wählen. Mir ist aber ein Thema besonders wichtig: Menschen mit Behinderungen sollen nicht gegen ihren Willen gezwungen werden, in bestimmten Wohnformen zu leben. Werden Sie in Ihrem Wahlprogramm die komplette Umsetzung des Artikel 19 der UN-Behindertenrechtskonvention fordern?

Ihr/e potenzielle/r Wähler/in,
_________________“

An:
CDU-Bundesgeschäftsstelle
Klingelhöferstraße 8
10785 Berlin
info@cdu.de

SPD-Bundesgeschäftsstelle
Wilhelmstr. 141
10963 Berlin
parteivorstand@spd.de

Bundesgeschäftsstelle der Partei DIE LINKE
Karl-Liebknecht-Haus
Kleine Alexanderstraße 28
10178 Berlin
parteivorstand@die-linke.de

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN-Bundesgeschäftsstelle
Platz vor dem Neuen Tor 1
10115 Berlin
info@gruene.de

FDP-Bundesgeschäftsstelle
Reinhardtstraße 14
10117 Berlin
info@fdp.de



Vielen lieben Dank,

Raul und Constantin
im Namen von AbilityWatch

Das ganze Schreiben von Matthias Grombach gibt es hier:
http://abilitywatch.de/2017/05/10/heimzwang-fragen-an-matthias-grombach/


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