Keine TÜV-Prüfung mehr für die Umschreibung des brasilianischen Führerscheins in der BRD

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Das Problem besteht in der Umschreibung des brasilianischen Führerscheins in den deutschen Führerschein. Brasilianer in Deutschland, die ihren Führerschein umschreiben lassen wollen, müssen rund €1000 an Gebühren und einige Fahrstunden zahlen und erneut einen Erste-Hilfe-Kurs, eine theoretische Prüfung und eine praktische Prüfung absolvieren. In Brasilien zahlen die Deutschen nur die Führerschein-Umschreibungsgebühr der brasilianischen Detran-Tabelle (R$ 80), eine ärztliche Bescheinigung über gesundheitliche Fahrtauglichkeit (R$ 105) und einen Psychologischen Eignungstest (R$ 160), zusammen in Höhe von R$ 345 (heute ungefähr €80). So müssen die in Brasilien lebenden Deutschen nicht wieder theoretische oder praktische Prüfungen erbringen, aber Brasilianer, die in Deutschland leben, sind verpflichtet, diese Prüfungen zu absolvieren.

Trotz mehrjäriger Fahrpraxis, müssen Brasilianer in Deutschland diese Prüfungen machen, obwohl das in einigen europäischen Ländern einfacher geregelt ist. Nach einigen Monaten des Aufenthalts kann man gegen eine geringe Gebühr den brasilianischen Führerschein problemlos umschreiben lassen. Brasilianer, die z.B. ihren Führerschein in Frankreich oder Spanien umschreiben lassen konnten, weil sie dort eine längere Zeit gewohnt haben und deshalb einen Aufenthaltstitel hatten, und jetzt nach Deutschland umgezogen sind, müssen diese Prüfungen nicht machen, da sie schon im Besitz eines europäischen Führerscheins sind. Ist das nicht eine Ungleichbehandlung denjenigen Brasilianer gegenüber, die vorher nicht einige Zeit in einem anderen europäischen Land gelebt haben und nicht die Chance hatten den Führerschein einfach umschreiben zu lassen, sondern direkt in Deutschland aus beruflichen oder privaten Grunden ihren Lebensmittelpunkt aufgebaut haben?

Es ist auch deshalb unverständlich, da die beiden Länder, Brasilien und Deutschland, die gleichen Verkehrsregeln besitzen und beide Länder das Wiener Übereinkommen über den Straßenverkehr vom 8. November 1968 unterzeichnet und ratifiziert haben. Für die Brasilianer in Deutschland bedeutet das eine deutliche zeitliche und finanzielle Mehrbelastung, die einen negativen Einfluss auf den beruflichen Werdegang und den individuellen und/oder familiären Haushalt haben kann.

Bedenkt man außerdem, dass ein brasilianischer Bürger nach seiner Ankunft in Deutschland 6 bis 12 Monate mit seinem brasilianischen Führerschein in der Bundesrepublik Deutschland fahren darf und er erst danach verpflichtet ist, die oben genannten Prüfungen zu bestehen, um weiter im Inland fahren zu dürfen, stellt sich die Frage nach Sinn und Logik dieser gesetzlichen Anforderung. Sicherheitsaspekte dürften hier wohl dann keine Argumentationsgrundlage sein.

Aus den oben beschriebenen Grunden, bitten wir Sie, sich dafür einzusetzen, dass die Prüfungspflicht bei der Umschreibung des brasilianischen Führerscheins in einen deutschen aufgehoben wird. Man könnte sich dabei an der Vorgehensweise anderer europäischer Länder, wie z.B. in Frankreich, Spanien, Portugal und Luxemburg, orientieren.

Viele Brasilianer würden sich wünschen, dass die oben beschriebene Ungleichbehandlung durch rechtliche Veränderungen aufgehoben würden. 



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