Petition Closed

Die 70er und 80er Jahre waren schlimm. Als junge Ärztin habe ich miterlebt, wie Menschen mit Nierenversagen weit weg von Zuhause an den Dialysemaschinen im Krankenhaus behandelt wurden. Nicht alle haben einen Platz bekommen, Verbrauchsmaterial wurde wiederverwendet. Es ging ums pure Überleben. Die Todesraten waren hoch. 

Wir, die Gesellschaft, dürfen dieses Szenario nicht erneut zulassen.

180 Millionen Euro pro Jahr wollen die Gesetzlichen Krankenkassen bei den schwerstkranken Dialysepatienten einsparen. Siehe Beschluss vom 19. März 2013. Das ist nach den Kostensteigerungen für Energie und Wasser der letzten Jahre ohne eine gravierende Verschlechterung der Behandlung nicht möglich.

Ohne Not, denn den Kassen geht es gut!

Die Ausgaben für die Dialysebehandlung in Deutschland sind schon jetzt auf einem extrem niedrigem Niveau. Alle anderen Länder geben mehr Geld für die Nierenkranken aus!  Durch die geplante Kostenreduktion von 15% wird aus einer "qualitätsgerechten" Versorgung eine "schlechte" Versorgung. Eine Verkürzung der Überlebenszeiten der Nierenkranken wird dadurch in Kauf genommen.

Laut Prof Brunkhorst von der DGfN (Deutsche Gesellschaft für Nephrologie) "sind die Beschlüsse der gesetzlichen Krankenkassen ein erster Schritt Richtung "Discountermedizin", bei der die Qualität zu Gunsten der Gewinnmaximierung der Kankenkassen hinten angestellt wird" (siehe). Eine gute Dialysebehandlung wird dann zum Privileg der Privatversicherten. Zweiklassenmedizin.

Jeden kann es treffen, denn jeder kann nierenkrank werden! Es geht alle an, bitte unterschreiben Sie und verbreiten Sie diese Petition.  

Das Bundesministerium für Gesundheit hat jetzt acht Wochen Zeit, das Vorhaben zu stoppen - wir müssen jetzt handeln.

---

Wenden Sie Ihre Proteste auch an Herr Dr. Köhler von der Kassenärztlichen Vereinigung (Tel: 030 40050 oder Email: akoehler@kbv.de) oder Frau Dr. Pfeiffer vom GKV-Spitzenverband (Tel: 030 2062880 oder Email: doris.pfeiffer@gkv-spitzenverband.de)!

Letter to
Staatssekretärin im Gesundheitsministerium Frau Anette Widmann-Mauz
Kassenärztliche Bundesvereinigung Herr Dr Köhler
GKV-Spitzenverband Frau Dr. Pfeiffer
and 3 others
GKV-Spitzenverband Herr Dr. Partsch
Bewertungsausschuss Herr Reschke
Herr Daniel Bahr Gesundheitsminister
Sehr geehrter Herr Minister,
sehr geehrte Frau Staatssekretärin,
sehr geehrte Damen und Herren,

die 70er und 80er Jahre waren schlimm für Dialysepatienten. Nicht alle haben einen Platz bekommen, Verbrauchsmaterial wurde wiederverwendet. Es ging ums pure Überleben. Die Todesraten waren hoch. Wir, die Gesellschaft, dürfen dieses Szenario nicht erneut zulassen.

180 Millionen Euro pro Jahr wollen die Gesetzlichen Krankenkassen bei den schwerstkranken Dialysepatienten einsparen. Das ist nach den Kostensteigerungen für Energie und Wasser der letzten Jahre ohne eine gravierende Verschlechterung der Behandlung nicht möglich. Es geschieht zudem ohne Not, denn den Kassen geht es gut. Und: Die Entscheider haben bis heute nicht vorgerechnet, wie mit den neuen Sätzen eine qualitätsgerechte Behandlung weiterhin möglich sein soll.

Die Ausgaben für die Dialysebehandlung in Deutschland sind schon jetzt auf einem extrem niedrigem Niveau. Alle anderen Länder geben mehr Geld für die Nierenkranken aus! Durch die geplante Kostenreduktion von 15% wird aus einer "qualitätsgerechten" Versorgung eine "schlechte" Versorgung. Eine Verkürzung der Überlebenszeiten der Nierenkranken wird dadurch in Kauf genommen.
Laut Prof Brunkhorst von der DGfN (Deutsche Gesellschaft für Nephrologie) "sind die Beschlüsse der gesetzlichen Krankenkassen ein erster Schritt Richtung "Discountermedizin", bei der die Qualität zu Gunsten der Gewinnmaximierung der Kankenkassen hinten angestellt wird". Eine gute Dialysebehandlung wird dann zum Privileg der Privatversicherten. Zweiklassenmedizin. Menschen mit diesem Organversagen haben ein Recht auf ein menschenwürdiges Leben.

Ich bitte Sie daher, den Beschluss von Kassenärztlicher Bundesvereinigung und dem Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen zur Kosteneinsparung in der Dialysetherapie zu stoppen.