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Kein vollwertiges (Psychologie-) Studium ohne Master! Ermöglichen Sie eine Mastergarantie im sofortigen Anschluss an das Bachelorstudium in RLP!

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Wir sprechen für alle derzeitigen und zukünftigen BachelorabsolventInnen und MasteranwärterInnen aller Universitäten in Rheinland-Pfalz.

 Für die meisten Studiengänge ist ein Masterabschluss notwendig um einen erfolgreichen Einstieg ins Berufsleben zu gewährleisten und um den Beruf ausüben zu können, für den man sein Studium begonnen hat. Besonders in den Naturwissenschaften ist der Masterabschluss in den meisten Fällen Voraussetzung für einen Beruf, der einen akademischen Grad verlangt. Daher wollen wir am Beispiel der Psychologiestudierenden an der Universität Trier auf die Notwendigkeit der Einführung einer Mastergarantie in ganz Rheinland-Pfalz aufmerksam machen. So ist es den Psychologiestudierenden aufgrund des Mangels an Masterplätzen nicht möglich, ein vollwertiges Psychologiestudium abzuschließen.

 Bitte unterstützen Sie uns und unsere Petition mit Ihrer Unterschrift und leiten sie an Freunde, Familie und Bekannte weiter!

 Im Wintersemester 2010/2011 haben 243 Personen in Trier ein Psychologiestudium begonnen. Eine durchschnittliche Abbruchrate von 20-30% zu Grunde legend, müssten zum Wintersemester 2013/2014 den nun fertigen Bachelorabsolventen etwa 170-200 Masterplätze zur Verfügung stehen, um nahtlos ihr Studium fortsetzen zu können. Die Realität jedoch sieht gänzlich anders aus: Auf die 100 Masterplätze bewarben sich 800 interne und externe Psychologie BachelorstudentInnen. Auch im Sommersemester ist mit keiner Verbesserung der Situation zu rechnen, denn dann stellt die Universität Trier als eine der fünf (!) Universitäten, die überhaupt einen Master Psychologie mit Beginn des Sommersemesters anbieten, nur 40 Plätze zur Verfügung. In den kommenden Jahren wird sich die Situation zuspitzen.

 

In nahezu allen Zweigen der Psychologie ist es für die Ausübung des Berufs zwingend notwendig, einen Masterabschluss vorzuweisen; eine TherapeutInnenausbildung ohne ihn ist schlicht nicht möglich!

Daher fordern wir die  Gewährleistung eines nahtlosen Übergangs vom Bachelor- ins Mastersystem für das Fach Psychologie. Dies bedeutet, dass jeder aufgenommene Bachelorstudent eine Garantie auf einen konsekutiven Masterplatz zumindest an seiner „Heimatuni“ hat.

Wir wollen nicht Leidtragende eines bildungspolitischen Missstandes sein!
 

- Ohne Masterabschluss keine TherapeutInnenausbildung!
Die langen Wartezeiten für eine Psychotherapie sind nicht einer unzureichenden Kostendeckung seitens der Krankenkassen geschuldet, sondern resultieren aus einem Mangel an qualifizierten PsychotherapeutInnen. Dieser Bedarf kann nicht gedeckt werden, wenn den zukünftigen TherapeutInnen der Zugang zu der Qualifikation verwehrt wird, die für die entsprechende Ausbildung Voraussetzung ist: Ein Masterabschluss!


- Übergangsprobleme Bachelor -> Master als Synonym verfehlter Bolognareform!
Durch das Nichterhalten eines Masterplatzes entstehen unnötige Wartezeiten zwischen den Studienabschnitten. Die mit der Bolognareform angestrebte Verkürzung der Studienzeit wird damit deutlich verfehlt.
 

- Ausdifferenzierung der Studiengänge blockiert Mobilität!
Auch die erwünschte Vergleichbarkeit ist durch Ausdifferenzierung der Studiengänge nicht gegeben. Diese unterschiedliche universitäre Schwerpunktsetzung erschwert wiederum die Bewerbungsverfahren, da ein inhaltlicher Anschluss nicht gewährleistet ist.

 
- Administrative Fehlentwicklungen!
Zudem können, aufgrund der spät im Semester angesetzten Klausurtermine, nicht alle relevanten Prüfungsleistungen erworben werden, um sich an anderen Universitäten zu bewerben. Unterschiedliche Fristen, Zulassungsbedingungen und Prozedere zeugen auch hier von administrativen Fehlentwicklungen, die im Widerspruch zu den Bolognazielen stehen.


- Masterplatzengpass wirkt sich auf Qualität des Bachelorstudiums aus!
Die Knappheit der Masterplätze schraubt den NC in immer neuere Höhen. Dies führt nicht nur bereits im Bachelorstudium zu einem unnachahmlichen  Leistungsdruck und Konkurrenzkampf. Daraus resultiert ebenfalls eine Entwertung der Studieninhalte, da der Kampf um die Noten das Studium bestimmt. Studieninhalte werden mit dem strategischen Blick auf die zu erzielende Note gewählt. Für die Herausbildung und das Vertiefen von Interessen kein Raum mehr.
 

 - Studienplatzblockade vermeiden!
Die unterschiedlichen Vergabeverfahren und –fristen der einzelnen Universitäten führen dazu, dass mehrere Studienplätze von einer Person belegt werden können. Damit rechnen die Universitäten bereits und vergeben mehr Studienplätze als eigentlich vorhanden sind (Stichwort „Überbuchung“). Mit dieser Vergabepraxis wird die Jagd nach Masterplätzen letztendlich noch befeuert.
 

- Vermeidbare Belastung der Staatskasse durch Masterplatzgarantie!
Mit jedem Bachelorabsolventen ohne konsekutiven Masterplatz steigt in Zeiten von Schuldenbremse und Eurokrise die Gefahr einer unnötigen Belastung des Staatshaushaltes. Wie der Bund Deutscher Psychologen (BDP) auf seiner Homepage (http://www.bdp-verband.org/bdp/presse/2013/06_master.html) verlauten läßt, kommt die Verwehrung eines anschließenden Masterplatzes einem Berufsverbot gleich. Damit würde nicht nur  die nicht zu nutzende Bachelor-Qualifikation zu Buche schlagen, sondern auch die daraus entstehenden Folgekosten in Form von Zweitstudium, anderen, staatlich finanzierten Qualifiaktionsmaßnahmen oder – im schlimmsten Falle – Leistung zur Grundsicherung, besser bekannt auch als Hartz IV.
 

Statistiken zeigen, dass die Nachfrage nach Therapieplätzen zunimmt. Wir werden als PsychologenInnen und TherapeutInnen gebraucht und wollen unseren Beruf gut und gewissenhaft ausüben. Ein Masterstudium ist die dafür notwendige Voraussetzung.


Da es nicht nur den Psychologiestudierenden in Rheinland-Pfalz so ergeht, sondern auch vielen Studierenden anderer Fachbereiche, die aufgrund der Bologna-Reform ihre „Wunschuniversität“ nach dem Bachelorabschluss verlassen müssen und/oder deren Studienzeit durch Mangel an Masterplätzen in die Länge gezogen wird, fordern wir eine sofortige Einführung einer Mastergarantie an allen Universitäten in Rheinland-Pfalz.

Bitte unterstützen Sie uns und unsere Petition mit Ihrer Unterschrift und leiten sie an Freunde, Familie und Bekannte weiter!

Wir danken für Ihre Mithilfe!

 



Heute: Teresa Nyc, Sandra Röhrich, Josephine Strohmeier verlässt sich auf Sie

Teresa Nyc, Sandra Röhrich, Josephine Strohmeier - Studierende benötigt Ihre Hilfe zur Petition „Kein vollwertiges (Psychologie-) Studium ohne Master! Ermöglichen Sie eine Mastergarantie im sofortigen Anschluss an das Bachelorstudium in RLP!”. Jetzt machen Sie Teresa Nyc, Sandra Röhrich, Josephine Strohmeier und 2.894 Unterstützer/innen mit.