Kein Präsenzunterricht in Schleswig-Holstein, solange Covid-19 nicht unter Kontrolle ist

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Der Schleswig-Holsteinische Landtag hat angekündigt, ab 22. Februar die Schulen schrittweise zu öffnen. Grundschulklassen und Kitas sollen den Regelbetrieb wieder aufnehmen. Unter CORONA-Bedingungen versteht sich nicht Mindestabstand und MNB, sondern Fokus auf auf Kernkompetenzen und soziale Kontakte. Das Ganztagsangebot steht wieder zur Verfügung. Abschlussklassen gehen in den Regelbetrieb.

Diese Entscheidung gefährdet das Leben und die Gesundheit vieler Menschen – Lehrer und Lehrerinnen, Schülerinnen und Schülern, deren Eltern sowie andere Angehörige. Denn sie steht im direkten Widerspruch zu den Erkenntnissen der Virologie. Demnach sind

Damit verlängert der Schleswig-Holsteinische Landtag den Verlauf der Pandemie in Länge und Ausmaß in unabsehbarer Weise. Der Ministerpräsident, Daniel Günther, und die Bildungsministerin Karin Prien, gießen Öl ins Feuer wo Eindämmung geboten wäre. Sie verhöhnen damit die Anstrengungen der gesamten Gesellschaft, die Pandemie möglichst unbeschadet zu überstehen: Bewohnerinnen und Bewohner von Heimen, die seit Monaten keinen oder nur eingeschränkten Besuch empfangen dürfen, Patientinnen und Patienten in Krankenhäusern, die einsam leiden und einsam sterben, Betreiberinnen und Betreiber von Geschäften, die in ihrer Existenz bedroht werden, Familien, die seit beinahe einem Jahr versuchen, ein einigermaßen geordnetes Leben aufrechtzuerhalten und dabei mehr als nur an ihre Grenzen gehen. Um nur einige Beispiele zu nennen.

Ich fordere den Berliner Senat deshalb auf, zu einer verantwortungsvollen Politik zurückzukehren. Herr Günther und Frau Prien:

  • Schließen Sie die Schulen, solange die Pandemie nicht unter Kontrolle ist.
  • Erkennen Sie an, dass der reguläre Schulstoff sich nicht unter den Bedingungen einer Pandemie vermitteln lässt, insbesondere nicht angesichts der versäumten Digitalisierung des Unterrichts.
  • Erkennen Sie an, dass Bildungsgerechtigkeit unter Bedingungen der Pandemie nicht möglich ist. Deshalb ist auch eine fundierte und gerechte Benotung nicht möglich.
  • Ermutigen Sie Lehrerinnen und Lehrer, die Pandemie dazu zu nutzen, den Schülerinnen und Schülern neue Methoden beizubringen und gemeinsam das beste aus dieser Sondersituation zu machen und geben Sie Lehrerinnen und Lehrer sowie den Schulen dazu die technischen und didaktischen Möglichkeiten.

Herr Günther und Frau Prien: Nehmen Sie Ihre unverantwortliche Entscheidung zurück!