Petition update

Gift auf Brandenburgs Wälder – ab Montag soll es schon losgehen!

Karl Tempel

May 3, 2019 — 

Liebe UnterstützerInnen,

gestern waren wir alle noch völlig paralysiert, denn jetzt ist es offiziell. Die Landesregierung und der Landesbetrieb Forst Brandenburg setzen sich über die fachlich fundierten Einwände, das zu erwartende massive Insektensterben, Schädigungen anderer Tiere und die Ängste der Anwohner hinweg. Vom 6. bis 31. Mai 2019 darf das Total-Insektizid KARATE FORST flüssig großflächig über mehr als 7.000 Hektar Wald der Kreise Potsdam-Mittelmark und Teltow-Fläming versprüht werden.

Unfassbar!

Bitte haltet Euch in der nächsten Zeit - wenn Ihr könnt - großräumig von den entsprechenden Gebieten fern. Also geht hier nicht wandern, lasst Eure Hunde nicht laufen, Eure Kinder nicht spielen. Auch solltet Ihr in der nächsten Zeit besser genau nachfragen, woher Euer Spargel und bald Eure Beeren stammen. Es ist anzunehmen, dass die entsprechenden Felder und Plantagen in der Nähe der Wälder viel von dem Gift abbekommen werden.

Zum Nachlesen

Aber wir geben nicht auf!

Und versuchen, so bald wie möglich alle gesammelten Unterschriften an Landesumweltminister Vogelsänger zu übergeben. Wir schreiben offene Briefe an die Forstverwaltung, die Landtagsabgeordneten und die Presse, teilen das Desaster in den sozialen Medien und prüfen eine Klage. An dieser Stelle vielen Dank an NABU Brandenburg und BUND Brandenburg, die uns sehr unterstützen!

Auch an Euch alle herzlichen Dank! Bitte teilt weiterhin unsere Petition! Nutzt hierfür gerne den Kurzlink: Change.org/BrandenburgWald.

PS: Ach übrigens, falls es jetzt noch jemanden gibt, der sich KEINE Sorgen machen sollte, hier eine Mail vom 28.04.2019:

Sehr geehrter Herr Tempel,
Als Diplom-Chemieingenieur und ehemaliger freiwilliger Feuerwehrmann mit Sonderausbildung über Gefahrstoffe und -güter muss ich Ihnen leider mitteilen, dass Ihre Befürchtungen einer Dioinbildung nicht von der Hand zu weisen sind. Die Wirksubstanz im "KARATE FORST flüssig" ist "Lambda-Cyhalothrin" und diese Substanz enthält im Molekül die Halogene Fluor und Chlor. Im Falle einer Verbrennung und anschließender langsamer Abkühlung der Rauchgase kommt es zur Dioxinbildung. Diese kann nur verhindert werden durch extrem schnelle Abkühlung (Abschrecken). Dies ist in Abfallverbrennungsanlagen möglich - nicht jedoch im Falle eines Waldbrandes.

Mit freundlichen Grüßen
Michael Franke


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