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Petition gegen die Kantonalen Sparmassnahmen im Bereich der Bildung

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An den Luzerner Kantonsrat

Sehr geehrter Herr Präsident,
Sehr geehrte Damen und Herren des Luzerner Kantonsrates

Im Namen der Mittelschülerinnen und Mittelschüler der unten aufgeführten Mittelschulen des Kantons Luzern und allen unterzeichnenden Personen fordern wir Sie mit dieser Petition auf, einzelne der vorgesehenen Sparmassnahmen im Bereich der Bildung abzulehnen. Dass aus solidarischen Gründen alle Departemente sparen müssen, ist nachvollziehbar. Folgende Punkte führen jedoch zu einem erheblichen Leistungsabbau in der Bildung, der nicht akzeptabel ist.

Insbesondere lehnen wir folgende drei Punkte ab:

1. Erhöhung des Schulgeldes in der postobligatorischen Schulzeit von CHF 465.- auf CHF 765.-

Bereits jetzt berechnet der Kanton Luzern eines der höchsten Schulgelder im nationalen Vergleich. Da die Bildung als Grundwert unserer Gesellschaft gilt und unabhängig vom sozialen und ökonomischen Hintergrund einer Person für jedermann zugänglich sein soll, halten wir diesen Punkt für untragbar. Diese Erhöhung um CHF 300.- stellt nicht nur einen Nachteil für viele Familien im Kanton dar, sondern macht den Kanton als Bildungsstätte deutlich unattraktiver. Diese Ungleichheit schaffende Erhöhung gilt es aus diesem Grunde abzulehnen.

2. Einführung einer Zwangsferienwoche

Dieser Vorschlag, der bereits vor zwei Jahren deutlich abgelehnt wurde, kritisieren wir nicht nur aufgrund seiner Wiedereinbringung, sondern auch weil er einen qualitativen Abbau mit direktem Einfluss auf die Schülerschaft und deren Bildung darstellt. Der Schulstoff muss gekürzt oder weniger detailliert besprochen werden. Davon sind vor allem schwächere SchülerInnen betroffen, die in dieser Woche nicht pädagogisch unterstützt werden. Zu glauben, dass eine Woche Zwangsferien wenig, bis gar keine Auswirkungen auf die Schüler hat, ist illusorisch, da in einer Schulwoche teilweise vier bis sechs Lektionen desselben Fachs besucht werden. Betroffene MaturandInnen hätten schlechtere Voraussetzungen für die Maturaprüfungen: Die Chancengleichheit ist im Vergleich zu anderen Maturajahrgängen nicht gegeben.

3. Erhöhung der Elternbeiträge für den freiwilligen Instrumentalunterricht an kantonalen Schulen

Musik ist ein wichtiger Bestandteil unserer Kultur sowie ein Ausgleich zum Schulalltag, welchen die Luzerner Mittelschüler zu bewältigen haben. Durch die Erhöhung des Elternbeitrages um CHF 150.- auf CHF 1'040.-, sowie das Halbieren der kantonalen Subventionen (von CHF 1'750.- auf CHF 890.-) an die Gemeindemusikschulen, steigen die Kosten für den Instrumentalunterricht um 96.6%. Wer diese massiven Mehrkosten tragen wird, ist noch unklar. Es ist jedoch damit zu rechnen, dass ein Grossteil dieser Kosten von den Eltern übernommen werden müsste. Dies schafft eine enorme soziale Ungleichheit und erschwert die Bildung im musischen Bereich. Musik ist ein kulturelles Gut, welches unabhängig von sozialer Klasse zugänglich sein sollte.

Wir bitten Sie, aufgrund der genannten Begründungen diese drei Punkte abzulehnen.



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