Für den Erhalt der JustMusic-Filiale in Hamburg

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Der lokale Einzelhandel ist durch E-Commerce und Corona-Pandemie stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Die Geschäftsführung der Justmusic GmbH hat sich daher kürzlich "nach langer und reiflicher Überlegung" dazu entschlossen, neben den Filialen in München und Dortmundauch die Hamburger Filiale im Bunker an der Feldstraße zu schließen. Das ist für alle Musikbegeisterten in Hamburg - Profis wie Hobbymusiker - ein harter Schlag.

Justmusic bietet eine Instrumentenvielfalt an wie kein anderes Musikgeschäft in Hamburg. Musikinstrumente im Internet zu bestellen, ist für Gitarristen, Pianisten, Schlagzeuger, Bassisten & Co. keine Alternative. Auf einem Instrument muss man gespielt haben, bevor man es kauft. Man heiratet auch keinen Menschen, von dem man nur Tinder-Fotos kennt (dieser überspitzte Vergleich sei mir gestattet). "Wir sind in den Herzen der Metropolen Deutschlands - zum Anfassen und Erleben in den größten Städten" - das steht auf der Justmusic-Homepage und an diesem Slogan sollte das Unternehmen festhalten. Wir wollen auch weiter fachkundig von dem freundlichen Personal beraten werden, Dinge vor Ort umtauschen können und einfach anderen Musikern begegnen. Musik und Musizieren ist Kommunikation. Ein wichtiger Ort, an dem diese Kommunikation in Hamburg stattfand, soll uns Ende Februar genommen werden. 

Ich als langjähriger Stammkunde von Justmusic (und vormals noch Amptown in Bramfeld) fordere von der Geschäftsführung, diesen Schritt noch einmal reiflichst zu überdenken. In Ihrem Onlineshop zu kaufen ist für viele Kunden keine Alternative. Ich fordere vom Hamburger Bürgermeister, sich für den Erhalt der Filiale einzusetzen. Warum werden Internetkonzerne wie Amazon und Google nicht endlich konsequent und umfassend besteuert und der lokale Einzelhandel von diesen Einnahmen gestützt? Warum lassen sie es zu, dass unsere Innenstadt ausblutet und immer weniger Menschen anzieht? Heute ist es Justmusic, morgen ein Kaufhaus und übermorgen die halbe Mönckebergstraße. Sorgen Sie dafür, dass die Hamburger City ein Ort der Begegnung und Kommunikation bleibt. Stärken Sie vor allem die international bekannte Musikszene Hamburgs, deren (Einzelhandels-)Herzkammer im Februar 2021 aufhören soll zu schlagen. Hier haben die Beatles ihre Weltkarriere begonnen und viele Musiklables ihren Sitz. Und hier soll es kein Kaufhaus für Musikinstrumente mehr geben? Das ist beschämend.

Wir bitten zudem alle Hamburger*innen, sich mit unserem Anliegen zu solidarisieren und diese Petition zu unterschreiben. Für den lokalen Einzelhandel, gegen das entfesselte Agieren supranationaler Online-Handelskonzerne und für eine Innenstadt der Begegnung - von Musiker zu Musiker, von Mensch zu Mensch.

Herzlichen Dank für jede Stimme!

Matthias Janson