Erfolg

Kann-Semester mit Freischussverlängerung für Jurastudierende!

Diese Petition war mit 1.007 Unterstützer*innen erfolgreich!


Aufgrund der Verbreitung des Corona-Virus wurden zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um den Universitätsbetrieb dennoch durchführen zu können. Allerdings geschieht dies zulasten einer Vielzahl von Studierenden, die die Nachteile in ihrem Studium zu spüren bekommen. Insbesondere Jurastudierende, die an der sog. Freischussregelung gebunden sind, um einen Verbesserungsversuch im ersten Staatsexamen wahrnehmen zu können - was eine erhebliche psychische, karrierebezogene und wirtschaftliche Erleichterung für sie darstellt - leiden unter der momentanen Unsicherheit. Ein "normaler" Universitätsbetrieb ist in diesem Semester nicht ohne Nachteile möglich.

Deshalb fordern wir: die Einführung eines Kann-Semesters mit einer Freischussverlängerung für Jurastudierende! Das Sommersemester 2020 darf nicht zur Regelstudienzeit zählen. Bayern, Thüringen, das Saarland, Hessen, Berlin und Brandenburg haben dies bereits umgesetzt; jetzt liegt es an Hamburg nachzuziehen.

Konsequenterweise fordern wir zusätzlich eine Verlängerung der BAföG-Förderhöchstdauer, damit die Wahrnehmung des Kann-Semesters nicht von der finanziellen Lage einzelner Studierenden abhängt.

Gründe:

  • Das digitale Semester bedeutet für viele Bundesländer, wie auch für Hamburg, eine Umstellung. Aus diesem Grund musste das SoSe 20 um ca. zwei Wochen verschoben beginnen, genauso wie das WiSe um drei Wochen verspätet beginnen soll. Dies stellt eine Verkürzung von Lehrveranstaltungen dar, und damit eine Benachteiligung für die Bildung jetziger Studierende. Für anstehende Klausuren und vor allem für das Staatsexamen findet die Benachteilung jedoch keine Berücksichtigung; vielmehr wird das vollständige Wissen von Jurastudierenden verlangt.
  • Veranstaltungen, wie Schlüsselqualifikationen und Fremdsprachennachweise, die ohnehin sehr rar sind, aber für die Zulassung für das Staatsexamen unabdingbar sind, wurden ersatzlos gestrichen.
  • Schwerpunkthausarbeiten mussten wegen der Schließung der Rechtsbibliothek abgebrochen werden. Seminararbeiten können nicht, oder nur sehr erschwert und nur mit digitalen Ressourcen geschrieben werden. Vor allem für diese (ehemaligen) Schwerpunktskandidaten, die sich nun in der Examensvorbereitung befinden, bedeutet ersteres der Verlust des Freischusses!
  • Aufgrund der Schließung der Bibliothek ist für viele der einzige ruhige Ort mit Zugang zu Fachbüchern geschlossen. Vor allem Schwerpunktskandidaten und Examenskandidaten, die spezielle und oftmals teure Literatur zum Lernen brauchen, leiden hierunter. Das Online-Angebot reicht für eine gleichwertige Bildung nicht aus. Außerdem haben nicht alle die finanziellen Mittel zum Kauf von Lehrbüchern oder für guten Internetzugang.
  • Abgebrochene Hausarbeiten müssen innerhalb des ohnehin schon verkürzten Semesters geschrieben werden.
  • Studierende mit Kindern, die nun die Betreuung alleine und ohne Unterstützung übernehmen, leiden hierunter in doppelter Hinsicht.
  • Die Klausureneinsicht ist bis auf weiteres nicht möglich und Remonstrationen können aufgrund der verzögerten Versendung von Scans nur sehr verspätet erfolgen, was eine Unsicherheit für die Planung des Semesters bedeutet.


Heute: Niusha verlässt sich auf Sie

Niusha Rabbanifar benötigt Ihre Hilfe zur Petition „Justizprüfungsamt Hamburg: Kann-Semester mit Freischussverlängerung für Jurastudierende!”. Jetzt machen Sie Niusha und 1.006 Unterstützer*innen mit.