Gegen Paragraph 64 des StGB!

0 haben unterschrieben. Nächstes Ziel: 100.


Hallo, ich bin Thomas B. Ich fordere hiermit die Aufhebung des Paragraphen 64 des Strafgesetzbuches! Es geht darum, dass Sucht genauso eine Krankheit ist, wie alle anderen Krankheiten auch. Wer jedoch aufgrund dieser Erkrankung eine Straftat begeht, kann unter Umständen mit dem Paragraph 64 (Maßregelvollzug) bestraft werden. Hierzu kann man bis zu 18 oder sogar 24 Monaten in eine Forensische "Klinik" eingesperrt werden! Im Endeffekt unterscheiden sich diese Kliniken kaum von Justizvollzugsanstalten. Nur mühsam gelangt man zu Lockerungen und beim kleinsten Verstoß werden die Lockerungen wieder aufgehoben. Diese "Kliniken" sind umgeben von Meterhohen Mauern eingepfercht in Natostacheldraht, alle par Meter eine Kamera, schlicht und einfach gesagt, ein Gefängnis in dem psychisch kranke Menschen unter Gefangenschaft geheilt werden sollen!? Im Laufe meiner "Suchtkarriere" bin ich schon auf den einen oder anderen Menschen gestoßen, der diese Tortur mitmachen musste  Mir wurde von allen das gleiche berichtet. Und zwar werden die Menschen dort systematisch psychisch und geistig zerlegt um sie dann neu programmieren zu können, ganz nach den Idealen eines Staates, der sich damit meiner Meinung nach strafbar macht, indem er die Würde des Menschen mit Füßen tritt und teilweise gegen Menschenrechtsverletzungen verstößt!! Mir würde immer wieder gesagt, dass der Knast nicht einen Bruchteil so schlimm ist, wie der Maßregel Vollzug! Auch brechen viele die "Therapie" ab und verbußen lieber die Zeit im Gefängnis, auch wenn sie dort doppelt oder dreifach solange einsitzen! Nicht alle Menschen haben einen guten Start ins Leben gehabt! Ich würde als Kind unschuldig von meinem Stiefvater misshandelt und musste zusehen, wie meine Eltern sich prügelten, sogar mit Messern aufeinander losgingen! Ich habe ein schweres Kindheitstrauma und würde deswegen mit 16 abhängig von Alkohol und Drogen. Dies wiederum hatte zufolge, dass Folgeerkrankungen dazu kamen! Und jetzt muss ich mit 39 Jahren, als Papa von vier Kindern, der sein Leben um 180 Grad geändert hat, seit vier Jahren keinen Alkohol trinkt und keine Drogen mehr nimmt, immer mit der Angst leben, unter Führungsaufsicht, das heißt beim kleinsten Verstoß gegen die Auflagen, in so ein Gefängnis eingesperrt zu werden. Seit der Verurteilung ist meine Angststörung viel schlimmer geworden, als sie zuvor war! Ich habe massive Angstattacken, Schlafstörungen und Albträume, on denen ich immer wieder träume einen Ausrutscher, also Rückfall zu erleben und dann diese Tortur zu erleben müssen, von der mir schon so viel berichtet wurde. Es kann nicht sein, dass man als psychisch kranker Mensch keine andere Chance bekommt, wenn man unter Drogeneinfluss oder Alkoholeinfluss eine Straftat begangen hat, als eingesperrt oder extrem überwacht zu werden! Privatsphäre habe ich seit knapp vier Jahren nicht mehr, da die Führungsaufsichtsstelle alles wissen will. Ich muss sogar mitteilen, wenn ich innerhalb Deutschlands für ein par Tage den Wohnort verlasse! Nicht genug, dass ich in dieser ganzen Zeit jeden Monat zum Bewährungshelfer muss und zur Suchtberatung, nein ich werde auch gezwungen zum Psychiater zu gehen, der mir nur Medikamente verschreibt und dort null Psychedukation, also der Grundstein, zur Heilung einer psychiatrischen Krankheit geboten wird! Auch suchtkranke Menschen dürfen nicht von Anders erkrankten, die Straftaten begehen und viel milder in meinen Augen bestraft werden, unterschieden werden! In Deutschland wird man als suchtkranke Mensch sowieso wie ein Mensch zweiter Klasse behandelt und das muss endlich aufhören! Deswegen fordere ich die Aufhebung des Paragraphen 64 StGB oder die Abänderung! Ich fordere, dass suchtkranke Täter genauso eine Therapie machen dürfen als anders erkrankte Täter, jedoch keinesfalls unter solch absurden Umständen, der Freiheit entzogen, psychisch gebrochen und zu einem Menschen programmiert werden, der rein den Idealen des Staates entspricht! Solche Maßnahmen kann man bei gewissen Straftaten wie einer gefährlichen Körperverletzung, Raub mit Schusswaffe, Mord, Vergewaltigung, Kindesmissbrauch ect. anwenden, aber nicht bei Patienten, die durch ihre Sucht z. B. wegen dem Besitz von Drogen oder einer kleinen Schlägerei, die es in dem Milieu alle Male gibt, wo niemand schwer verletzt wurde, oder einem besonders schwerem Diebstahl der aufgrund des Suchtmittelbeschaffungsdruckes getätigt wurde! Und selbst bei den schweren Straftaten bezweifle ich dieses Konzept, denn wenn man mal die Statistik sich ansieht, dann zeigt die Rückallquote derjenigen, die im Maßregelvollzug waren doch alles andere als Produktivität oder erfolgreiche Behandlung oder gar Heilung auf! Ganz im Gegenteil, die meisten sind hinterher noch kränker als davor und das schlimmste ist  wenn man entlassen wird, hat man wieder weitere fünf Jahre Führungsaufsicht, in denen man psychisch gesehen massiv unter Druck gesetzt, ja fast in einen Rückfall getrieben wird! Und eine einzige Flasche Bier, ein Grundnahrungsmittel in Bayern kann ausreichen, um am nächsten Tag positiv zu sein und als Konsequenz droht der Maßregelvollzug! Das ist einfach nur irre und absurd! Bitte helfen Sie mir und anderen Suchtkranke und setzen sich für die Abschaffung dieses Gesetzes ein, damit auch wir Suchtis diese Ängste nicht mehr ausstehen müssen und genauso normale Behandlungsmöglichkeiten, die vor allem produktiv und nicht kontraproduktiv wie der Maßregelvollzug sind, erhalten können! Suchtkranke Menschen sind auch nur kranke Menschen und dürfen nicht pauschal wie Schwerverbrecher abgestempelt und schon gar nicht, verstoßend gegen Menschenrechte vom Staat in solche "Irrenanstalt"  anders kann man diese Gefängnisse, die unter dem Deckmantel "Forensische Klinik" betrieben werden, nicht benennen!

Danke



Heute: Thomas verlässt sich auf Sie

Thomas B. benötigt Ihre Hilfe zur Petition „Justiz: Gegen Paragraph 64 des StGB!”. Jetzt machen Sie Thomas und 8 Unterstützer/innen mit.