Schutzmaßnahmen für psychiatrische Krankenheitsbilder im Internet / Gegen Stigmatisierung

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GEGEN HATE-SPEECHING!

GEGEN CYBERMOBBING!

GEGEN DISKRIMINIERUNGEN!

GEGEN VERLEUMDUNGEN! 

FÜR EIN GEMEINSAM! FÜR VERSTÄNDNIS! FÜR AKZEPTANZ!

Immer öfters finden sich unqualifizierte laienhafte Aufklärer im Social-Media-Bereich an, die über pathologische psychiatrische Krankheitsbilder berichten und somit einen großen Anteil einer immer mehr zunehmenden Stigmatisierung innerhalb Deutschlands beitragen.

So klärt beispielsweise eine (laut eigenen Angaben) Reiseverkehrskauffrau über den pathologischen Narzissmus auf oder ein (laut eigenen Angaben) Autohändler über depressive Menschen.

Anschließend werden sogenannte „Coachings“ verkauft.

Durch die fehlende Neutralität (qualitative Ausbildung) werden Unwahrheiten über pathologische psychiatrische Krankheitsbilder sowie falsche Tatsachen und ein fehlgeprägtes Bild der eigentlichen Symptomatik der unterschiedlichsten psychiatrischen Störungsbilder an die Gesellschaft herangetragen, die für Klienten von laienhaften Aufklärern als auch für Menschen mit psychiatrischen Einschränkungen gesundheitlich schädlich sein können. 

Menschen ohne dementsprechende Qualifikation berichten hierbei oft aus eigenen Erfahrungen und können weder zwischen Störungsbildern noch einem Heilungsverfahren unterscheiden.


Auf diesem Wege werden Menschen mit Behinderungen durch laienhafte Aufklärungen in sozialen Medien (in diesem Fall psychiatrisch erkrankte Menschen) stigmatisiert, diskriminiert und somit ihr Leid verstärkt. Auch ihre Angehörigen leiden unter diesen Folgen.


Laut §2 Absatz 1 SGB IX und des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG) wird eine Behinderung wie folgt bezeichnet: „Menschen sind behindert, wenn ihre körperliche Funktion, geistige Fähigkeit oder seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate von dem für das Lebensalter typischen Zustand abweichen und daher ihre Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt ist. Auf den anerkannten Grad der Behinderung kommt es dabei nicht an.“


Menschen mit psychosozialen Problemen und jene mit chronischen Krankheiten sind hierbei ebenfalls betroffen. Auch das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) sollte mehr greifen, um Menschen mit Behinderung gegen Diskriminierung zu schützen. Folgen sind gesellschaftlicher Ausschluss; Vorurteile in jeglichen Bereichen wie z. B. im Kollegium; auf dem Arbeitsmarkt; Verschlimmerungen des Krankheitsbildes; Abbruch von therapeutischen Maßnahmen; Vereinsamung und vieles mehr.


Oftmals haben es psychiatrisch erkrankte Menschen durch Fakenews im Social-Media-Bereich noch schwieriger, den Alltag zu meistern oder von der Gesellschaft akzeptiert zu werden. 


Daher möchten wir, dass Laienaufklärer ihre Informationen als solche kennzeichnen, um Stigmatisierungen entgegenzuwirken.


Wir möchten Betroffenen von psychiatrischen Erkrankungen und Angehörigen somit Gehör verschaffen, da diese ihre Informationen als Eigenerfahrung mit oder ohne Laieninformationen veröffentlicht werden können - selbstverständlich ebenso als solche gekennzeichnet, um zu vermeiden, dass Informationen als absoluter, unanfechtbarer Fakt angenommen und gegen Menschen mit Behinderung verwendet werden können.

Eine Zusammenfassung unserer Anforderungen:

-Titel, akademische Grade, Amts- und Dienstbezeichnungen sowie Berufsbezeichnungen sollen, nach Einreichung der dementsprechenden Dokumente, von den sozialen Medien geprüft werden, um jene genannten Bezeichnungen verstärkt zu schützen, 

- Titel wie „Psychologischer Berater“, "Trainer" und „Coach“ sollen in Deutschland geschützt werden, damit diese Begriffe nicht länger missbräuchlich benutzt werden können, um Beratung ohne qualifizierte Ausbildung zu verkaufen oder um Zuhörern eine fachkompetente Ausbildung zu suggerieren,

- Laienaufklärer sollen ihre Informationen als „Laieninformationen“ kennzeichnen, damit medizinische Fakten nicht untermauert werden, 

- Betroffene von psychischen Krankheiten/Störungen, sollen ihre Informationen als Eigenerfahrung kennzeichnen, weitere Informationen ebenso als Laieninformationen, 

- Verkaufsverbot von unqualifizierten Beratungen/Coachings, 

- Daher fordern wir ein Gesetz, welches die genannten Probleme beseitigt und psychisch Erkrankte im Internet besser schützt