Pflegekräftenotstand

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Wir fordern schnelles, unbürokratisches Handeln gegen den Pflegenotstand!

Seit sehr langer Zeit weiß man von den Problemen in der Pflege, und lamentiert eifrig um den heißen Brei. Lösungen sind nicht in Sicht. Dabei wären mit einigen wenigen Maßnahmen die schlimmsten Zustände behoben, und das sogar in Windeseile.

Wir alle wissen, dass der so genannte Pflegenotstand eigentlich ein Notstand der Pflegekräfte ist, und sich die Situation für die Pflege nur mit der Situation der Pflegekräfte ändern lässt. Ein ehrenwerter Beruf verliert dramatisch an Attraktivität, wenn doch bekannt ist, dass dutzende Überstunden monatlich, geringer Lohn, 12 Std Schichten und ständige Erreichbarkeit an der Tagesordnung sind.

Genau diese alarmierenden und in höchstem Maße belastenden Umstände ließen sich jedoch sehr schnell und ebenso effektiv abstellen.

1.       Laut Ärzteblatt haben Schwesig und Lauterbach sich für 30% mehr Lohn in der Pflege ausgesprochen, und genauso sehen wir das auch.

2.       Zulagen für Überstunden, sowie Wochenend- und Feiertagsarbeit müssen einheitlich und weit attraktiver geregelt werden. Sonderleistungen gebührt auch besondere Anerkennung.

3.       Die maximale Wochenarbeitszeit von derzeit 60 Stunden muss die absolute Ausnahme sein, bewusste Zuwiderhandlung bestraft werden.

4.       Von Seiten der Gewerbeaufsichtsämter und Krankenkassen müssen dringend regelmäßige, vor allem aber unangemeldete Überprüfungen der Kliniken und Pflegedienste stattfinden. Hierbei ist verstärkt Augenmerk auf vereinbarte und tatsächlich erbrachte Leistungen zu richten. „Insidern“ ist längst sehr gut bekannt, dass immense Schummeleien stattfinden. Auch ist die Einhaltung arbeitsrechtlicher Vorschriften genau zu überprüfen.

5.       Auf Grund der sehr hohen Belastungen körperlicher wie auch seelischer Art in der Pflege, sollte es Pflicht sein, dass Jeder Betrieb eine psychologische Beratung und auch Betreuung des Personals anbieten muss.

6.       Gerade in der Pflege sollte bevorzugt deutsches Personal eingesetzt werden, schon wegen der Verständlichkeit und nicht zuletzt auch um Stress für den Patienten zu vermeiden.

7.       Die mehr als umstrittene Pflegekammer darf keine Zwangsmitgliedschaft unter Androhung drastischer Strafen erzwingen, der Beitritt muss freiwillig sein. Für ohnehin schlecht bezahlte Pflegekräfte stellt der von der Pflegekammer als angemessen bezeichnete Beitrag definitiv eine unfreiwillige, finanzielle Belastung dar.

Jedem sollte klar sein, dass die genannten Forderungen nur ein Anfang sein können, der jedoch leicht, einfach und schnell umzusetzen wäre.

Bei all der leidigen Diskussionen um dieses Problem scheinen die Verantwortlichen zu vergessen, dass sie selbst auch eines Tages zum Pflegefall werden könnten. Nun, das wünschen wir ihnen selbstverständlich nicht. Eine Frage sei jedoch erlaubt: Möchte jemand im Zweifelfall von einer schlecht gelaunten, überlasteten und vielleicht kaum Deutsch sprechenden Pflegekraft abgefertigt werden, oder erwartet man eine verständnisvolle, angemessene und vertraute Behandlung der eigenen Person?

Es wurde lange genug um den heißen Brei geredet, jetzt sind Sofortmaßnahmen angesagt!

Unsere Politiker dürfen nun beweisen, dass sie das sind wofür sie eigentlich gewählt wurden: Volksvertreter!



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