Keine #Rasterpsychotherapie, Herr Spahn!

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Keine #Rasterpsychotherapie, Herr Spahn!

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Auf Antrag des Gesundheitsausschusses des Bundestags soll Psychotherapien in Deutschland künftig ein Rastersystem auferlegt werden. Je nach Krankheitsbild soll ein vorgegebenes Raster über Beginn, Dauer, Art und Aufwand der Therapie bestimmen.

Als Betroffener weiß ich, dass psychische Erkrankungen in ihrer Ausprägung und Behandlung sehr individuell sind. Eine Festlegung von festen Therapiestunden für bestimmte Krankheitsbilder ist kontraproduktiv und gefährlich. Es erschwert die Heilung und Hilfe für Betroffene und bringt sie damit unnötig in Gefahr. Ich selbst war in drei psychiatrischen Einrichtungen. Hätte man mir in der Zeit meiner größten Krise nicht individuell und auf meine spezielle Situation abgestimmt geholfen, wäre ich heute gesundheitlich nicht wieder stabiler als zuvor. 

Jens Spahn, die Änderung des Gesetzes zur Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung (GVWG) darf nicht durchgesetzt werden! 

Mit Unterstützung der Deutschen Depressionsliga e.V., bei der ich selbst Mitglied bin, fordere ich die Ablehnung der Ergänzung des Sozialgesetzbuchs mit dem folgenden Satz (§ 92 SGB V): „Der Gemeinsame Bundesausschuss prüft bis zum 31. Dezember 2022 unter Berücksichtigung der Versorgung nach Absatz 6b, wie die Versorgung von psychisch kranken Versicherten bedarfsgerecht und schweregradorientiert sichergestellt werden kann".

Statt Therapien in strenge Raster zu pressen ist eine Verbesserung der Versorgung insgesamt notwendig. Mit diesem Vorhaben wird die sinnvolle und ergebnisorientierte Hilfe für betroffene Menschen erschwert bis unmöglich gemacht und damit Leben gefährdet. 

Helfen Sie mit und stoppen Sie die #Rasterpsychotherapie!

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