abgelaufene Medikamente müssen fachgerecht entsorgt werden.

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Letzte Woche als die ganze Familie wieder von der herbstlichen Erkältungswelle flach lag, habe ich unsere Medizinvorräte ausgemistet:

Abgelaufen - weg damit, „innerhalb drei Wochen nach dem Öffnen nicht mehr verwenden“ - auch weg, leere Packungen und Blister, weg damit.

So ging das eine Weile und am Ende war es eine kleine Box mit Glasflaschen mit Hustensäften, angebrochene Blister mit Tabellen aller Art und so weiter.

Aber wohin jetzt damit? Musste ich jetzt alles trennen (Glasabfall, Kunststoff, Papier,... Wohin dann mit den flüssigen Inhalten der Glasflaschen?) oder muss alles in den Restmüll? Ich fing an zu googeln. Auf der Homepage des Bundesumweltamtes fand ich eine Studie der zufolge 47% der Befragten ihre flüssigen Medikamentenreste über den Abfluss entsorgten (https://www.umweltbundesamt.de/themen/erklaerfilm-alte-arzneimittel-ein-fall-fuer-die 

Und dann fand ich: es gibt keine bundesweit einheitliche Regelung (https://arzneimittelentsorgung.de Aber warum? Warum gibt es keine feste Rückgabestelle für Medikamente? Jedes defekte Elektrogerät kann ich im Fachgeschäft oder Wertstoffhof abgeben. Warum nicht Medikamente?

Daher fordere ich die Schaffung einer Rückgabestelle, damit Medikamente künftig fachgerecht entsorgt werden und nicht zusätzlich das Grundwasser belasten. Bitte Herr Spahn und Frau Schulze, nehmen Sie sich dem Thema gemeinsam an. Finden Sie eine Lösung für dieses Problem dass alle Bürger in Deutschland gleichermaßen betrifft und bei dem sich die wenigsten damit auskennen, wie sie die Medikamente richtig entsorgen können. Wenn sich Elektrogeräte fachgerecht entsorgen lassen, sollte das auch für Medikamente mit ihren massiven Einflüssen auf die Umwelt erst recht möglich sein.