Schulpflichtentbindung für Autisten & schwerbehinderte Kinder (wo bleibt die Inklusion?)

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Es gibt in Deutschland eine Schulpflicht für alle Kinder, ob gesund, entwicklungsverzögert oder sogar schwerstbehindert, doch leider häufig, gerade für autistische Kinder, keine geeigneten Förderorte. Da ich selbst betroffen bin, weiß ich, wie schwierig der Kampf für des Ruhen der Schulpflicht zu erreichen ist. Wir kämpfen derzeit vor Gericht. Mein 8 jähriger Sohn ist Autist, hat zudem einen Gendefekt und Pflegegrad 4 (von 5 möglichen Schweregraden). In der Schule litt er, bedingt durch sein schlechtes Immunsystem, so häufig an gravierenden Infekten, daß er monatelang zu Hause war. In der Schule war er reizüberflutet, hatte Versagensängste, soziale Ängste und verstand vom Lernstoff kaum etwas. Zu Hause fing er an, sich vor Schulbeginn autoaggressiv zu verhalten, er schrie, wenn ich ihn ankleiden wollte und erbrach vor lauter Angst. Seit einem Jahr unterrichte ich ihn trotz Schulpflicht zu Hause, so daß er in Ruhe eigene kleine Erfolge erzielen kann, Stückchen für Stückchen; Und er empfindet Freude dabei. Wahrscheinlich wird er niemals ein Zahlenverständnis aufbringen, auch Buchstaben fallen ihm schwer. Aber wir versuchen es immer wieder aufs Neue.

Ich habe die letzten Monate viele betroffene Eltern kennenlernen dürfen, so daß ich erschrocken war, wie das deutsche Schulsystem wegsieht und Steine, nein sogar Felsen in den Weg legt. Kinder haben diverse Wechsel der Förderorte, kommen immer wieder mit anderen, für sie lauten Kindern in Kontakt und sind dermaßen abgelenkt, daß die Konzentration nicht vorhanden ist. Für manche Kinder ist das Ruhen der Schulpflicht angemessen; So könnten Sie durch die Eltern (oder später eigenständig) unterrichtet werden, alternativ durch eine Fernschule, damit so evtl. zukünftigen, psychischen Erkrankungen entgegengewirkt werden kann.



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