Straffreiheit für Seenotrettung!

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catherine STESSELS
catherine STESSELS hat diese Petition unterschrieben.

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Mein Name ist Lea, ich war als Krankenpflegerin mit Kapitänin Pia Klemp an Bord der Iuventa. Heute wird gegen sie und neun andere junge Seenotretter*innen in Italien ermittelt, weil sie Leben gerettet haben. Ihnen drohen 20 Jahre Gefängnis. Würde die Crew verurteilt, es wäre das Ende der Menschlichkeit in Europa. 

Ich will nicht weiter schweigend zusehen, wie Freiwillige sich für ihre Solidarität vor Gericht verteidigen müssen, während diejenigen straflos davonkommen, die diese Situation zu verantworten haben. Es ist die Abschottungspolitik der EU, die das Mittelmeer zum Massengrab macht.

Wo die Unterstützung aus der Politik fehlt, zählt für die Crew besonders der Rückenwind aus der Zivilgesellschaft. Deshalb bitte ich Sie, hier durch Ihre Unterschrift ein Zeichen der Solidarität mit allen mutigen und engagierten Helfer*innen zu setzen. Mehr Informationen zum Fall der iuventa10 und eine Spendenmöglichkeit für Rechtskosten gibt es hier: www.iuventa10.org

Ich war fünf mal an Bord von Seenotrettungschiffen, habe die Folterwunden der Menschen behandelt, die gerade aus libyschen Internierungslagern entkommen waren. Ihnen einen sicheren Hafen in Europa zu verwehren, ist unmöglich - sowohl rechtlich, als auch moralisch.

Deshalb macht es mich wütend und traurig, dass politisch motivierte Strafverfahren unsere Solidarität unterbinden sollen. Denn letztlich sollte es nicht um uns gehen, sondern um die Menschen auf der Flucht. Ihnen soll Hilfe verwehrt werden. Doch das wird nicht gelingen. Wir sind mehr!

Mit dieser Petition schicken wir einen Appell an Italiens Innenminister Matteo Salvini, die Kriminalisierung sofort zu beenden. Riesige Proteste in ganz Europa haben bewirkt, dass Kapitänin Carola Rackete schnell wieder freigelassen wurde. Unsere Stimme hat Gewicht.

Gemeinsam schaffen wir ein solidarisches Europa!