Gerechtigkeit für E. Valiente

Gerechtigkeit für E. Valiente

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Wir fordern Gerechtigkeit für meinen Vater E. Valiente!

Getreten, geschlagen, gewürgt, gedemütigt, auf offener Straße entblößt. Grundlos. Am 24.09.2019 wurde meine Vater E. Valiente, Altenpfleger bei der Arbeit, ohne Vorwarnung von der Berliner Polizei in Charlottenburg angegriffen.

Auf dem Weg von einem Patienten zum Nächsten, telefonierte mein Vater während des Fahrradfahrens. Das allein reichte als Anlass um ihn kurz darauf körperlich anzugreifen. Mehrere Polizist*innen begannen auf E. Valiente einzutreten, ihn zu würgen und zu schlagen.

Einige Zeit später kamen zwei Einsatzwägen mit mehr Polizist*innen dazu und E. Valiente wurde in Handschellen am Boden weiterhin brutal in Rippen, Kopf und Genitalien getreten. Meinem Vater wurde grundlos unterstellt alkoholisiert, bewaffnet und im Besitz von Drogen zu sein. Auch auf mehrfaches Hinweisen, dass er ambulanter Pfleger ist wurde nicht reagiert. Seine Hilferufe blieben unbeantwortet.

Beim durchsuchen von E. Valiente und seinen Sachen fanden die Polizist*innen seinen Pflegeausweis und ließen endlich von ihm ab. Bevor die Polizist*innen den Tatort verließen gaben sie ihm unmissverständlich zu verstehen, dass alles seine Schuld war und nahmen sowohl sein Dienst-/ als auch sein persönliches Handy mit. Geschockt, aufgelöst und unter Schmerzen blieb mein Vater allein zurück und sammelte sein Hab und Gut von der Straße.

Dieser traumatisierende Vorfall ereignete sich im September 2019. Noch heute, zehn Monate später muss mein Vater mit den körperlichen und psychischen Konsequenzen kämpfen. Schürfwunden, Striemen, Schmerzen beim Schlucken, ein Hämatom, Atembeschwerden und eine schmerzhaft eingeschränkte Halswirbelsäule sind nur die sichtbaren Verletzungen.

Seinen Beruf als Altenpfleger konnte E. Valiente seitdem nicht mehr wahrnehmen.

Das es sich nicht um einen Einzelfall handelt wird vor allem ersichtlich wie die Polizei mit dem Fall umgeht. Bis heute wird das Ermittlungsverfahren verschleppt und es ist nicht zu einer Anklage gegen die beteiligten Polizist*innen gekommen. Gleichzeitig wird versucht, dass Verhalten von Valiente zu kriminalisieren und dieser soll vom Opfer zum Täter gemacht werden.
Dieses Vorgehen der Polizei ist bei weitem kein Einzelfall. Einschüchterung, Leugnung des eigenen Fehlverhaltens als auch die Retraumatisierung sind mächtige Werkzeuge um Opfer zum Schweigen zu bringen. Das können wir nicht zulassen. Die Polizei hat ein strukturelles Rassismus Problem.

Wir fordern Gerechtigkeit für meinen Vater und alle anderen Opfer von rassistisch motivierter Polizeigewalt. Wir fordern den Innensenator Herr Geisel, den Justiz Senator Behrendt, sowie die Berliner Polizeipräsidentin Frau Slowik um eine transparente Aufarbeitung dieses Falles.

Es muss unabhängige Meldestellen für Polizeigewalt, strukturelle Aufarbeitung sowie antirassistisches Training innerhalb der Polizei geben damit so etwas nie wieder vorkommt.

gofundme.com/gerechtigkeit-fur-valiente