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Petitioning Landkreis Aurich, Ostfriesland Dr. G. Aufleger und das Gesundheitsamt Norden and 1 other
This petition will be delivered to:
Landkreis Aurich, Ostfriesland
Dr. G. Aufleger und das Gesundheitsamt Norden
D. Christoffers
Sozialamt Norden

#Inklusion jetzt: Die kleine Lena soll in ihrem Kindergarten bleiben! (@LandkreisAurich)

Lena kam als Frühchen mit einem angeborenen Herzfehler zur Welt. Mit 18 Monaten kamen Krampfanfälle hinzu und Lena fing an zu kämpfen. Lena hat mittlerweile einen Schwerbehindertenausweis 100%. Trotzdem will sie ein ganz normales Mädchen sein. Nun braucht die Familie unsere Hilfe!

Update: +++ Heute, 11. Juni, waren Lenas Mutter und Lena in dem vom Sozialamt vorgeschlagenen Kindergarten in Aurich. Der Kindergartenleiter entschied, Lena auf Grund der großen Distanz zum Wohnort nicht aufzunehmen. Der Leiter sagte, dass die Förderung zum Kind kommen müsse und nicht anders herum. +++

Hier schildert die alleinerziehende Mutter von drei Kindern aus Ostfriesland/Hage das Problem:

„Meine Tochter Lena (2,5 Jahre) geht derzeit fünfmal die Woche nachmittags in einen ganz "normalen" Kindergarten. Der Kindergarten ist gleich bei uns um die Ecke; ca. 5 Minuten in entfernt im ostfriesischen Dorf Berumbur. Zweimal die Woche begleitet sie eine Integrationshilfe der Behindertenhilfe e.V. dorthin, so dass ich dann ein wenig mehr Zeit habe, mich um meine anderen beiden Kinder zu kümmern. Die Integrationshilfe zahle ich derzeit selbst, obwohl eigentlich das Gesundheitsamt Norden dafür zuständig wäre! Doch mein Antrag wurde ignoriert, Lena wurde noch nicht einmal untersucht.

Statt dessen fordern Gesundheitsamt und Sozialamt jetzt, dass Lena ihren Kindergarten verlässt und in eine neue Kinderkrippe geht - weit weg von unserem zu Hause, in der ausschließlich behinderte Kinder sind. Ich habe kein Auto, da ich mir das nicht leisten kann und die Busse in Ostfriesland lassen sich mit einem Reha-Buggy nicht besteigen. Aber das Schlimmste: Sobald Lena 3 Jahre alt wird, muss sie wieder wechseln (Sommer 2014) und wir müssen einen komplett neuen Kindergarten mit Integrationsgruppe suchen. In ihrem jetzigen Kindergarten könnte sie bis zum Schulanfang bleiben.

Obwohl Lenas Kindergärtnerin der Ärztin des Gesundheitsamts, Frau Dr. Aufleger, persönlich mitgeteilt hat, dass Lena auf jeden Fall bleiben sollte, weil sie gut in der kleinen Gruppe aufgehoben ist und ein zweifacher Wechsel nicht förderlich ist, hält das Amt an der Forderung fest; das klingt für mich nach reiner Willkür. Natürlich kostet die Integrationshilfe Geld und es wäre billiger, Lena in eine Behindertengruppe zu versetzen - aber ich wünsche mir, dass meine Tochter so normal wie möglich aufwächst und mit nicht-behinderten Kindern spielen kann.

Liebes Gesundheitsamt im Landkreis Aurich, liebes Sozialamt Norden, Lena hat sich so gut in ihrem Kindergarten eingelebt und ein zweifacher Wechsel ist sehr viel für sie. Zumal ist die neue Kinderkrippe sehr weit weg von unserem zu Hause und für mich schwierig zu erreichen. Ich möchte, dass Lena an der Inklusion in Deutschland teilnehmen darf."

Lena ist Opfer eines grundsätzlichen Problems für behinderte Menschen, die nicht in einer großer Stadt leben. Die Transportmöglichkeiten sind nicht behinderten-freundlich, es gibt keine passenden Kindergärten in der Nähe der Familien und die Eltern brauchen Hilfe bei der Bewältigung des Alltags - und keine Steine.

P.S. Ich selbst heiße Stephanie Zajonc, habe selbst drei Kids und möchte Lena und ihrer Mama helfen, damit die Mutter sich in Ruhe um die Kinder kümmern kann.


Letter to
Landkreis Aurich, Ostfriesland Dr. G. Aufleger und das Gesundheitsamt Norden
D. Christoffers Sozialamt Norden
Ich schreibe Ihnen im Fall der kleinen Lena R. aus Hage/Ostfriesland.

Lena (2,5 Jahre) geht fünfmal die Woche nachmittags in einen ganz "normalen" Kindergarten. Der Kindergarten ist gleich um die Ecke; ca. 5 Minuten in entfernt im ostfriesischen Dorf Berumbur. Zweimal die Woche begleitet sie eine Integrationshilfe dorthin, so dass Lenas Mutter ein wenig mehr Zeit hat, sich um die anderen beiden Kinder zu kümmen. Die Integrationshilfe zahlt die Mutter derzeit selbst, obwohl eigentlich das Gesundheitsamt Norden dafür zuständig wäre. Der Antrag wurde abgelehnt, Lena wurde noch nicht einmal untersucht.

Statt dessen fordert das Gesundheitsamt jetzt, dass Lena ihren Kindergarten verlässt und in eine neue Kinderkrippe geht - weit weg von ihrem zu Hause (8km entfernt), in der ausschließlich behinderte Kinder sind. Lenas Mutter hat kein Auto und die Busse in Ostfriesland lassen sich mit einem Reha-Buggy nicht besteigen. Aber das Schlimmste: Sobald Lena 3 Jahre alt wird, muss sie wieder wechseln (Sommer 2014) und es muss ein komplett neuer Kindergarten mit Integrationsgruppe gefunden werden. In ihrem jetzigen Kindergarten könnte sie bis zum Schulanfang bleiben!!!

Obwohl Lenas Kindergärtnerin der Ärztin des Gesundheitsamts, Frau Dr. Aufleger, persönlich mitgeteilt hat, dass Lena auf jeden Fall bleiben sollte, weil sie gut in der kleinen Gruppe aufgehoben ist und ein zweifacher Wechsel nicht förderlich ist, hält das Amt an der Forderung fest; das klingt für mich nach Willkür. Natürlich kostet die Integrationshilfe Geld und es wäre billiger, Lena in eine Behindertengruppe zu versetzen - aber wir wünschen uns, dass Lena so normal wie möglich aufwächst und mit nicht-behinderten Kindern spielen kann.

Liebes Gesundheitsamt der Stadt Norden, Lena hat sich so gut in ihrem Kindergarten eingelebt und ein zweifacher Wechsel ist sehr viel für sie. Zumal ist die neue Kinderkrippe sehr weit weg von ihrem zu Hause ist.

Wir möchten, dass Lena an der Inklusion in Deutschland teilnehmen darf.