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Petition richtet sich an Lobbyverband der Metall- und Elektroindustrie Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft und an 2 mehr

Setzen Sie sich ein für eine gerechte Rentenpolitik

46.823
Unterstützer/innen auf Change.org

Stoppen Sie diese Arbeitgeber-Kampagne! Gegen eine Spaltung unserer Gesellschaft! Für eine faire Rente! Für ein Leben in Würde!

Wer ein langes Arbeitsleben hinter sich hat, darf im Alter nicht arm und auf staatliche Hilfe angewiesen sein. Das Schicksal der Armut wird eine Mehrheit der Menschen treffen, wenn die jetzige Rentenpolitik fortgesetzt wird. Meine gesetzliche Rente wird so niedrig sein, dass ich die sogenannte Grundsicherung in Anspruch nehmen müsste. So als ob ich nie gearbeitet hätte. Das ist würdelos!

Die Werbekampagne zur weiteren Senkung der Beitragsniveaus von der sogenannten „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM)“, de facto eine Lobbyorganisation der Arbeitgeberverbände, hat mich vor diesem Hintergrund zutiefst getroffen. Finanziert wird ihre Arbeit durch die Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektro-Industrie. Eine Kampagne gegen eine Stärkung der gesetzlichen Rente ist das Gegenteil von sozialer Marktwirtschaft.

Die Arbeitgeberverbände könnten mehr für sozialversicherungspflichtige, fair bezahlte Arbeitsplätze tun. Doch anstatt Verantwortung zu übernehmen, hetzt die Kampagne der Arbeitgebervertretung INSM nur billig die Generationen gegeneinander auf.

Ich fordere daher im Sinne ihres Namens und einer echten sozialen Marktwirtschaft von der INSM:

1. Anerkennung, dass Rentenstabilität vor Beitragssatzstabilität gehen muss.

2. Bekenntnis, dass das Rentenniveau nicht weiter sinken, sondern angehoben werden muss.

3. Beendigung der Werbekampagne gegen eine Stärkung der gesetzlichen Rente  der INSM.

4. Stärkung der Sozial- und Tarifpartnerschaft mit den Gewerkschaften

5. Lobbyarbeit für mehr und besser bezahlte sozialversicherungspflichtige Arbeit.

Denn was bedeutet die Senkung der Rentenbeiträge konkret? Ein Kollege von mir, der vor 10 Jahren in Rente ging, bekam 1.100 Euro Rente. Ein Kollege, der heute ausscheidet, bekommt 1.000 Euro Rente. Ich, wenn ich 2033 ausscheide, erhalte brutto (!) nur noch 900 Euro gesetzliche Rente und muss gleichzeitig zwei Jahre länger arbeiten als meine Kollegen aus den anderen Beispielen. Von den höheren Abzügen für Kranken- und Pflegeversicherung, die dann zusätzlich auf mich zukommen werden, und von den Steuern einmal ganz abgesehen. Diese Rente wird mich netto in die „Grundsicherung“ drücken – mir droht trotz jahrzehntelangen Beiträgen ein Leben von der „Stütze”! Das hätte ich mir niemals träumen lassen.

Und die Situation wird sich für hunderttausende Arbeiterinnen und Arbeiter sogar noch verschärfen! Denn nur wer ein gutes Einkommen hat, kann auch gute Rentenbeiträge zahlen. Mein Arbeitgeber aber macht gute Arbeitsplätze dadurch kaputt, dass er sich mit einer stetig wachsenden Billiglohnfirma die Konkurrenz vom Leib hält. Nicht nur konkurriert sich die Branche auf diesem Wege kaputt, so wie es z.B. schon die Spediteure und die Reeder getan haben. Mit den sinkenden Beitragszahlungen aufgrund von Lohndumping nimmt auch unser Sozialsystem Schaden. Diese Teufelskreise müssen beendet werden.

Ich bin überzeugt, dass eine soziale Rentenpolitik auch im Sinne der Generationengerechtigkeit umsetzbar ist, wenn sie politisch gewollt wird. Wenn Sie diese Überzeugung teilen, unterschreiben Sie meine Petition und ich werde mich dafür einsetzen, dass wir Gehör erhalten. Die gesetzliche Rente muss auch morgen für ein gutes Leben, in Würde, reichen! Vielen Dank!

Hier gibt einen Beitrag in der Mediathek des ZDF/ Heute Show zum Thema: https://www.zdf.de/comedy/heute-show/somuncus-rentenclou-102.html

Diese Petition wurde übergeben an:
  • Lobbyverband der Metall- und Elektroindustrie
    Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft
  • Geschäftführer INSM
    Hubertus Pellengahr
  • Vorsitzender des Kuratoriums INSM
    Wolfgang Clement


    Olaf Könemann startete diese Petition mit einer einzelnen Unterschrift und hat nun 46.823 Unterstützer/innen. Starten Sie heute eine Petition, um sich für Ihr Anliegen einzusetzen.




    Heute: Diethard verlässt sich auf Sie

    Diethard Linck benötigt Ihre Hilfe zur Petition „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft: Setzen Sie sich ein für eine gerechte Rentenpolitik”. Jetzt machen Sie Diethard und 46.822 Unterstützer/innen mit.