Harz IV Abschaffung

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Angebote und Beratung statt Sanktionen
Der Hauptgeschäftsführer des Städtetags, Helmut Dedy, kritisierte vor allem die besonders strikten Sanktionen für nachlässige Hartz-IV-Bezieherinnen und -Bezieher unter 25 Jahren. Die Sanktionen erhöhten die Gefahr, dass diese in Obdachlosigkeit gerieten und ihren Krankenversicherungsschutz verlören, sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Verena Bentele, die Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, sagte, Sanktionen führten zu einer systematischen Unterschreitung des Existenzminimums und somit zu einer Grundrechtsverletzung.

Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer hingegen hält Sanktionen für "gerecht, sinnvoll und zielführend". "Sanktionen sind und bleiben in den wenigen Fällen, die sie betreffen, Ultima Ratio – das letzte Mittel", sagte Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Auch der Chef des CDU-Arbeitnehmerflügels, Karl-Josef Laumann, hält Hartz-IV-Sanktionen für unverzichtbar. "Insbesondere bei arbeitslosen Jugendlichen brauchen wir diese Möglichkeit", sagte er dem RND. "Wenn jemand mit Anfang 20 bei der Jobsuche schludert, kann er sich im Handumdrehen in der Langzeitarbeitslosigkeit wiederfinden. Da dürfen wir nicht achselzuckend zuschauen."