Missbrauch von Jesus für IKEA-Werbung stoppen

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Im aktuellen Weihnachts-Werbespot wird eine Wohnzimmerszene gezeigt. Eine Frau tritt ins Zimmer und nennt bei jeder neuen Entdeckung von IKEA-Produkten den Namen Jesu. Dies wiederholt sich sechsmal, bis sie in einem Sessel sitzend den "Hippie-Jesus" sitzen sieht, der sich ihr mit Björn vorstellt, aber eindeutig ein Hinweis auf Jesus ist.

Dies ist neben der Verletzung der religiösen Gefühle von unzähligen Christen eine Gotteslästerung aufgrund des 2. Gebotes, das besagt, wir sollen den heiligen Namen Gottes nicht missbrauchen. Dazu dürfen und können wir nicht schweigen.

In einer Stellungnahme von IKEA schreibt Frau Simone Settergren (Corporate Communications, IKEA Deutschland), dass "im Marketing das Spielen mit Konventionen, Klischees, Vorurteilen und vermeintlichem Allgemeinwissen ein häufig gebrauchtes Stilmittel" sei. Es ist nicht hin zu nehmen, dass der heilige Name Gottes hier mit "Konventionen, Klischees, Vorurteilen und vermeintlichem Allgemeinwissen" verglichen wird.

Des Weiteren schreibt Frau Settergren: "Unserer Meinung nach stellt die Mehrheit der Menschen bei Nutzung des Ausrufs keinen religiösen Bezug her." Dass dies nicht der Realität entspricht, davon müssen wir IKEA nun überzeugen, denn für Millionen von Christen in Deutschland hat sowohl Jesus als auch das Weihnachtsfest, an dem wir den Geburtstag von Jesus feiern, viel mehr als nur einen religiösen Bezug.

Frau Simone Settergren schreibt weiter in der Stellungnahme: „Wir wollten das Bewusstsein für die ursprüngliche Bedeutung schärfen durch die visuelle Darstellung eines jungen Mannes, der einer weit verbreiteten Vorstellung des christlichen Jesus entspricht.“ Wenn dies den Tatsachen entsprechen würde, so hätte IKEA Jesus in der Krippe dargestellt und nicht im Sessel. Denn die „ursprüngliche Bedeutung“ des Weihnachtsfestes beruht nicht auf dem Menschen Jesus, der gekommen ist um egoistische Wünsche zu erfüllen. Vielmehr liegt der Kern von Weihnachten in dem Mensch gewordenen Sohn Gottes, der seine eigenen Wünsche unter die des Vaters stellt und demütig und selbstlos alles aufgab und für uns am Kreuz von Golgatha für die Sünde der Menschen zu sterben.

Die Beschreibung des Videos auf Youtube ist ein weiterer nicht akzeptabler Angriff auf Jesus. „An Weihnachten passieren schon mal Wunder: Auch wenn manche nicht an den Weihnachtsmann glauben, könnten sie trotzdem Jesus sehen.“ Dass wir Jesus mit bloßen Augen sehen können ist genau so falsch, wie der Vergleich mit dem Weihnachtsmann, der Jesus als Märchenfigur darstellt.

Dies wollen und werden wir so nicht hinnehmen. Darum fordern wir IKEA dazu auf den Werbespot sofort zu stoppen und eine Entschuldigung gegenüber allen Christen in Deutschland zu veröffentlichen.

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Die Stellungsnahme von Frau Settergren im Wortlaut:

Sehr geehrter Herr Staigmiller,

 haben Sie vielen Dank für Ihre Nachricht. Gerne nehmen wir zu der aktuellen Weihnachtswerbung Stellung:

 IKEA ist ein wertebasiertes Unternehmen und es liegt uns fern, die Gefühle von Menschen zu verletzen oder gar zu beleidigen. Der aktuelle Spot ist - wie unsere Werbung häufig – mit einem Augenzwinkern zu verstehen. Tatsächlich ist im Marketing das Spielen mit Konventionen, Klischees, Vorurteilen und vermeintlichem Allgemeinwissen ein häufig gebrauchtes Stilmittel, um Emotionen und damit letztendlich Aufmerksamkeit zu erzielen.

 Die umgangssprachlichen Ausrufe „Jesus“ oder auch „Oh mein Gott“  sind mittlerweile religionsunabhängig im allgemeinen Sprachgebrauch etabliert. Der Begriff drückt Erstaunen und Verwunderung aus. Aufgrund seiner langjährigen Benutzung und des kontextunabhängigen Gebrauchs wird der Begriff heute oft unabhängig von seiner ursprünglichen Bedeutung verwendet. Unserer Meinung nach stellt die Mehrheit der Menschen bei Nutzung des Ausrufs keinen religiösen Bezug her.

 Die Nutzung des Ausrufs führt also bei den vielen Menschen nicht direkt zu einem religiösen Bezug. Wir wollten das Bewusstsein für die ursprüngliche Bedeutung schärfen durch die visuelle Darstellung eines jungen Mannes, der einer weit verbreiteten Vorstellung des christlichen Jesus entspricht. Dass wir aber keinesfalls den Eindruck erwecken wollen, Jesus trete in unserem Werbespot auf, erkennen Sie auch an der Tatsache, dass der junge Mann sich dann selbst als „Björn“ vorstellt.

 Ich hoffe, Ihnen mit den Ausführungen weiterhelfen zu können.

 Mit freundlichen Grüßen,

 Simone Settergren

Corporate Communications

IKEA Deutschland GmbH & Co. KG



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