Berufsabschlussprüfungen 2020 umdenken!

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Wir fordern den Krisenzeiten angepasste Problemlösung!

In wenigen Wochen sollen Hunderttausende von Berufsschülern Ihre Prüfungen absolvieren. Das finden wir aus folgenden Gründen bedenklich:

1. Gesundheitlich: Viele Schüler müssen mit Bus oder Bahn zur Prüfung und werden für mehrere Stunden in einen Raum gesetzt, alle mit der Hoffnung, dass das Virus sich nicht weiter ausbreitet. Wie bereits von mehreren Virologen bewiesen, kann das Virus SARS-Covid 19 mehrere Tage auf Oberflächen überleben und ist dann immernoch übertragbar. Die Schüler sitzen in weniger als als einem Meter Abstand neben- und hintereinander in einem Raum. Eine zufällige Berührung, ein ausgetauschter Stift oder die Toilettenbenutzung könnte reichen, um die Epidemie voranschreiten zu lassen.

2. Psychologisch: Viele Schüler haben große Angst. Familien geraten in Existenznot. Unser Unterricht, der uns eigentlich bestens auf die Prüfungen vorbereiten sollte fällt aus, viele sind mit den Themen überfordert, Computer müssen mit Familienmitgliedern geteilt werden und fehlender Austausch mit Mitschülern und Mitschülerinnen machen das lernen für die Abschlussprüfung zu einer sehr schweren Herausforderung. Viele Schülerinnen und Schüler leiden unter Angststörungen oder werden durch den zu gewaltigen Stress seelisch so stark belastet, das sie erkranken. Nichts ist so wie zu vor!

3. Gesellschaftlich: Viele von uns leisten Zuhause einen sehr großen Beitrag. Wir beschäftigen unsere Geschwister, gehen einkaufen, organisieren Dinge und Unterstützen unsere Eltern, Großeltern und Nachbarschaften. Viele von uns müssen immernoch in unseren Betrieben arbeiten, die Ansteckungsrate steigt somit an. Einige leben mit mehreren Generationen in einem Haushalt, was auch bedeutet, das Großeltern, die in der Risikogruppe eingetragen sind von uns infiziert werden könnten und wir würden uns dafür Vorwürfe machen und immens darunter leiden. Jeden Tag die Hoffnung, das sie uns nicht unter den Händen wegsterben. Es heißt, wir sollen die Ausbreitung des Virus' verlangsamen, sollen aber dennoch in einen kleinen Raum mit mehreren Personen eingepfercht werden und ohne bedenken unsere Prüfung schreiben und jetzt noch in Ruhe in 7 Wochen 24 Themen auswendig lernen ohne wirklich große Unterstützung.

Wir fordern: Die Reduzierung der Themen auf das Wesentliche! ODER Ein Durchschnittsberufsabschluss!

UNSERE LÖSUNG: 24 Themen, von denen jeweils 10 pro Prüfungsbereich dran kommen, sind in Krisenzeiten wie diesen fast unmöglich zu lernen. Der Druck und Stress ist viel zu enorm, viele Schüler haben Angst durch die Prüfung zu fallen aufgrund der aktuellen Situation. Daher fordern wir entweder, dass die Prüfungsthemen auf eine geringere Menge reduziert werden. Also z. B. auf 12 Themen.

Oder, dass alle unsere Noten, der letzten Jahre, inklusive der Noten der Zwischenprüfungen zu einer Durchschnittsnote zusammengerechnet werden und anhand dieser dann entschieden wird, ob man den Berufsabschluss erlangt. Bei erwünschter Verbesserung (z.B. bei Schülern die auf der Kippe stehen) können mündliche Leistungen, per Online-Videocall, oder durch Ausarbeitung vorgegebener Themen erbracht werden.

Presseanfragen und Infos:
berufsausbildung-pruefung2020@web.de