Wohnungslosigkeit bekämpfen! Geschütztes Arbeitssegment einführen!

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Bei 100 Unterschriften wird die Petition mit höherer Wahrscheinlichkeit in den Empfehlungen gelistet!
Till Ernecke hat diese Petition an Hubertus Heil (Bundesminister für Arbeit und Soziales ) und gestartet.

Andy baute für ein Jugendtheaterstück ein Bühnenbild zusammen. Innerhalb von gut zwei Wochen zimmerte er alles nur aus Schrott und Restholz zusammen. Er kann handwerklich fast alles - aber leider ist er wohnungslos. Allein aus diesem Grund hat er schlechte Karten, einen Job zu bekommen, trotz seiner Fähigkeiten. Es gibt wohnungslose Menschen mit abgeschlossenen Ausbildungen und akademischen Titeln, die nicht mehr an den Arbeitsmarkt anschließen können, weil sie durch einen Schicksalsschlag einmal aus dem System herausgefallen sind. Sobald die Arbeitgeber*innen sehen, dass die Person keinen festen Wohnsitz hat, bevorzugen sie anderen Bewerber*innen. Ihnen ist das Risiko für eine solche Einstellung zu groß, da sie an der Zuverlässigkeit und Kompetenz von Wohnungslosen zweifeln.

Dieses Problem teilen viele wohnungslose Menschen. Aus diesem Problem ergeben sich noch weitere. Wer keine Arbeit hat bekommt auch keine Wohnung. Ohne Arbeit fehlt für viele auch eine Struktur, eine Perspektive und ein Raum für soziale Begegnungen. Das macht die ohnehin schwierige Situation mental noch unerträglicher. Fehlende Arbeit ist für wohnungslose Menschen ein gravierendes Problem.

Daher fordern wir die staatliche Zusammenarbeit mit Unternehmen, um ein “geschütztes Arbeitssegment” (analog zum geschützten Marktsegment für Wohnungen) einzurichten. So sollen verschiedenen Betriebe dazu verpflichtet und gefördert werden, Arbeitsplätze an Wohnungslose zu vergeben. Dabei ist zu beachten, dass hierbei eine Bandbreite von Jobs in diesem geschützten Arbeitssegment abgedeckt sein muss. Denn verschiedene Menschen haben verschiedene Stärken. So kann man verhindern, dass nützliche Fähigkeiten auf dem Arbeitsmarkt verloren gehen, weil die wohnungslosen maximal Putzjobs, ansonsten jedoch zum Teil unbrauchbare Maßnahmen vom Jobcenter ausführen müssen.

So freigehaltene Jobs müssen außerdem niedrigschwelliger zu erreichen sein. Die Betriebe könnten durch staatliche Subventionen dazu motiviert werden. Das verringert das Risiko und den Mehraufwand, den man bei der Einstellung von Wohnungslosen vielleicht hat. 

Im Falle von Andy wären solche Sorgen ohnehin unbegründet. Neben seinen Fertigkeiten ist er eine extrem motivierte und zuverlässige Person. Einzig auf seinem Personalausweis fehlt eine richtige Adresse. 

Die dramatisch steigende Zahl von Wohnungs/Obdachlosigkeit sollte Anlass genug sein, zu allen möglichen Mitteln zu greifen, das Problem einzudämmen. Bei der steigenden Tendenz nähern wir uns der 1 Millionen Marke von Menschen ohne festen Mietvertrag. Die Gründe hierbei sind komplex. Es gibt in verschiedenen Bereichen Lücken im Sozialstaat Deutschland. Daher braucht es ein komplettes Programm zur Bekämpfung dieses Missstandes. Diese Petition stellt einen Unterpunkt eines solchen Programms dar. Dieses Programm wurde von Kooperation mit von Betroffenen, Wohnungsloseneinrichtungen und Sozialarbeiter*innen zusammengestellt.  Die weiteren Punkte samt dazugehörigen Petitionen finden Sie hier:

https://jtw-spandau.de/wohnungslosigkeit-bekämpfen


Wir würden uns freuen wenn Sie diesen Punkt, aber auch die weiteren Punkte des Programms mit Ihrer Stimme unterstützen würden!

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