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Geschlossene Tafeln - wir fordern 100 Euro Soforthilfe für Arme in der Coronakrise!

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Die Bundesregierung schnürt zur Bewältigung der Coronakrise schnell und unbürokratisch Hilfspakete im gigantischen Ausmaß. 156 Milliarden Euro Neuverschuldung plant sie in diesem Jahr, um Unternehmen und Arbeitsplätze zu retten.

So wichtig diese Maßnahmen sind, sie lassen Millionen Menschen außer Acht, die schon vor der Krise Hilfe benötigten und jetzt in noch größere Not geraten. Deutschland braucht jetzt ein Corona-Rettungspaket auch für Arme! Wir fordern 100 Euro zusätzliche Unterstützung für alle Menschen in Grundsicherung.

Als gemeinsame Initiative kirchlicher und gewerkschaftlicher Organisationen treten wir für "Rechte statt Reste!" ein, für eine bessere staatliche Absicherung des Existenzminimums in Deutschland. Diese Forderung ist in der aktuellen Pandemie dringlicher denn je.

Denn Millionen Menschen in Deutschland sind regelmäßig auf Lebensmittelspenden angewiesen. Ihr Versorgungssystem aus Lebensmitteltafeln und anderen sozialen Angeboten bricht coronabedingt gerade in sich zusammen. Für bedürftige Erwerbslose, Geringverdienende, Alleinerziehende, Flüchtlinge, Rentner*innen und Kinder gibt es überall in Deutschland Tafeln, Suppenküchen, kostenfreie Mittagstische sowie eine günstige oder kostenlose Verpflegung in Kitas und Schulen (Bildungs- und Teilhabepaket). Zahllose dieser Einrichtungen müssen nun schließen. Die Küchen in Kitas und Schulen sind ohnehin schon dicht.

Viele Tafeln suchen kreativ nach Wegen, bedürftige Menschen trotz "Shutdown" irgendwie weiterhin zu versorgen. Doch nach Auskunft des Verbandes Deutsche Tafel e.V. mussten bundesweit bereits die Hälfte der 2000 Lebensmittelausgaben wegen Ansteckungsgefahr und wegbrechender Lebensmittelspenden geschlossen werden.

Die Sicherung des Existenzminimums ist eigentlich ein Versprechen des Staates an alle Menschen. Aber wer von Hartz IV oder der Grundsicherung im Alter leben muss, hat gerade einmal fünf Euro am Tag für Lebensmitteleinkäufe. Für Kinder unter 15 Jahren sind es sogar nur drei bis vier Euro. In vielen Haushalten stehen aufgrund von Schuldentilgungen oder nicht voll erstatteter Mieten nicht einmal diese geringen Beträge zur Verfügung. Die in der Krise steigenden Lebensmittelpreise erschweren es armen Menschen zusätzlich, sich ausreichend und gesund zu ernähren. Vorräte und Rücklagen für schlechte Zeiten haben sie kaum.

Die Lage ist sehr ernst: Die Coronakrise trifft uns alle – in besonderer Härte wird sie aber diejenigen treffen, die am untersten Ende der Einkommen stehen. Bedürftige brauchen jetzt sehr schnell zusätzliches Geld für Lebensmitteleinkäufe. Sonst ist die Ernährungslage von Millionen Menschen in Deutschland gefährdet.

Gemeinsam mit anderen Initiativen appellieren wir an die zuständigen Bundesminister, auch armen Menschen Soforthilfen in der Krise zu leisten: Sehr geehrter Herr Minister Heil, sehr geehrter Herr Minister Scholz, zahlen Sie bedürftigen Haushalten bis zum Ende der Krise pro Person monatlich 100 Euro zusätzlich zur Grundsicherung aus! #CoronaZuschlag

Wir fordern darüber hinaus, die Grundsicherung in Deutschland in diesem Jahr grundlegend neu zu berechnen und zu erhöhen, damit der Staat seine Sozialstaatsgarantie wieder voll einlöst. Das Existenzminimum darf nicht von Lebensmittelspenden abhängen! #RechteStattReste

Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt der ev. Kirche Bayern (kda)
Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Bayern (ver.di)
Diakonisches Werk Bayern
Caritasverband der Erzdiözese München und Freising e.V.
Katholische Arbeitnehmer-Bewegung Bayern (KAB)
Kath. Betriebsseelsorge Bayern
Erwerbslose in ver.di Bayern
Kath. Arbeitslosenseelsorge München

www.facebook.com/rechtestattreste



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