Petition richtet sich an Ministry of Environment and Tourism Namibia (MET) Hon. Minister Pohamba Shifeta

Keine Jagd auf Wüstenelefanten in Namibia!

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Sie gehören zu den weltweit seltensten Tieren: Namibias ikonische Wüstenelefanten haben gelernt, unter härtesten Bedingungen zu überleben. Doch gegen Trophäenjäger haben sie keine Chance. Immer wieder gibt das namibische Umweltministerium (MET) Wüstenelefanten-Bullen zum Abschuss frei – so zuletzt im August 2017. Trotz weltweiter Empörung und Proteste wurden um den 20. September zwei Elefantenbullen in der Ugab-Region erschossen – insgesamt gab es dort nur noch fünf erwachsene Bullen. Einer der beiden, Kambonde, war als „Problemelefant“ deklariert worden, der andere Bulle Tsaurab fiel einem Trophäenjäger zum Opfer. Ein Kenner der Region bezeichnete Tsaurab als „friedfertigen und gelassenen Charakter“.

Eine weitere Abschussgenehmigung für einen Wüstenelefanten steht noch aus. Es könnte sogar den legendären „Voortrekker“ treffen, der zu den letzten Bullen in der Ugab-Region gehört. Beim MET stellt man sich indessen taub. So etwas wie Wüstenelefanten gebe es in Namibia gar nicht, ließ der Pressesprecher des namibischen Umweltministeriums Romeo Muyunda verlauten. Doch obwohl sich Wüstenelefanten genetisch nicht von anderen Elefanten unterscheiden, haben sie diverse Überlebensstrategien entwickelt, um sich an die extrem trockenen Bedingungen anzupassen. Dieses Wissen wird von den erfahrenen Tieren an die Jungen weitergegeben. Jeder Wüstenelefant ist unersetzlich.

Wir fordern Namibias Umweltministerium auf, jegliche Jagd auf Wüstenelefanten einzustellen und keine Abschussgenehmigungen an Trophäenjäger mehr zu verkaufen.

 

Folgender Brief ging Anfang September an das Umweltministerium in Namibia. Seither wurden zwei der drei zum Abschuss frei gegebenen Wüstenelefanten erschossen.

Hon. Minister Pohamba Shifeta

Hon. Permanent Secretary Dr. Malan Lindeque

Namibias Wüstenelefanten sind legendär – und sie sind bedroht. Heute wenden wir uns an Sie mit dem dringenden Anliegen, jegliche Jagd auf diese ikonischen Tiere vollständig einzustellen.

Viele von uns sind passionierte Afrikareisende und Bewunderer der spektakulären Landschaften und einzigartigen Wildtiere. Die Nachricht, dass in der Ugab–Region drei Wüstenelefanten-Bullen erschossen werden sollen, erfüllt uns deshalb mit großer Besorgnis. Die kleine Population der dort lebenden Wüstenelefanten ist bereits akut vom Aussterben bedroht.

Im Jahr 2016 lebten Berichten zufolge in der Ugab  Region nur noch 30 Wüstenelefanten – und ihre Zahl nimmt Jahr für Jahr drastisch ab. Von den insgesamt fünf neugeborenen Elefantenkälbern überlebte 2016 kein einziges. Drei Erwachsene Elefantenkühe starben ebenfalls. Insgesamt gibt es nur noch fünf Bullen in fortpflanzungsfähigem Alter. [1]

Um Trophäenjagd zu rechtfertigen, wird immer wieder die Formel der „nachhaltigen Jagd“ bemüht. Selbst wenn man ein solches Konzept für akzeptabel hielte – wie kann es „nachhaltig“ sein, drei von fünf noch lebenden Bullen zu töten? Um so mehr, als der Schutz der seltenen Wüstenelefanten sowohl auf nationaler als auch internationaler Ebene durch die IUCN (International Union for the Conservation of Nature) mit der höchsten Prioritätsstufe versehen wurde.

Der Verlust von erfahrenen Bullen würde zudem das Überleben der ganzen Elefantenpopulation zusätzlich gefährden. Eine 2016 in Science Daily veröffentlichte Studie zeigt, dass die Wüstenelefanten ihr erworbenes Wissen und ihre Überlebenstechniken an die nachfolgenden Generationen weitergeben. „Ihr Wissen über das Leben in der Wüste ist entscheidend für das Überleben der zukünftigen Generationen von Elefanten in trockenen Habitaten. Der Druck durch Klimawandel und Jagd wird sich in den kommenden Jahrzehnten noch verschärfen“. [2]

Die Tatsache, dass zwei Wüstenelefanten-Bullen in der Gegend des Ugab-Flusses zur Trophäenjagd frei gegeben wurden, hat uns daher zutiefst schockiert. Ein dritter Bulle wurde zum „Problemelefanten“ erklärt und soll ebenfalls getötet werden. Allerdings wurden bisher keine Berichte über Zerstörungen oder aggressives Verhalten bekannt. Das Fehlen jeglicher Transparenz bei der Einstufung von Elefantenbullen als „Problemtier“ stand bereits in der Vergangenheit unter Kritik und lässt diese Praxis sehr zweifelhaft erscheinen. Überdies existieren alternative Strategien zur Lösung von Mensch-Wildtier-Konflikten, die sich andernorts in etlichen Fällen bewährt haben. [3]

Unserer Ansicht nach gehört die Trophäenjagd einer vergangenen Epoche an. Derart intelligente Tiere mit hoch entwickeltem Sozialleben um eines Adrenalinkicks willen zu töten, entbehrt jeglicher ethischen Legitimation. Dies gilt um so mehr, wenn eine ikonische und vom Aussterben bedrohte Unterart wie die Wüstenelefanten durch Trophäenjagd mutwillig dezimiert werden soll. Diese Elefanten werden von Wildtier-Liebhabern auf der ganzen Welt hoch geschätzt und bewundert. Sie stellen zudem eine der größten Attraktionen Namibias dar.

Wir fordern Sie dringend auf, jegliche Jagd auf Wüstenelefanten zu unterbinden und bereits ausgestellte Jagdgenehmigungen umgehend rückgängig zu machen. Sollte eine lebende Legende wie Voortrekker getötet werden, würde dies mit Sicherheit einen weltweiten Aufschrei auslösen und die Reputation Namibias beschädigen. Ein solcher Verlust wäre unerträglich. Wir werden alles daran setzen, bei einem künftigen Besuch Namibias Voortrekker und seine Artgenossen lebendig und wohlauf anzutreffen!    

[1] http://www.desertelephant.org/elephant-conservation-volunteer/annual-reports.html

[2] https://www.sciencedaily.com/releases/2016/08/160803161607.htm

[3] https://conservationaction.co.za/media-articles/namibias-desert-elephants-back-butchers-block/

Foto: Larry Laverty

 

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