Humanitärer Aufenthalt für Slajdi Maxhari

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Flüchtling aus Albanien - Der Härtefall
Der Fall des jetzt 27-jährigen Albaners Slajdi Maxhari, der als Kind bei einem Zugunglück beide Beine verlor, beschäftigte die Härtefallkommission des Landes Hessen. Das Gremium kann in Einzelfällen empfehlen, Gnade vor Recht ergehen zu lassen und eine Bleibegenehmigung aus humanitären Gründen auszusprechen. In diesem Fall hat die Kommission entschieden, dass es sich hier bei Herrn Maxhari um einen Härtefall handelt. Gleichzeitig hat sie dem Innenminister Herrn Peter Beuth im November 2017 empfohlen, einen humanitären Aufenthalt für Slajdi Maxhari auszusprechen. 

Darf der junge Mann bleiben? Diese Frage schwebte seit über 16 Monaten im Raum. Nun wurde vom hessischen Innenministerium entschieden, das ein humantitärer Aufenthalt nach der Härtefallregelung nicht erteilt werden kann.

Ich, Peter Ortler, bin damit ganz und gar nicht einverstanden und ich hoffe und wünsche mir, dass viele Menschen dies auch so sehen und mich und ganz besonders Slajdi mit ihrer Fürsprache unterstützen. Sollte Slajdi nach Albanien reisen müssen, steht er dort vor dem Nichts.

Aus diesem Grund habe ich persönlich einen offenen Brief, der hier angehängt ist, an den hessischen Innenminister Peter Beuth geschrieben und ihn gebeten, diese ablehnende Entscheidung zurückzunehmen, der Empfehlung der Härtefallkommission zu folgen und den humanitären Aufenthalt von Slajdi Maxhari zu genehmigen.

Bitte unterstützen sie diese Petition mit ihrer Unterschrift und falls sie die Möglichkeit haben, schreiben sie an den hessischen Innenminister mit der Bitte, den humanitären Aufenthalt des Herrn Maxhari zu gestatten. Herzlichen Dank für ihre Unterstützung

Viele Grüße, Peter Ortler

"Offener Brief an den hessischen Innenminister Peter Beuth"Härtefallverfahren Slajdi Tosun Maxhari

Sehr geehrter Herr Innenminister Peter Beuth,

Herr Slajdi Maxhari verlor im Kindesalter bei einem Unfall mit der Bahn in Albanien beide Unterschenkel. Er ist schwerbehindert, ein Grad der Behinderung in Höhe von GdB 80 wurde durch das Versorgungsamt Darmstadt festgestellt. Trotz dieses GdB hat Herr Maxhari bisher keine Nachteilsausgleiche erhalten, ein Behindertenausweis wurde wegen des fehlenden Aufenthaltsstatus abgelehnt.

Sein Gesundheitszustand war nach Ankunft in Deutschland sehr kritisch, notwendig gewordene Operationen und Anpassung der Beinprothesen mussten mühsam errungen werden. Bisherige Eigeninitiativen des jungen Mannes wie Praktikum, Arbeit, Beratung durch das Jobcenter bzgl. Ausbildung und vieles weitere mehr wurden nicht unterstützt bzw. wurden untersagt.

Herr Maxhari lebt seit April 2015 in Deutschland in einer Gemeinschafts-Unterkunft direkt an einer stark befahrenen Bahnlinie. Er hat viele Freunde gefunden und sich trotz der schwierigen Lebensumstände ein gutes soziales Umfeld aufgebaut. Die wegen seiner Schwerbehinderung so wichtige gesundheitliche Grundversorgung ist momentan sichergestellt. Sollte Herr Maxhari ausreisen müssen, würde er in Albanien vor dem Nichts stehen. Keine behindertengerechte Unterkunft, keine staatliche Unterstützung, keine Arbeitsstelle. Und was besonders schlimm ist, die ärztliche Versorgung, die Herr Maxhari wegen seiner Beinstümpfe und Prothesen so dringend benötigt, bekommt er in Albanien nicht.

Schon aus humanitären Gründen ist es dringend angebracht, diesem jungen Menschen zu helfen. Es wäre so wichtig, Herrn Maxhari die Möglichkeit zu geben, eine Ausbildung, ob schulisch oder beruflich, absolvieren zu können, damit er später die Möglichkeit hat, selbst für seinen Lebensunterhalt zu sorgen und ein selbstbestimmtes Leben führen zu können.

Deswegen mein Appell und meine eindringliche Bitte an Sie als Innenminister, unter Würdigung der Vorarbeit der Härtefallkommission, deren Empfehlung zu folgen und dem humanitären Aufenthalt von Slajdi Maxhari zuzustimmen.

Mit freundlichen Grüßen, Peter Ortler