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Rechte von zwangsbetreuten Dementen stärken

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In den letzten Jahren sind zunehmend Fälle an die Öffentlichkeit gelangt, die zeigten, wie aufgrund von Beantragung einzelner Personen, willkürlich in unserem Land hilfsbedürftige Menschen in die Betreuungsmaschinerie der Behörden geraten sind und wie daraufhin die Interessen der Betroffenen und ihrer sich um sie sorgenden Angehörigen mit Füßen getreten wurden.
Da ich nun persönlich Zeuge der Entrechtung meiner Mutter wurde, wende ich mich mit der dringenden Bitte an Sie, die Rechtssituation der unter Betreuung stehenden Menschen zu stärken.
In meinem Fall geht es darum, dass meine Mutter eine umfassende Vorsorgevollmacht erstellt hat, in der sie mich als Sachwalterin aller ihrer Angelegenheiten einsetzte, mit der Einschränkung, dass Vermögensentscheidungen im Einverständnis mit meiner überwiegend in Amerika lebenden Schwester zu treffen seien.
Nachdem meine Schwester, ohne Rücksprache mit mir, einen Antrag auf Betreuung an das zuständige Amtsgericht einer hessischen Kleinstadt richtete, wurde diesem Antrag stattgegeben, nachdem meiner Mutter Demenz und damit weitgehende Geschäftsunfähigkeit attestiert worden war.
Dass meine Mutter in dem Falle, dass eine rechtliche Betreuung notwendig sein sollte, mich als Betreuerin in der Vorsorgevollmacht  bemächtigt sehen wollte, wurde ohne jede Begündung ignoriert. Ebenso die Tatsache, dass sie meiner Schwester gegenüber sich schriftlich geäußert hat, dass sie keine amtliche Betreuung wünsche. Die Uneinigkeit der Schwestern in wirtschaftichen Fragen schien Grund genug, dem niedergelegten Wunsch der Betroffenen entgegen zu handeln.
Ich bat das Gericht, einen Anhörungstermin mit mir und meiner Schwester anzuberaumen, um die von der Mutter gewünschte Einigung möglich zu machen. Darauf ließ man mich wissen, dass dies nicht Aufgabe des Betreuungsgerichtes sei.
Weiterhin bat ich das Gericht, psychiartisch gutachterlich nicht nur die Defizite der Betroffenen feststellen zu lassen, sondern auch eine umfassende Interessensanalyse erstellen zulassen. Dies wurde abgeleht mit der Begründung, dass eine solche Begutachtung rechtlich nicht vorgesehen sei.
Ich bitte darum, die Rechte der Betreuten zu stärken, indem ein Mitwirkungsrecht und eine Mitwirkungspflicht der Angehörigen im Betreuungsfall gesetzlich verankert wird, damit die Interessen der Betroffenen eruiert werden können. Betroffene dürfen nicht länger Opfer von Familienstreitigkeiten werden!
Was (glücklicherweise) zunehmend für den Schutz von Kindern, die von Auseinandersetzungen in der Familie betroffen sind, gilt, sollte doch auch für demente alte Menschen gelten!

Meine Erfahrung, und es ist die Erfahrung vieler Menschen, macht Angst vor Alter und Pflegebedürftigkeit – und sie ermutigt schon gar nicht, für das eigene Alter zu sparen, um sich die Lasten der Pflegebedürftigkeit ein wenig zu erleichtern.
Da auch Sie betroffen sein könnten, bitte ich Sie, meine Petition zu unterstützen.






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