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Henri sollte für sein und das Wohl aller nicht auf das Gymnasium gehen

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Henri ist ein elfjähriger Junge mit Down-Syndrom. Somit hat er unter gewissen Defiziten zu leiden. Er braucht eine gezielte Unterstützung und Förderung, die er auf einer Sonderschule mit ausgebildeten Lehrkräften erhalten kann.

Auf einem Gymnasium wird er wohl immer zu den "Schlechtesten" gehören und sich nie behaupten können. Auch ist es fraglich, ob sich momentane Freundschaften, die er aus der Grundschule hat, nicht sowieso - wie auch bei jedem anderem Menschen - mit der Zeit im Sand verlaufen. Und was hat er dann?

Ich selbst habe einen Bruder, der zu 80% schwerbehindert ist. Erst nachdem er auf eine Sonderschule gegangen ist, konnte er wahre Freundschaften zu Gleichaltrigen knüpfen. Er wurde gezielt unterstützt und er hat viele Dinge gelernt, die ihm heute effektiv helfen, sich im Leben zurecht zu finden. Praktische Dinge, wie zum Beispiel die öffentlichen Verkehrsmittel benutzen zu können, der Umgang mit dem PC, Kochen und Vieles mehr. Höhere Mathematik, Physik oder Lyrik hätten ihn nicht für sein Leben vorbereitet. Auf seiner Schule konnte er sich erstmals wirklich "behaupten". Er hatte Fächer in denen ER der Beste war. In einer normalen Schule wäre er wahrscheinlich immer der schlechteste gewesen und total untergegangen. Es ist nicht schön, immer nur zu sehen, dass alle um einen herum alles besser können. Es war sehr beruhigend für mich zu wissen, dass es solche Schulen gibt, mit Schulklassen von ca. 6 Schülern und Lehrkräften die speziell für solche Kinder ausgebildet sind. Ich frage mich, ob Henris Mutter wirklich an das Wohl ihres Kindes denkt. Und mit diesem Bedenken stehe ich nicht alleine.

Was hätte es meinem Bruder gebracht, auf ein Gymnasium zu gehen? Was wird es Henri bringen, auf ein Gymnasium zu gehen? 

Freundschaften kann man auf jeder Schule neu knüpfen. Und auf einer Schule mit ähnlich gehandicapten Kindern sind das dann wahrscheinlich engere und länger haltende Freundschaften.

Ich liebe meinen Bruder und bin froh, dass er diese Unterstützung und diese Kraft für sein Leben erhalten hat. Ich bitte darum, menschlich zu denken. An den elfjährigen Henri zu denken, der noch viel für sein Leben zu lernen hat und ihm die gleiche Chance zu geben.

Ganz abgesehen von dem Aspekt um das Wohl von Henri, was ein sehr wichtiger Punkt ist, ist es auch kaum zumutbar eine Klasse von ca 30 Schülern wegen einem Kind zu benachteiligen. Der Unterricht wird kaum im gewohntem Maße vorankommen können, wenn man diesen auf ein Kind mit Down-Syndrom abstimmen muss. Hinzu kommt, dass Henri  auch keine Vollzeitbegleitung bekommen würde, weshalb dann die "klassisch" ausgebildeten Lehrer mit dieser Situation zu kämpfen hätten. Eine sehr absurde Situation. Da gibt es speziell Schulen mit ausgebildeten Lehrkräften um solche Kinder zu fördern. Stattdessen soll Henri nun in eine Klasse mit 30 Kindern gesteckt werden und von einem "klassisch" ausgebildeten Lehrer unterrichtet werden. In Fächern, die wahrscheinlich viel zu schwer für ihn sind.

Für das Gemeinwohl und für das Wohl von Henri wäre es meiner Meinung nach das Beste, wenn er nicht auf das Gymnasium geht, sondern auf eine Schule bei der er besser gefördert werden kann und so auch die anderen Schüler auf dem Gymnasium ihre benötigte Förderung erhalten.

Wir bitten Sie, Herr Kultusminister Stoch, sich für das Wohl von Henri und das Wohl der anderen Schüler zu entscheiden und dass sie ihm eine gute Förderung und Ausbildung  zusprechen, indem sie ihm den Zugang auf das Walldorfer Gymnasium verweigern.



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