Wir brauchen konsequente Ausgangsbeschränkungen - jetzt!

0 haben unterschrieben. Nächstes Ziel: 100.


Die Ausbreitung des Corona-Virus in Deutschland geht ungehindert weiter. In den letzten Wochen hat die Zahl der nachweislich Erkrankten exponentiell zugenommen. Das bedeutet, dass sich etwa alle zweieinhalb Tage die Fälle verdoppeln und alle 8 Tagen verzehnfachen. Die Verbreitungsrate in Deutschland ist weltweit eine der größten.

Es ist erwiesen, dass das Virus hochansteckend ist, auch schon, wenn die Betroffenen noch keine Symptome haben und sich selbst nicht krank fühlen. Wer infiziert ist, bemerkt dies in der Regel erst nach einigen Tagen und steckt in dieser Zeit unabsichtlich viele Menschen in seinem persönlichen Umfeld an. 

Wir sind von der Qualität unseres medizinischen Personals in Deutschland überzeugt, doch kommen unsere Gesundheitssysteme an ihre Grenzen. Sie sind dieser Flut von zusätzlichen Patienten nicht gewachsen, die Beatmungsgeräte brauchen. Denn sonst sterben diese einen qualvollen Erstickungstod bei einer Corona-Lungenentzündung. Bei Beatmungszeiten von 3-6 Wochen bei schwer Erkrankten sind die Kapazitäten schnell dauerhaft ausgeschöpft. Das Ziel muss daher die komplette Vermeidung der Weitergabe des Virus sein.

Die Politik hat angesichts dieser Bedrohung zwar die Schulen und Betreuungseinrichtungen geschlossen, manche Arbeitgeber sind auf Homeoffice umgestiegen. Doch insgesamt geht das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben in Deutschland nahezu ungehindert weiter. Ein Viertel der Deutschen hält nach Umfragen die Corona-Krise immer noch für reine Panikmache und verhält sich entsprechend, da sie für sich persönlich keine Bedrohung erkennen.

Wir können nicht auf den guten Willen und das Einsehen der Bevölkerung hoffen. Wir brauchen sofortige und umfassende Maßnahmen, um die Ansteckungskette zu unterbrechen. Nur so lässt sich ein völliger Zusammenbruch der Gesundheitsversorgung in Deutschland verhindern, unter dem auch alle anderen Menschen leiden werden, die klinische Behandlung brauchen. Wir brauchen sofort politische Entscheidungen, wie sie auch in anderen Ländern wirksam sind, wo das Virus erfolgreich eingedämmt werden konnte. Aus Bretten (BW) wurden schon Patienten wegen Überlastung in andere Krankenhäuser geflogen. Dort hat der Oberbürgermeister wie in vielen anderen Kommunen schon Ausgangsbeschränkungen angeordnet, da er keine Bilder wie in Norditalien in seiner Stadt sehen wolle, wo die Armee die Leichen in Lastwagen abtransportiert.

Wir richten diese Petition daher an unsere politisch Verantwortlichen in Baden-Württemberg, aber auch in ganz Deutschland mit der dringenden Bitte, sofort konsequente Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung zu ergreifen, denn jeder Tag zählt!.

Zu den unerlässlichen Maßnahmen gehören:

1. Verhängen Sie sofort wirksame Ausgangsbeschränkungen für einen überschaubaren Zeitraum von 3-4 Wochen, die auch polizeilich kontrolliert werden. Das Betreten von öffentlichen Flächen wie Gehwegen, Straßen, Grünflächen etc. ist in dieser Zeit verboten. Ausnahmen:
Jeder darf zu seiner Arbeit fahren.
Notwendige Besorgungen von Lebensmitteln, Hygieneartikeln oder Medikamenten und der Besuch des Lebenspartners sind erlaubt.
Bewegung an der frischen Luft allein oder mit der Kleinfamilie, mit der man in einem Haushalt lebt, ist erlaubt und sogar erwünscht.
Dabei ist allerdings immer ein Abstand von mindestens 1,5m zu anderen Personen einzuhalten.
Nach 3-4 Wochen sind die Symptome bei allen jetzt Infizierten erkennbar gewesen oder die Viruserkrankung ist schon unerkannt überstanden und die Betroffenen sind nicht mehr ansteckend. In dieser Zeit können alle Bürger mit Hilfe von Informationskampagnen die Gefährlichkeit des Virus erkannt haben. Danach müssen nur noch wenige Neuinfektionen systematisch durch Tests/Quarantäne im Umfeld eingedämmt werden. Die Abstands- und Hygiene-Regeln außerhalb des eigenen Haushalts müssen natürlich noch einige Zeit weiter eingehalten werden, bis Impfungen möglich sind.

Verhängen Sie die Ausgangsbeschränkungen ab sofort, und machen Sie sie durch Radio, Internet, Megaphone etc. bekannt, da unvernünftige Menschen sonst die letzten Stunden nutzen, um sich an Restaurants, in Baumärkten etc. zu drängen.

2. Menschen aus der Hoch-Risikogruppe also ab z.B. 60 Jahren, Raucher und Menschen mit Vorerkrankungen müssen zu ihrem eigenen Schutz den Aufenthalt mit Menschen außerhalb ihres Haushalts in geschlossenen Räumen vermeiden. Die Bedingungen bei der Arbeit müssen so gestaltet werden, dass ein Sicherheitsabstand zu anderen eingehalten werden kann. Mittlerweile gibt es viele Initiativen, die Liefer-Dienste für Menschen aus der Risikogruppe anbieten, diese werden aber noch wenig in Anspruch genommen. Durch Telefon, Internet, am offenen Fenster etc. können sie weiter Kontakte pflegen.

3. Bitten Sie die chinesische Regierung schnellstmöglich um Unterstützung durch medizinische Geräte, Material und geschultes Personal aus Wuhan, wo die Krise schon überstanden ist.

4. Bauen Sie Test-Kapazitäten massiv aus, so dass flächendeckend Tests durchgeführt werden können, um in Zukunft Infizierte schnell zu erkennen.

5. Verhängen Sie sofort einen Einreise-Stopp. Nur Menschen mit einem Wohnsitz hier dürfen sich nach mindestens 14-tägiger strikter Quarantäne wieder außerhalb ihrer Wohnung aufhalten.