Erfolg

Wir fordern das Bleiberecht für Djanan und ihre Familie! Djanan darf nicht abgeschoben werden!

Diese Petition war mit 661 Unterstützer/innen erfolgreich!


Die zehnjährige Djanan Demirova geht gemeinsam mit unserer Tochter in die 4. Klasse der Grundschule in Wennigsen. Sie, ihr sechsjähriger Bruder und ihre Mutter sollen nach Mazedonien abgeschoben werden, obwohl sie dort als Roma verfolgt und ausgegrenzt werden. Frau Demirova hat einen Ausbildungsplatz und könnte beginnen, wenn Herr Pistorius den Ausführungen der Härtefallkommission folgt, und der Einstufung als Härtefall zustimmt. Er kann das Bleiberecht für die Familie erteilen.

Frau Demirova sollte die Stelle am 01. September 2018 antreten. Damit erfüllt sie die Auflagen der Härtefallkommission, die ihren Fall bereits als solchen anerkannt hat. Sie darf die Ausbildung  aber nicht beginnen, weil sie -noch- kein Bleiberecht erhalten hat. Der Innenminister hat die letzte Entscheidung darüber, ob er der Härtekommission folgt. Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit: Solange das Bleiberecht durch Herrn Minister Pistorius nicht ausgesprochen wird, hat Frau Demirova nur eine Aufenthaltsduldung von 3 Monaten, jedoch keine Genehmigung, zu arbeiten. Ohne einen Arbeitsplatz erfüllt sie die Kriterien der Härtefallkommission nicht mehr. Es droht die Abschiebung.

Der Ausbildungsplatz kann jedoch nicht wochenlang freigehalten werden. Deshalb ist jetzt eine schnelle Reaktion wichtig, um auf die Dringlichkeit des Falls aufmerksam zu machen. 

Mazedonien gilt als sicheres Herkunftsland. Im Fall von Familie Demirova kann davon nicht ausgegangen werden. Als Roma ist sie in Mazedonien nachweislich der Verfolgung, sozialen Ausgrenzung und der Bedrohung von Leib und Leben ausgesetzt. Eine Abschiebung wäre für die Familie katastrophal. Vor allem für die Kinder wären die Folgen einer Abschiebung existenzbedrohend.

Vor drei Jahren kam Frau Demirova mit ihren beiden kleinen Kindern nach ihrer Flucht aus Mazedonien nach Wennigsen. Sie lebten zunächst in einer Einrichtung für Geflüchtete in der Werner-von-Siemens-Strasse, mittlerweile sind sie in eine andere Unterkunft hier in Wennigsen umgezogen.

Djanan ist vor drei Jahren mit unseren Kindern eingeschult worden. Inzwischen geht sie in die vierte Klasse der Grundschule Wennigsen. Sie hat sich zu einem aufgeweckten, fröhlichen Mädchen entwickelt, das selbstbewusst seinen Weg gehen wird. Die deutsche Sprache beherrscht sie sehr gut, sie spricht fließend Deutsch. Im Zuge der Antragstellung hat die Klassenlehrerin im Namen der Schulleitung einen umfangreichen Bericht geschrieben. Darin wird Djanan eine durchweg positive Lern- und Leistungsentwicklung attestiert. Die Prognose ist gut. Gerade ist die Klasse von ihrer Klassenfahrt nach Braunlage zurückgekehrt. Eine tolle Woche liegt hinter den Kindern, in der sich der Zusammenhalt und die Gemeinschaft noch einmal gefestigt haben. Und Djanan ist mittendrin. Sie gehört ganz selbstverständlich dazu. Sie hat hier ihren Freundeskreis, ist verabredet. Sie geht zu den Kindergeburtstagen ihrer Freund*innen und nimmt an außerschulischen Aktivitäten teil. Sie ist voll integriert. Ihr jüngerer Bruder wurde in diesem Sommer eingeschult. Ihre Mutter ist offen und zugewandt und sie spricht gut Deutsch. Sie nimmt an den Schulveranstaltungen teil und ist interessiert. Die Tatsache, dass sie eine Ausbildungsstelle erhalten hat, unterstreicht das deutlich. Die Familie ist voll integriert. Frau Demirova ist in der Lage, die Verantwortung für ihre Familie zu übernehmen. Daraus entwickeln sich Perspektiven für die Familie. Ein Leben in Frieden und Sicherheit in Deutschland ist möglich.

Der Gesetzgeber definiert ein sicheres Herkunftsland u.a. danach, "dass dort weder politische Verfolgung noch unmenschliche oder erniedrigende Bestrafung oder Behandlung stattfindet." Menschenrechtsorganisationen wie Pro Asyl und Amnesty International belegen unzählige Fälle, die zeigen, dass Mazedonien eben KEIN sicheres Herkunftsland ist - insbesondere nicht für die Bevölkerungsgruppe der Roma, der Familie Demirova angehört.

Eine Abschiebung widerspricht klar Artikel 1 unseres Grundgesetzes: Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

Djanan und ihre Familie abzuschieben, bedeutet, sie wissentlich der Gefahr von Verfolgung, Armut, Ausgrenzung und der Bedrohung von Leib und Leben auszusetzen. Das kann nicht gewollt sein.   

Wir wünschen uns für Djanan, Shukri und Merem Demirova eine sichere Zukunft in Deutschland.

Bitte unterstützen Sie diesen Aufruf mit Ihrer Unterschrift, dass Herr Minister Pistorius ein Bleiberecht für diese Familie erteilt.

 

Vielen Dank, Bettina Borchert, Wennigsen

 

 



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