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Schluss mit der Diskriminierung von bi- und homosexuellen Männern bei Blutspenden.

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Unglaublich aber wahr, in Deutschland dürfen Männer, die Sexualverkehr mit Männern haben (MSM), kein Blut spenden. Grundlage dafür sind die von der Bundesärztekammer nach §§ 12a, 18 TFG geltend gemachten Richtlinien. Daraus folgt nicht nur eine Verschwendung dringend benötigten Bluts, sondern die Diskriminierung von Millionen von Menschen.

Wir glauben, dass die Sicherheit von Blut mit dem Lebensstil der Spender zu tun hat und nicht mit ihrer sexuellen Orientierung. Dafür liefert die europäische Richtlinie 2004/33/EG eine klare Grundlage. Hier werden unter den Ausschlusskriterien für Spender von Vollblut und Blutbestandteilen bi-und homosexuelle Männer nicht kategorisch ausgeschlossen, sondern: 

Personen, deren Sexualverhalten ein hohes Übertragungsrisiko für durch Blut übertragbare schwere Infektionskrankheiten birgt.

Es geht also darum das Sexualverhalten und nicht die sexuelle Orientierung zu bewerten, wozu die EU-Kommission bereits im August 2011 klar Stellung bezogen hat. Laut Kommission ist der in den meisten Ländern Europas bestehende Ausschluss von bi- und homosexuellen Männern bei Blutspenden nicht im EU-Recht begründet. Mehr noch haben die Kommissare klar gemacht, dass Diskriminierung aufgrund sexueller Orientierung nach der EU-Grundrechtecharta verboten ist.

Deshalb muss der Risikoausschluss bei MSM in den Richtlinien zur Hämotherapie neu formuliert werden, so dass Heterosexuelle und MSM gleichberechtigt sind. Und auch wenn eine individuelle Einschätzung des praktizierten Sexualverhaltens für jeden einzelnen Blutspender nicht durchführbar ist. Es gibt eine einfache Lösung: die Safe-Sex-Regel.

Wir fordern daher, dass es, anders als in den Richtlinien zur Hämotherapie beschrieben, nicht von der sexuellen Orientierung abhängen darf, ob ein Spender infrage kommt, sondern vom individuellen Risikoverhalten. Die bestehende Regelung, wonach MSM grundsätzlich von einer lebensrettenden Blutspende ausgeschlossen werden, muss aufgehoben werden.

Helft uns dabei und sorgt mit euren Stimmen dafür, dass in Deutschland endlich Schluss mit bösem Blut ist.

Hier und auf, www.buntspenden.de. Hinter der Initiative "Bunt Spenden" steht der LSVD (Lesben- und Schwulenverband Deutschland), CSD (Berliner Christopher Street Day e.V.), DDB Tribal Berlin.



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