Ausreichend Schutz für ALLE in Köln zu Zeiten von Corona!

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Anita Kanitz
Nov 14, 2020
Wir müssen alle dankbar für die Menschen sein, die anderen in der Corona-Pandemie helfen und wir müssen uns alle den Tatsachen stellen. Und noch dankbarer müssen wir für die Menschen sein, die inzwischen einen Impfstoff gegen Corona entwickelt haben. Leider werden in Zeiten wie diesen gerne Menschen mit Behinderungen, chronischen Krankheiten, mit Obdachlosigkeit und psychischen Krankheiten, mit altersbedingter Einsamkeit vergessen und zwar mit fatalen Folgen. Hier muss schnellstens etwas geändert werden und dann findet die heftige zweite Pandemiewelle zu allem Elend kein Ende, im Gegenteil. Steigen die Corona-Infektionszahlen weiter wie bisher, könnten Intensivpfleger und Intensivbetten auf den Stationen knapp werden.
Die drastischen Beschränkungen des öffentlichen Lebens sollen auch verhindern, dass das Gesundheitssystem kollabiert und die Intensivstationen mit Covid-19-Patienten überlastet werden.

Intensivmediziner und Pfleger warnen bereits vor einer drohenden Überlastung: „Wenn es zu einem massiven Anstieg von Corona-Patienten in den Intensivstationen kommt, werden nicht alle fachgerecht betreut werden können“, mahnte kürzlich die Deutsche Gesellschaft für Fachkrankenpflege. Nicht, weil es an Intensivbetten mangele, sondern an qualifiziertem Fachpflegepersonal.
Das Schichtsystem könne schnell aus den Fugen geraten, wenn Mitarbeiter sich nachweislich mit dem Virus infizieren. Es wird geschätzt, dass bundesweit etwa 3500 bis 4000 Fachkräfte für die Intensivpflege fehlen. Die Bettenbelegung sei zur Zeit regional noch unterschiedlich, erläuterte Janssens, Präsident der DIVI. So seien in Schleswig-Holstein 40,7 Prozent der Intensivbetten frei, in Hessen 18,7 Prozent, in Berlin aber nur noch 13,7 Prozent.Der Trend zeigt dabei in eine eindeutige Richtung: Seit Ende September steigt die Anzahl gemeldeter intensivmedizinisch behandelter Covid-19-Fälle rasant. Am 1. Oktober waren es noch 362 Menschen, die wegen einer Coronavirus-Erkrankung auf einer Intensivstation behandelt wurden, derzeit sind es, Stand 30. Oktober, 1839 Menschen. So steht es im Intensivregister, das das Robert-Koch-Institut gemeinsam mit der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin führt.
Schnelltests allein werden nicht reichen!
Die erweiterte Teststrategie ist wichtig, um Risikogruppen zu schützen. Doch ob der Ansatz funktioniert, entscheiden wir alle durch das eigene Verhalten, da bin ich davon überzeugt. Wenn natürlich irgendwelche Deppen, wie es jetzt immer berichtet wird, die Corona-Pandemie verleugnen, dazu gehören leider auch Ärzte und es immer massenhafte Demos gegen Corona-Beschränkungen, große Gewerkschaftsstreiks, Familienfeiern mit nicht nur dutzenden, sondern hunderten Personen, Urlaube in sogenannten Risikogebieten, ohne dass die diejenigen die Quarantäne einhalten und sogenannte Corona-Parties gibt, brauchen wir uns über einen Anstieg der Pandemie nicht wundern.
In meiner näheren Umgebung habe ich vor allem in den Sommermonaten sogenannte lautstarke Corona-Parties erlebt, im Spätsommer dann einen überfüllten täglich geöffneten Besen, voll mit alten mit Verlaub Säcken und Säckinnen jenseits der 60, eine Hocketse im Hof nebenan ebenfalls mit diesem Personenkreis, junge verantwortungslose Nachbarn, die natürlich ohne Maske mit vielen Personen daheim feierten, junge noch mehr verantwortungslose Nachbarn, die in Risikogebieten wie auf einer Partyinsel in Kroatien, in Südtirol Urlaub gemacht hatten. Davon arbeitet alle in einer Kinderklinik und auf einer Krebsstation. Und natürlich sind uns auf Schritt und Tritt Personen begegnet, die von einer Corona-Verschwörung und Corona-Lüge gesprochen haben, so ist es meinem Mann bei alten Kundinnen und Angehörigen eines Sportvereins passiert. Viele davon waren in Risikogebieten im Urlaub und haben keine Quarantäne eingehalten. Absolut zum Lachen über soviel Dummheit war mir auch nicht, als gehirnlose Mütter im Fernsehen mit ihren Kindern an der Hand lauthals schrien, sie und ihre Kinder hätten ein Bürgerrecht Corona zu bekommen. Und völlig verblödete Kinderärzte und Ärzte sagten, Masken und Impfungen seien völlig unnötig und nur Panikmache! Gehts denn noch? Solange die Regierung hier zuschaut und diese Leute nicht bestraft, weil sie andere Menschen gefährden bzw. noch zur Volksverhetzung einladen, wird sich nicht viel ändern. Das sind natürlich auch die Impfgegner, denn Corona ist laut diesen Gehirnamputierten nur eine harmlose Erkältung. Die Medien scheinen sie auch nicht zu verfolgen, denn das ist dann die Lügenpresse. Die zweite Pandemiewelle haben wir diesen Idioten zu verdanken, das dürfte wirklich jedem klar sein!
Und nun zu den Fakten:
Massenhafte Schnelltests, wo das Risiko am größten ist, bezahlt von den Krankenkassen. Das ist das Kernstück der erweiterten nationalen Teststrategie, die am 15. Oktober 2020 in Kraft getreten ist. Und der Plan ergibt Sinn. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn fördert regelmäßige kostenlose Antigen-Schnelltests überall dort, wo Menschen durch Covid-19 besonders gefährdet sind – zum Beispiel Patientinnen und Patienten, Angestellte im Gesundheitswesen und Menschen in Pflegeheimen.
Das macht Hoffnung, dass sich so die Folgen der Corona-Pandemie mindern lassen. Es darf aber über einen ganz entscheidenden Punkt nicht hinwegtäuschen: Ob der angestrebte Schutz funktioniert und wie es mit der Pandemie weitergeht, hängt nicht von den richtigen staatlichen Maßnahmen ab. Entscheidend ist das individuelle Verhalten im Alltag, das dem Virus Wege öffnet oder eben verbaut. Und: Nicht alles, was man darf, sollte man auch tun.
Risikogruppen schützen ist schwer

Mit dem gezielten Schutz von Risikogruppen verfolgt die neue Strategie einen Ansatz, der in der öffentlichen Diskussion oft als innovativ und zugleich kontrovers verkauft wird. Tatsächlich hatte das Robert Koch-Institut diesen Weg bereits Anfang März in der Ergänzung zum Nationalen Pandemieplan vorgezeichnet. Das Problem war bisher, dass niemand so genau wusste, wie man die Risikogruppen schützt. Das Scheitern Schwedens an diesem Punkt verdeutlicht, dass das gar nicht so einfach ist.
Welchen Beitrag die nun angepeilten häufigen Schnelltests dazu leisten können, wird sich ebenfalls in der Praxis zeigen müssen. Der offensichtliche Haken an der Sache: Tests finden Infektionen, sie verhindern sie nicht. Damit sie wirklich Schutz bieten, müssen mehrere weitere Faktoren zusammenspielen. Zunächst einmal muss jemand die Tests durchführen und auf positive Resultate mit geeigneten Maßnahmen reagieren. Deswegen stellt die Teststrategie die so beschenkten Einrichtungen erst einmal vor eine große Herausforderung.
Und zwar nicht nur organisatorisch. Es entstehen auch neue Unsicherheiten. Denn Schnelltests sind zwar geeignet, um Menschen mit hoher Viruslast und damit hoher Übertragungswahrscheinlichkeit zu identifizieren. Umgekehrt ist ein negativer Test aber keine Garantie, dass jemand nicht doch ansteckend ist.
Teststrategie ohne Garantien

Das zeigt unter anderem der Corona-Ausbruch im Weißen Haus. Dort verließ man sich auf die Schnelltests – die aber sind nach Ansicht von Fachleuten nicht dazu geeignet, asymptomatisch infizierte Personen zuverlässig auszusieben. Zusätzlich ist das Testergebnis abhängig davon, dass der Test korrekt durchgeführt wird. Ein falsch bedienter Schnelltest führt verhältnismäßig leicht zu einem falsch negativen Ergebnis. Dennoch durften in Trumps Umfeld Personen nach einem negativen Test ohne Einschränkungen mit anderen Menschen interagieren. Das Resultat ist bekannt.

Nicht zuletzt lauert noch eine weitere große Gefahr, die aus der immer wieder verbreiteten These resultiert, dank des meist nicht weiter erklärten »Schutzes der Risikogruppen« könne der Rest der Bevölkerung wieder normal leben. Genau das ist ein Trugschluss. Davon auszugehen, wäre nicht nur angesichts der Folgen schwerer Verläufe bei Jüngeren fatal, sondern auch, weil diese falsche Sicherheit den Schutz durch die Massentests zunichtemachen würden.

Aus einem einfachen Grund: Die Tests schützen am besten, wenn der Anteil der Infizierten in der Bevölkerung gering ist. Dann nämlich verhindern sie, dass sich einzelne Ansteckungen innerhalb von Kliniken oder anderen Einrichtungen weiter verbreiten. Wenn aber immer wieder neue Infizierte hinzukommen, weil ein beträchtlicher Teil der Bevölkerung das Virus trägt, dann steigt auch wieder die Gefahr für die eigentlich Geschützten.
Nicht der Staat hat es in der Hand

Vor allem steigt für sie dadurch das Risiko, einfach Pech zu haben. Wenn Ansteckungen ausgerechnet in der Lücke zwischen Tests geschehen und so ein Ausbruch doch zu spät erkannt wird. Und selbst wenn man dieses Problem löst: Je mehr Infizierte in einer Einrichtung identifiziert werden müssen, desto höher ist andererseits die Gefahr, dass ein Test falsch negativ ist. Außerdem bringt es nichts mehr, wenn sich zwar dank der Tests bei einem Ausbruch in einem Pflegeheim nur noch zwei Menschen statt wie bisher vielleicht 20 infizieren, wenn das zehnmal nacheinander passiert.
Ob die neue nationale Teststrategie etwas bringt, hängt deswegen entscheidend auch von der weiteren Entwicklung der Fallzahlen in der Bevölkerung ab, und damit vom individuellen Verhalten aller Bürgerinnen und Bürger. Seit Beginn der Pandemie war klar: Verbreitet sich das Virus erst einmal innerhalb der Bevölkerung, bestimmen nicht mehr Staat und Behörden, wie es weitergeht. Wie sich die Infektionen entwickeln und ob wir Risikogruppen schützen können, haben wir durch unsere Entscheidungen im Alltag selbst in der Hand.

Die neue nationale Teststrategie ist ein potenziell sehr sinnvolles Hilfsmittel, um die Folgen der Corona-Pandemie – und damit auch die vorgeschriebenen und selbst gewählten Einschränkungen im Alltag – in Grenzen zu halten. Aber staatliche Maßnahmen sollen und können kein Ersatz für umsichtiges individuelles Handeln sein. Wer sich also fragt, wie es mit der Pandemie weitergeht, sollte nicht zu sehr auf Herrn Spahn oder auf die Teststrategie blicken, sondern vor allem in den Spiegel.

Thanks for adding your voice.

Ute Heinrich
1 year ago
Richtig, aber auch die flaschensammelnden Rentner, die Leute, die sonst die Tafeln in Anspruch nehmen können usw. sind jetzt in Not. Das Vergessen fängt nicht erst bei den Obdachlosen an, sondern schon viel viel früher. - Und die Politik diskutiert um 600 oder 800 qm, Autohäuser oder Möbelhäuser, Bundesliga, Unterstützung der Lufthansa, ... Sorry. Das geht am Problem vorbei!

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Thomas Ehrbarth
1 year ago
S E L B S T V E R S T Ä N D L I C H
habe ich
U N T E R S C H R I E B E N !!!!!!!!!!!!!!!
Ich hoffe Du auch!
Klar, sollte jede/r machen!

Thanks for adding your voice.

Johann Stocker
1 year ago
Ich unterschreibe weil die Begriffe Solidarität und Nächstenliebe gerade jetzt in dieser Krise mit Leben erfüllt werden müssen.

Thanks for adding your voice.

Lutz Gebhard
1 year ago
Sehr gutes Engagement, Emilia, in diesen dramatischen Tagen sollten wir niemanden vergessen!

Thanks for adding your voice.

Thomas Friebe
1 year ago
Ich unterschreibe, weil in unserer Stadt gerade jetzt dringend etwas getan werden muss für die Ärmsten der Armen.