Erhöhung des Taschengeldes und ein kostenloses VBB-Ticket fürs FSJ und BFD

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Bei 2.500 Unterschriften wird die Petition mit höherer Wahrscheinlichkeit von den lokalen Medien aufgegriffen!
Leon Salmon hat diese Petition an Hendrikje Klein – Mitglied im Hauptausschuss, Fraktion DIE LINKE im Abgeordnetenhaus von Berlin und gestartet.

PETITION FSJ UND BFD

Erhöhung des Taschengeldes und ein kostenloses VBB-Ticket fürs FSJ und BFD in Berlin und Brandenburg

Unserer vorheriger Jahrgang hat vor einem Jahr einen großen Online-Protest organisiert. Auch bei einer Anhörung im Abgeordnetenhaus haben wir unsere Forderung schon einmal vorgetragen. Es darf nicht sein, dass ein FSJ und BFD in Berlin und Brandenburg nur von der finanziellen Unterstützung der Eltern abhängt. Das ist sozial einfach ungerecht. Wir akzeptieren nicht länger, dass es im FSJ und BFD ein deutliche geringes Taschengeld gibt als im Freiwilligen ökologischen Jahr (FÖJ). 

Wir fordern:

  • Machen Sie endlich Schluss mit der Ungleichbehandlung – Das Soziale Jahr in Berlin muss gleich viel wert sein und endlich ein besseres Taschengeld erhalten.
  • Alle Freiwilligendienste sollen ein kostenloses VBB-Umweltticket erhalten.

 

510 Euro Taschengeld im FÖJ und nur rund 300 Euro im FSJ? 

In Berlin leisten pro Jahr mehr als 2.000 Jugendliche ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) und mehr als 800 einen Bundesfreiwilligendienst (BFD) im sozialen Bereich. Wir als FSJler*und BFDler*innen sind in Kitas, in Krankenhäusern, der Altenpflege, Behindertenhilfe und weiteren Einrichtungen eingesetzt. Wir leisten einen Vollzeitdienst mit 38,5 bis 40 Stunde pro Woche. Wir bekommen zwischen 250 und 350 Euro Taschengeld pro Monat. Es gibt keine Unterkunft und keinen Fahrtkostenzuschuss. 

Wer in Berlin hingegen ein FÖJ absolviert, bekommt 510 Euro pro Monat.

Möglich ist dies, weil das FÖJ durch das Land Berlin mit mehr als 3,5 Millionen Euro pro Jahr gefördert wird. Auch in den Sonderprogrammen FSJ Kultur und FSJ Denkmalpflege gibt es eigene Landesförderungen. Nur im klassischen FSJ gibt es keinerlei Förderung vom Land.

Es kann nicht sein, dass ausgerechnet das klassische FSJ mit Tätigkeiten in der Pflege und Erziehung für Jugendliche in Berlin finanziell besonders unattraktiv ist. Diese Diskrepanz zwischen FSJ und FÖJ ist absolut inakzeptabel, insbesondere wenn man bedenkt, dass es im FÖJ einen deutlich höheren Anteil an Teilnehmer*innen mit Hochschulreife gibt. Das bedeutet, dass FÖJ’ler*innen nicht nur bessere Bildungschancen haben, sonder sich viel eher leisten können unabhängig zu sein.

Bündnis 90 / Die Grünen bringen es in ihrem Wahlprogramm für die Abgeordnetenhauswahl auf den Punkt: “Die  Möglichkeit, ein FSJ (...) zu machen, hängt jedoch noch viel zu sehr davon ab,  ob  junge  Menschen  sich  dies  leisten  können.”

Die Lösung ist ganz einfach: 

Wir fordern von dem kommenden Rot-Grün-Roten Senat in Berlin und auch von der Brandenburger Landesregierung eine Landesförderung für das FSJ im kommenden Doppelhaushalt 2022/23 zu verankern und zwar analog zu der Förderung im FÖJ. 

Nicht irgendwann, sondern jetzt. Schon das zweite Jahr hintereinander leisten wir inmitten einer Pandemie einen Dienst in genau den Bereichen, die für das Funktionieren unserer Gesellschaft nicht nur in einer Pandemie unersetzlich sind, nämlich in Kitas, der Altenpflege und in Krankenhäusern. Jeder weiß auch, wie belastend eine Vollzeittätigkeit in einer Pandemie in diesen Einrichtunge ist. Höchste Zeit für mehr als „Danke“, in die Hände klatschen und warme Worte!

FSJ und FÖJ haben mit dem Jugendfreiwilligendienstgesetz nicht umsonst die gleiche gesetzliche Grundlage und erfüllen vergleichbare Bildungsziele. Also müssen Sie auch gleich gut vergütet werden.


Wo könnte die Berliner Landesregierung besser investieren als in die Berufs- und Lebensorientierung von jungen Menschen, die freiwillig ein ganzes Jahr in Vollzeit in Pflege und Erziehung arbeiten wollen? Also, sehr geehrter Herr Saleh, sehr geehrte Frau Jarasch, sehr geehrte Frau Helm und sehr geehrter Herr Schatz, machen Sie endlich Schluss mit der Ungleichbehandlung!


Quellen:

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