Stoppt den Krieg in Kurdistan - Rojava zur No-Fly-Zone!

Reasons for signing

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Yakup Avci
Jan 17, 2020
Yakup avci

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Susanne Tillich
Oct 24, 2019
Erdogan will dort gegen Terroristen vorgehen. Soso. Es soll aber einige Menschen geben, die Herrn Erdogan für einen Terroristen halten. Wie wär's mit einem Sicherheits-Korridor, der die gesamte Fläche der Türkei umfassen sollte, damit zivilisierte, säkulare Staaten dort den Ditib-Terror und den Terrorismus gegen die Natur bekämpfen können...!

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Claudia Gerhartl
Oct 15, 2019
Ich unterschreibe, weil dieser Krieg ein Wahnsinn ist! Rojava - ein Hoffnungsgebiet verraten und verkauft! Das muss sofort aufhören, wenn wir noch Menschen sind!

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Gabriele Sahin-Koller
Oct 15, 2019
Mir Frieden wichtig ist

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Karin Astrid Fuchs
Oct 15, 2019
DAS IST ZUTIEFST EIN VERBRECHEN !!!

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Anita Kanitz
Oct 15, 2019
Die aggressive Türkei ist eine Gefahr für ganz Europa!Die „Kairoer Erklärung“ wurde von den EU-Mitgliedern Griechenland und Zypern sowie von Ägypten unterzeichnet. Sie ist ein Bündnis gegen einen zunehmend aggressiven Nachbarstaat: die Türkei.
Es erscheint wie ein Déjà-Vu: Aus dem früheren Osmanischen Reich befreite Staaten finden sich zusammen, um sich gegen die heutige Aggression der Türkei zu verbünden. So und nicht anders ist die „Kairoer Erklärung“ von 2013 zu deuten.
Öl- und Gas-Funde verstärken die Gefahr

Insbesondere seit erhebliche Vorkommen an Öl und vor allem Gas südlich von Zypern und auch südlich der griechischen Insel Kreta gefunden wurden, hat sich die Lage verschärft. Plakativ kreuzte das türkische Forschungsschiff „Barbaros Hayrettin“ begleitet von einer Fregatte in exakt jenem Gebiet, das von Zypern und Israel als Sondernutzungzone zur Förderung der Bodenschätze deklariert wurde.

Zypern – um genau zu sein der international anerkannte südliche, also griechische Teil der Insel – hat das Recht, hier nach Erdgas zu suchen. Hat die Inselrepublik auch die Macht? Die Blockbildung der drei Unterzeichner der Kairoer Erklärung ist zumindest eine konkrete Antwort auf die Provokation der Türkei und auf dem Papier haben die drei Staaten gemeinsam mehr Militärmacht als Ankara, zumal seit einigen Jahren auch Israel sich an intensiven gemeinsamen Manövern mit Zypern und mithin im Hintergrund ebenfalls dieser Gruppe zuzurechnen ist.
Türkei: Erfahren im Austesten völkerrechtlicher Grauzonen

Die Aufrüstung der Türkei ist eindeutig verbunden mit dem Machtanspruch des langjährigen Ministerpräsidenten und jetzigen Staatspräsidenten Recep Tayip Erdogan. Unlängst rief er sogar neue Verhaltensregeln für die Marine im Konfliktfalle aus, die eindeutig nach einer Verschärfung klingen. Die Türkei ist seit jeher erfahren im Austesten völkerrechtlicher Grauzonen und genau das tut sie jetzt mit neuer Intensität.

Ein Grund für die neue harsche Tonlage aus Ankara ist die sich zuspitzende Lage an der Grenze zu Syrien. Die Geschehnisse in Kobane drohen die von Beginn an auf Konsens mit den Kurden angelegte Politik Erdogans im Kern zu zerstören. Das ist nicht gut für das Gefüge innerhalb der durch den langjährigen AKP-Chef stabilisierten Türkei.

Es scheint auch, als habe sich der neue Staatspräsident der Türkei den Unmut des großen Nato-Bündnispartners USA zugezogen. Zu sehr hat er mit seiner Reaktion auf die Geschehnisse am Taxim-Platz - und nicht nur dort - den Demokratisierungsprozess seines Landes strapaziert.
Die Schlagzeilen dieser Tage:
Nach Einmarsch in Syrien: Trump droht der Türkei und Erdogan mit Sanktionen - und schickt Vermittler!Der türkische Präsident Erdogan startet eine Offensive in Nordsyrien. Das ruft Donald Trump auf den Plan, der seine Truppen aus der Region abzieht. Alle News im Ticker.

Mittwochabend startete die Türkei eine Offensive gegen die syrische Kurdenmiliz in Nordsyrien.
Die USA hatten zuvor ihre Truppen aus dem Gebiet abgezogen, Präsident Trump steht daher massiv in der Kritik.
Nun wird befürchtet, dass zahlreiche von den Kurden inhaftierte IS-Kämpfer durch das Chaos der Angriffe aus den Gefängnissen fliehen.
Der türkische Präsident Erdogan droht währenddessen der EU mit Millionen Flüchtlingen.
Russland fordert weitere ausländische Truppen zum Abzug aus Syrien auf.
Nach dem türkischen Einmarsch in Syrien hat US-Präsident Donald Trump Sanktionen gegen die Türkei angekündigt. In einer Mitteilung Trumps hieß es, unter anderem würden wegen der „destabilisierenden Handlungen der Türkei in Nordost-Syrien“ Strafzölle auf Stahlimporte aus der Türkei wieder auf 50 Prozent angehoben.

„Ich war gegenüber Präsident Erdogan vollkommen deutlich: Das Vorgehen der Türkei führt eine humanitäre Krise herbei und schafft die Voraussetzungen für mögliche Kriegsverbrechen“, erklärte Trump. Die Militäroffensive gefährde Zivilisten und Frieden, Sicherheit und Stabilität in der Region. Die Türkei dürfe die erzielten Erfolge im Kampf gegen den IS nicht gefährden. Zudem müsse die Türkei den Schutz von Zivilisten, ethnischen und religiösen Minderheiten vorne anstellen.

Zudem betonte Trump in dem via Twitter verbreiteten Statement, dass die aus Nordsyrien abgezogenen US-Truppen in der Region verbleiben würden. So sollen sie die Entwicklung beobachten und eine erneute Verbreitung des IS verhindern. Ein kleiner Teil der Streitkräfte werde im Süden Syriens verbleiben, um übriggebliebene IS-Kämpfer zu stören.
Toprak: "Ich bin sprachlos, wie tatenlos Europa gegen Erdogan auftritt"

Ankara hat die Syrien-Offensive begonnen. Die kurdische Region droht im Chaos zu versinken. Ziel der Operation sei es, Kurden zu vertreiben, sagt der Vorsitzende der Kurdischen Gemeinde Ali Ertan Toprak !
Der türkische Präsident Erdogan hat schon immer alle Kurden als Terroristen dargestellt. Die nordsyrischen Kurden haben nie eine Gefahr für die Sicherheit der Türkei dargestellt - nie haben sie die Türkei attackiert; sie waren viel eher damit beschäftigt, sich selbst zu verteidigen. Dass es ihm bei dem Militäreinsatz um Terrorbekämpfung geht, ist nur ein Vorwand, um einen völkerrechtswidrigen Krieg zu rechtfertigen.
In erster Linie geht es darum, zu verhindern, dass an der syrisch-türkischen Grenze ein kurdischer Korridor entsteht, aus dem ein kurdischer Staat hervorgehen könnte. Erdogans langfristiges Ziel ist es, die nordsyrischen Gebiete zu annektieren. Es ist der Wahnsinn, mit was für einer neo-osmanischen Rhetorik da gerade gesprochen wird: In manchen türkischen Medien wurde gestern noch diskutiert, ob man gleich bis nach Jerusalem weiter marschieren sollte. Während türkische Bodentruppen die Grenzen überquerten, wurden die Soldaten mit osmanischer Janitscharenmusik bespielt. Was ist das für eine absurde Inszenierung? Mit der Operation werden Großmacht-Phantasien der Nationalisten befriedigt. Es ist wirklich eine Schande. Man darf nicht vergessen: Die Türkei ist ein EU-Beitrittskandidat und NATO-Mitglied.
Natürlich fühlen sich nordsyrische Kurden alleine gelassen - auf der ganzen Welt fühlen sich Kurden alleine gelassen. Unsere Verwandten und Freunde in der Region sind niedergeschlagen - die Enttäuschung ist sehr groß. Denn die Kurden haben im Syrischen Bürgerkrieg nicht nur für sich selbst gekämpft. Sie haben für die Sicherheit des Westens gekämpft und sie standen für westliche Werte ein. Eines ist sicher: Ohne die Unterstützung der Kurden hätte man den IS nicht besiegt. Die kurdischen Milizen in Syrien und im Irak waren quasi die Bodentruppen des Westens.
Vor der Ansiedlung wird eine ethnische Säuberung stattfinden. Ziel ist es von dort die Kurden zu vertreiben. Das ist ein Menschheitsverbrechen und verstößt gegen das Völkerrecht. Bereits die Militäroffensive auf Afrin im Januar 2018 ging mit einer ethnischen Säuberung und Vertreibung einher - gestern sind die türkischen Streitkräfte also auch in die anderen kurdischen Kantone einmarschiert. Die ganze Welt hat das einfach so hingenommen. Man sollte sich an den Balkan-Krieg zurück erinnern, damals ist ein Krieg losgebrochen und die NATO intervenierte, als ethnische Säuberungen durchgeführt wurden.
Wenn die Welt weiter zuschaut, wird Erdogan seine Expansionspolitik endlos fortsetzen. Alle hauen immer auf Trump, aber Deutschland und Europa tragen eine Mitschuld. Der EU-Türkei-Deal hat nichts bewirkt. Es ist absurd, die türkische Regierung mit Milliarden an Steuergeldern zu unterstützen, obwohl sie nun mit dieser Operation neue Fluchtbewegungen verursacht. Ich bin sprachlos, wie tatenlos und schwach Europa gegen Erdogan auftritt. Spätestens diese Woche hätten die Außenminister der EU-Länder nach Ankara fliegen müssen. Die NATO-Mitgliedschaft müsste sofort in Frage gestellt werden. Der türkische Präsident versteht nur klare Botschaften - ihm müssen die Konsequenzen klargemacht werden. Diese "Appeasement-Politik" muss ein Ende nehmen, wir benötigen eine aktive Friedenspolitik. Die Ereignisse in Nordsyrien betreffen uns alle, es werden neue Flüchtlinge kommen und mit ihnen auch Islamisten.
Und das ist nicht alles, es gibt massivste Menschenrechtsverletzungen in der Türkei und unsere Regierungen schauen tatenlos zu, ja geht es denn noch?
Nachdem die vom türkischen Präsidenten Erdogan festgehaltenen deutschen Geiseln Deniz Yücel und Peter Steudtner jeweils durch persönlichen Einsatz von Altbundeskanzler Gerhard Schröder, freigelassen wurden – in beiden Fällen wird von Waffendeals gemunkelt – scheint hierzulande das Interesse der Öffentlichkeit an den restlichen Opfern der türkischen Justiz nachzulassen.Tatsächlich ist die Lage in der Türkei noch immer unverändert, Amnesty International verzeichnete in letzter Zeit weitere Menschenrechtsverletzungen !
Der Ehrenvorsitzende der türkischen Sektion von Amnesty International, Taner Kılıç, und die als „Istanbul 10“ bekannt gewordenen Menschenrechtler, wurden im Sommer 2017 inhaftiert. Im Oktober 2017 begann der Prozess gegen die elf Menschenrechtsverteidiger. Ihnen werden ohne Vorlage jeglicher Beweise Mitgliedschaft beziehungsweise Unterstützung einer „terroristischen Organisation“ vorgeworfen. Am 25. Oktober 2017 wurden die acht noch inhaftierten Menschenrechtler der „Istanbul 10“ nach fast vier Monaten aus der Untersuchungshaft entlassen. Taner Kılıç blieb mehr als 400 Tage im Gefängnis. Ein hochrangiger Vertreter einer internationalen Menschenrechtsorganisation saß damit mehr als ein Jahr in Haft – ein dramatisches Zeichen für die Menschenrechtslage in der Türkei, aber auch für den Menschenrechtsschutz weltweit. Am 15. August 2018 wurde Taner Kılıç aus der Untersuchungshaft entlassen. Doch der Prozess gegen ihn und die Istanbul 10 läuft weiter.


Mit mehr als 120 Strafverfahren versucht die türkische Regierung, eine der wichtigsten Stimmen der Zivilgesellschaft einzuschüchtern und zum Schweigen zu bringen. Die Anwältin Eren Keskin setzt sich seit Jahrzehnten für einen besseren Menschenrechtsschutz in ihrer Heimat ein, unterstützt Frauen, die Opfer sexualisierter Gewalt geworden sind und fordert lautstark immer wieder Meinungsfreiheit. Morgen steht sie erneut vor Gericht, weil sie eine prokurdische Zeitung unterstützt hat. Amnesty fordert vor dem Brandenburger Tor ein Ende der juristischen Schikanen gegen Eren Keskin.

Ihre menschenrechtliche Arbeit hat die 59-Jährige in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder zur Zielscheibe von Drohungen, tätlichen Angriffen und hanebüchenen Anklagen gemacht. Abschrecken oder einschüchtern ließ sie sich davon nicht.

In ihrem Einsatz für die Pressefreiheit in der Türkei übernahm Keskin von 2013 bis Anfang 2016 symbolisch den Posten der Chefredakteurin der prokurdischen Zeitung "Özgür Gündem". 129 Gerichtsverfahren hat ihr diese Geste in Richtung der unterdrückten türkischen Presse bisher eingebracht. Einige Artikel aus dieser Zeit sollen laut den türkischen Behörden gegen das Anti-Terror-Gesetz verstoßen oder den Präsidenten beleidigen.

So befand ein Gericht Eren Keskin der "Beleidigung des Präsidenten" für schuldig, weil in einem Artikel vom Oktober 2015 über "Mörder Erdoğan"-Sprechchöre auf einer Demonstration berichtet wurde. Wenige Tage zuvor waren bei einem Bombenanschlag mehr als 100 Menschen getötet worden. Weder die Zeitung noch Eren Keskin hatten sich die Parole der Demonstranten zu eigen gemacht, es ging um eine rein journalistische Berichterstattung über die Demonstration.

"Das juristische Vorgehen gegen die Menschenrechtlerin Eren Keskin ist ein eindrückliches Beispiel dafür, wie die türkische Justiz als politisches Instrument genutzt wird, um Kritiker einzuschüchtern", sagt Janine Uhlmannsiek, Expertin für Europa und Zentralasien bei Amnesty International in Deutschland. "Von einer unabhängigen Justiz kann in der Türkei keine Rede sein."
Eren Keskin ist eine der Menschenrechtlerinnen und Menschenrechtler, für die sich Amnesty International in der Kampagne "Mut braucht Schutz" einsetzt. Weltweit engagieren sich Aktivisten friedlich und entschlossen für ihre Rechte und die Rechte anderer ein: Sie fordern das Ende von Gewalt gegen Minderheiten und verlangen gleiche Rechte für alle Menschen. Doch aufgrund ihres Einsatzes werden diese Menschenrechtler selbst zum Ziel von Drohungen und Angriffen, viele bezahlen ihren Einsatz mit dem Leben. Allein 2018 wurden 321 Menschenrechtler ermordet. Mit "Mut braucht Schutz" ruft Amnesty die internationale Gemeinschaft dazu auf, sich für bedrohte Menschenrechtsaktivisten einzusetzen.
Frauenrechte in der Türkei: Wie soll man seine Frau schlagen?
2017 kamen in der Türkei 409 Frauen durch Männergewalt ums Leben. Die Zahlen steigen. Islamisten kämpfen gegen die Emanzipation.
Dies kam auch in unseren Medien 2018:
Auf dem Bildschirm ein Fernsehprediger. Er erläutert, wie eine Frau nach islamischen Regeln zu prügeln sei: "Schlag sie nicht oberhalb des Halses, nicht ins Gesicht, nicht auf die Brust, nicht ins Kreuz. Ball die Hand nicht zur Faust. Benutze keinen Knüppel länger als ein Lineal. Schlagen und Schimpfen sollen in den eigenen vier Wänden bleiben. Schmutzige Wäsche wäscht man zu Hause."
Dann kommt er auf das Motiv fürs Prügeln zu sprechen: "Unsere Religion erlaubt dem Mann das Schlagen nicht, damit er seine Frau misshandelt, sondern um Dampf abzulassen. Denn wenn ihm die Geduld reißt, fängt er an, selbst in Strommasten eine zweite Frau zu sehen. Die Frau sollte dankbar sein, wenn ihr Mann sie schlägt."

Bekanntlich halten sich die meisten Männer nicht an den Rat des Hodschas, mit Obacht zu prügeln. Allein im vergangenen Jahr kamen in der Türkei 409 Frauen durch Männergewalt ums Leben. Im Vergleich zum Vorjahr war das ein Anstieg um ein Viertel. Frauen werden mittlerweile meist von Ehemännern oder Partnern oder von Ex-Gatten und Ex-Partnern umgebracht. 332 Frauen wurden 2017 in der Türkei Opfer sexueller Gewalt. Diese Zahlen zeigen, dass, trotz des islamischen Mottos "Das Paradies liegt unter den Füßen der Mütter", für Frauen in der Türkei unter den Füßen der Männer inzwischen die Hölle liegt.

Als die türkische Republik Frauen das aktive und passive Wahlrecht gab, schrieb man das Jahr 1934, damals hatten Frauen nur in wenigen europäischen Staaten dieses Recht. In der Türkei auf dem Weg in die Moderne begannen Frauen, diskriminierend strenge religiöse Regeln zu überwinden, das Haus zu verlassen und im öffentlichen Leben, in Verwaltung, Regierung, Wissenschaft und Kunst eine Rolle zu spielen.
Der Kampf gegen den Laizismus in den letzten fünfzehn Jahren aber führte auch bei den Errungenschaften der Frauen zu massiven Erosionen. Mit dem Satz: "Frauen, die nicht Mütter werden, weil sie arbeiten, sind nur halbe Frauen", machte Staatspräsident Erdoğan seinen Standpunkt deutlich. Islamistische Politiker verweisen Frauen wieder zurück ins Haus, die sich für umfassende Gleichberechtigung einsetzen.
Derzeit dividiert man in der Türkei Frauen und Männer erneut auseinander, wie es im Osmanischen Reich gang und gäbe war. Die Presse zieren Annoncen von Hotels mit getrennten Stränden und Schwimmbecken für Frauen. Gefragt sind Restaurants, die separate Räume für Frauen vorhalten. In vier anatolischen Städten nahmen bereits Busse nur für Frauen den Betrieb auf.
Der Experte für das Schlagen der Ehefrau verkündete in einer anderen Predigt, es sei religiös unstatthaft, dass Frauen im Aufzug mit fremden Männern fahren. Ein Theologie-Professor forderte letzte Woche das Gesundheitsministerium auf, Männer und Frauen auf Intensivstationen zu trennen und Frauen von weiblichen, Männer von männlichen Ärzten behandeln zu lassen.

Der Kolumnist einer islamistischen Zeitung beklagte, im Sportdress von Eiskunstläuferinnen und Volleyballspielerinnen zeichneten sich die Körperlinien ab, was "mit unseren nationalen und sittlichen Werten unvereinbar" sei. In einer in den sozialen Medien verbreiteten Predigt hieß es: "Ab der Pubertät ihres Sohnes darf eine Mutter in seiner Gegenwart keine körperbetonte Kleidung tragen, das verführt ihn zur Wollust." Derselbe Prediger verkündete, Mädchen, die illegitime Beziehungen eingingen, sollte die Kehle durchgeschnitten werden, statt sie wie früher lebendig zu begraben.

Mit einer solchen Verteufelungskampagne sind Frauen konfrontiert, während sie andererseits gegen zunehmende Gewalt in der Familie, ständig steigende Fälle von Vergewaltigung, Verheiratung minderjähriger Mädchen und den herrschenden männlichen Despotismus kämpfen.

Als Frauen gegen all dies am Wochenende vor dem Frauentag am 8. März 2018 auf die Straße gingen, sahen sie sich Polizeigewalt ausgesetzt. Bei strömendem Regen wurden sie niedergeknüppelt, riefen aber unverdrossen weiter:

"Wir schweigen nicht. Wir haben keine Angst. Wir gehorchen nicht."

Ja, anscheinend haben unsere Regierungen und die NATO weniger Mut wie diese Frauen und Mädchen, nicht wahr!

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dana alpers
Oct 14, 2019
#fuckerdogan

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Sibylle Schauer
Oct 14, 2019
Um einen Genozid zu verhindern

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Heide Postica
Oct 14, 2019
Es ist eine Schande, dass nun wieder Menschen ermordet und umgebracht werden, weil grausame Menschen an den Machthebeln sitzen. Ich leide mit diesen Menschen so sehr mit. Ich bin zutiefst mitfühlend und kann leider diese arge Situation nicht verändern.

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Thomas Starost
Oct 14, 2019
Diese Gemetzel gegen die Kurden endlich aufhören muss!!!!